Von Tunis nach Teheran

Diagonal, ein Magazin des österreichischen Radios Ö1, brachte gestern eine Sendung zum Thema "Griechenland – über die Erfindung der Tragödie", in der ich zu Moria und der Situation von Flüchtlingen zu Wort komme. Hier ein paar Auszüge:

Unter denen, die in den vergangenen Monaten versuchten, über Belarus in die EU zu gelangen, befinden sich überdurchschnittlich viele, nämlich über 8000 Menschen aus Irakisch-Kurdistan.

Dem Zweistromland droht, so jedenfalls warnt ein Bericht der Welt Bank, bald eine gefährliche Wasserknappheit:

Mit dem Daily Star stellt eine wichtige Stimme im Libanon ihr Erscheinen ein. Ein Nachruf.

 

Was vor zwei Tagen als Studentenprotest an einigen Universitäten in Irakisch-Kurdistan begann, hast sich inzwischen zu Massenprotesten ausgeweitet.

 

Viele der vom Islamischen Staat in die Region Kurdistan vertriebenen arabischen Irakis erlebten dort vergleichsweise liberale Verhältnisse, was auch nach ihrer Rückkehr Auswirkungen hat.

 

Blickt man auf die letzten zehn Jahre im Irak zurück und die Verheerungen, die die Jihadisten des Islamischen Staates in dieser Zeit angerichtet haben, so bleibt wenig, was man als tröstlich bezeichnen könnte.

Im Iran kam es am Wochenende erneut zu Protesten. Alleine in Isfahan sollen mehrere tausend Menschen auf die Straße gegangen sein, um gegen die notorische Wasserknappheit in der Stadt zu demonstrieren.

Während die USA mit einem Schwellenland Iran, das die Möglichkeit zum Bau einer Atombombe hat, leben könnten, kann der jüdische Staat sich dies nicht leisten.

 

Aus dem Artikel Why Israel may soon attack Iran, der in der Times of Israel erschienen ist. Übersetzung von Alexander Gruber, Mena-Watch):

So wirbt das UNHCR um Spenden für Afghanistan: "Seit Jahresbeginn hat der Konflikt bereits rund 550.000 schutzbedürftige Menschen aus ihren Häusern vertrieben".

Irgendwann um 2015 herum wurde es schick, nicht mehr von Flüchtlingen, sondern „Geflüchteten“ zu sprechen. Angeblich sei die -ling Endung irgendwie abwertend und deshalb brauche man ein neues Wort. Nun gibt es allerdings verbriefte Rechte für Flüchtlinge ebenso wie eine Flüchtlingskonvention, die sehr genau definiert, wer Flüchtling ist und was einen Flüchtling etwa von anderen Migranten unterscheidet: Es ist unter anderem das Recht auf Schutz und vor allem ein faires Asylverfahren.

Seit Wochen campieren Tausende bei Minusgraden in Belarus an der polnischen Grenze. Sie kommen aus Syrien, dem Nordirak, Afghanistan. Ihr Ziel: Deutschland. Der belarusische Diktator Lukaschenko, der die Anreise der Flüchtlinge orchestriert, wolle die EU auf diese Weise erpressen, klagen Politiker. Der Flüchtlings-Deal mit dem türkischen Präsidenten Erdogan sei wohl seine Blaupause, meinen manche.

Die Nahrungsmitellknappheit im Jemen hat sich derart verschärft, dass Eltern überlegen müssen, welches Kind sie ernähren und welches sie verhungern lassen.

 

Seit der Machtübernahme der Taliban Mitte August veröffentlicht die IOM (Internationale Organisation für Migration) regelmäßig Situation Reports über die Lage in Afghanistan. Der neueste Bericht hält einige erschreckende Zahlen bereit: die Anzahl der IDPs (Binnenvertriebenen) in Afghanistan wird (weiterhin) mit 5,5 Millionen Personen angegeben. Bei einer Bevölkerung von geschätzten 38 Millionen Einwohner:innen bedeutet dies, dass ca.