Von Tunis nach Teheran

Mit den jüngsten Angriffen auf kurdische Oppositionsparteien im Irak hat der Iran zumindest eines schon erreicht: Eine Welle der Solidarität in Kurdistan mit den iranischen Protesten gegen die Islamische Republik.

 

Die heutige Bundestagsrede von Annalena Baerbock ist im Powertweet unten auch noch falsch zitiert.

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Denn sie wagt es nicht einmal von einem iranischen ‚Regime‘ zu reden, das „nichts mit Religion oder Kultur zu tun“ habe:

Ein Video aus dem Jahr 2018 zeigt, wie Giorgia Meloni den syrischen Präsidenten und seine terroristischen Verbündeten als Beschützer der Christen in Syrien feierte.

 

Im Iran gehen die Proteste trotz brutalster Repression durch Sicherheitskräfte unvermindert weiter. heute abend soll es zB  Demonstrationen in Teheran und Mashad gegeben haben.

Da die Demonstranten inzwischen koordiniert gegen Aggression seitens der gefürchteten Basiji Milizen vorgehen, sollen, Berichten zufolge, inzwischen fast zweihundert verletzt worden sein.

Seit einiger Zeit intensiviert die türkische Regierung die zwangsweise Deportation von Syrerinnen und Syrern:

Many Syrian refugees in Turkey have been heading to the border gates in southeastern provinces to return to their homeland within the scope of the "Volunteer Return Program," which was initiated on the grounds that "safe zones" were created in Syria.

Für die Protestierenden im Iran ist Zugang zum Internet eine Frage auf Leben und Tod, Erfolg oder Niederlage.

Diese Zeilen erreichten mich von einem langjährigen Bekannten aus dem Iran mit der Bitte um Verbreitung:

 

Der Tod einer jungen Frau nach einem Verhör durch die Moralpolizei löste im Iran eine Welle von Demonstrationen aus, deren Ende nicht absehbar ist.

 

Weltweit finden dieser Tage Solidaritätskundgebungen mit den Protesten im Iran statt, auch im Nahen Osten, etwa in Arbil in Irakisch-Kurdistan, in der Türkei,in den von der Opposition  kontrollierten Gebieten in Syrien als auch in den kurdischen Selbstverwaltungsgebieten:

Die unvermindert andauernden Proteste im Iran sind nicht nur inzwischen die größten seit 2009 und haben alle Regionen des Landes erreicht, die Demonsttanten sind auch besser organisiert und stellen das ganze Ssytem in Frage. Schon sprechen die ersten Stimmen von einer Revolution, die unter dem Slofan "Frau, Freiheit, Leben" begonnen hat.

Wie sehr der Einfluss arabischer Parteien in der Knesset zugenommen hat, veranschaulicht nicht nur die Regierungsbeteiligung der Ra‘am-Partei, sondern auch Israels neuestes Wahlkampfdilemma.

 

Der gewaltsame Tod einer jungen Kurdin im Iran und die darauf folgenden Massenproteste wären eigentlich Grund für Linke auch in Deutschland auf die Straße zu gehen. Nur: Fehlanzeige!

 

In seiner Rede in New York erklärt Israels Premierminister, dass die Trennung von den Palästinensern Teil der Vision der israelischen Nation sein muss.

 

In seiner ersten Rede vor der UN-Generalversammlung erklärte Israel Premierminister Yair Lapid, sein Land setze sich weiterhin für eine Zwei-Staaten-Lösung im israelisch-palästinensischen Konflikt ein. Laut einer Lapid nahestehenden Quelle ist es viele Jahre her, dass ein israelischer Premierminister vor der UNO von der Zwei-Staaten-Lösung gesprochen hat.

In der Welt schreibt Christine Kensche über wichtige neue Entwicklungen im Iran: Die Demonstrationen sind nicht nur größer und von noch mehr Wut getragen, sondern auch besser organisiert. Auf unzähligen Videos sieht man, wie die Protestierenden etwa die verhasste und gefürchteten Motorradmilizen angreifen: