Von Tunis nach Teheran

Anlässlich des heutigen Al Quds Tages hat der oberste Revolutionsführer des Iran einmal mehr Klartext gesprochen:

"There is no doubt that we will witness the demise of the Zionist entity [Israel]," read a post on his Twitter account Thursday.

Die iranischen Tasnimnews berichten über das Ereignis:

Es ist immer wieder verwirrend, wenn manche Medien bei Recep Tayyip Erdoğan vom „starken Mann am Bosporus“ sprechen. Und das nur, weil er viel Macht auf sich vereinigt, hart gegen seine (am Boden liegende) Gegner vorgeht und von türkischer Größe schwadroniert. Denn eigentlich handelt es sich ja um einen ausgemachten Jammerlappen.

Am 23. Juni findet der alljährliche „Quds-Marsch“ in Berlin statt, und auch in diesem Jahr werden von zwei Bündnissen Gegenaktivitäten organisiert.

Der so genannte „Quds-Tag“ (Quds = arabisch für Jerusalem) wurde 1979 vom iranischen Revolutionsführer Khomeini als politischer Kampftag für die Eroberung Jerusalems und Vernichtung Israels etabliert. Jedes Jahr findet er am Ende des Ramadan statt. Auch in Berlin wird dabei zur Zerstörung Israels aufgerufen.

In Bagdad haben Unbekannte in den letzten Tagen Poster verklebt, die zu Toleranz gegenüber Homosexuellen aufrufen. Eine Aktion, die angesicht grassierender Homophobie im Irak mehr als nur symbolischen Charakter hat:

Posters advocating the acceptance of homosexuality have been spread on different streets in Baghdad, calling for tolerance and coexistence.

On Monday, photos of posters supporting the Lesbian, Gay, Bisexual, and Transgender (LGBT) community in Baghdad were circulated on social media networks leading to controversial discussions from users.

Die Dokumentation „Auserwählt und ausgegrenzt“ über Antisemitismus in Europa beschäftigt längst schon Menschen und Medienlandschaft über die deutschen Grenzen hinaus. Nachdem der Sender ARTE es abgelehnt hatte, den in seinem Auftrag produzierten Film auszustrahlen, kursiert er dank eines Leaks durch die Bild-Zeitung inzwischen im Internet. Schließlich hat sich der WDR bereit erklärt, ihn am morgigen Mittwoch doch noch zu senden.

abuDer Offizier der schiitischen Imam-Ali Brigaden im Irak, Ayyoub Faleh al-Rubaie, nennt sich selbst Abu Azrael und ist als „irakischer Rambo“ bekannt, der berühmt wurde, als er 2015 erklärte, er würde die Jihadisten des Islamischen Staates zu Mehl verarbeiten.

Lamya Kaddor hat bei der Organisation dieser Demo so ziemlich alles falsch gemacht, was falsch gemacht werden kann. Sie ist nun einmal eine Religions- und keine Politiklehrerin, und daher damit beschäftigt, Widersprüche zuzukleistern, statt sie zu bemerken und zu analysieren.

Wie es in Mosul aussieht in diesen Tagen, bei inzwischen fast vierzig Grad Hitze ,nach über acht Monaten bltutigen Kämpfen, die noch immer in den letzten, vom IS gehaltenen Stadtvierteln anhalten:

With Iraqi forces backed by the US-led international coalition striking the remaining three ISIS-held districts of western Mosul and civilians telling stories of being used as human shields and targeted for fleeing, the stench of rotting bodies is heavy in the hot summer air.

Der Iran feiert. Erstmals seit Beginn des syrischen Bürgerkrieges kontrolliert Teheran einen durchgängigen Lanndkorridor, der bis ans Mittelmeer reicht. Fortan können Truppen, Waffen und andere Güter viel billiger nach Syrien und in den Libanon transportiert werden. Für das iranische Hegemoniestreben im Nahen Osten ist dies ein enormer Erfolg, der in Teheran entsprechend gefeiert wird.

Für das Recht, nicht im Ramadan fasten zu müssen, fand jüngst in Tunesien eine Demonstration statt. Erst kürzlich waren zwei Männer verurteilt worden, die in einem Park öffentlich gegessen und geraucht hatten, auch wenn es kein Gesetz gibt, dass die Einhaltung des Ramadan vorschreibt:

Dozens of Tunisians demonstrated on Sunday to demand the right to eat and drink in public during the Muslim fasting month of Ramadan and to protest against non-fasters being arrested.

 Iran kann Vollzug melden: Der lang ersehnte Landkorridor ans Mittelmeer steht. Mit allen Konsequenzen, die dies für Syrien, den Libanon und Israel haben wird:

For the first time since the Syrian civil war began, Iranian-backed militias appear to have secured a road link from the Iranian border all the way to Syria’s Mediterranean coast. The new land route will allow the Iranian regime to resupply its allies in Syria by land instead of air, which is both easier and cheaper.

„Die zehnjährige Herrschaft der Hamas im Gazastreifen ist durch mehrere trostlose Rekorde gekennzeichnet. Noch nie wurden über so lange Zeit hinweg täglich der Strom und das Wasser abgestellt. Die Jugendarbeitslosigkeit liegt bei 60 Prozent. Tausende warten schon lange auf die nur selten gegebene Möglichkeit, das blockierte Territorium zu verlassen. Da die Hamas keine Lösungen zu bieten hat, greift sie immer mehr zu Unterdrückungsmaßnahmen.

Über den Jemen hört man nur, wenn es mit Ansage wieder etwas schlimmer geworden ist, also von der angekündigten Hungersnot zur Hungersnot und nun breitet sich die Cholera ungehindert aus und wird zur Epidemie. Passieren wird natürlich auch in diesem Fall nichts, die nächste Meldung wird erst kommen, wenn über eine Million an der Seuche erkrankt sein werden.

Seit langem hatte sich angekündigt, dass Saudi Arabien und andere Golfstaaten Schritte gegen Katar unternehmen würden, sollte das Emirat nicht seine engen Bindungen zum Iran und der Muslimbüderschaft lockern. Kaum jemand allerdings erwartete, dass diese Schritte so radikal ausfallen würden und die Saudis zusammen mit Kuwait, den Arabischen Emiraten und Ägypten alle diplomatischen und auch wirtschaftlichen Beziehungen zu Katar abbrechen und damit das kleine Land de facto isolieren würden.

Nach einer aggressiven Kampagne der BDS-Bewegung schloss die Firma SodaStream ihr in einer israelischen Siedlung gelegenes Hauptwerk und zog in den Negev um. Rund 500 palästinensische Angestellte büßten im Zuge dessen ihren Arbeitsplatz ein. 74 von ihnen sind nun wieder eingestellt worden, nachdem der Chef des Unternehmens über ein Jahr lang um eine Arbeitserlaubnis für sie gekämpft hat.