Von Tunis nach Teheran

Die anstehenden Wahlen werden im Irak eher mit Apathie betrachtet, berichtet Rudaw aus Bagdad:

Der Fall Nemi El-Hassan schlägt publizistische Wellen. Das Moratorium des WDR gegen die geplante Anstellung von El-Hassan als Moderatorin wegen ihrer Teilnahme am antisemitischen Qudsmarsch in 2014 wird breit kommentiert.

Angesichts der humanitären und politischen Katastrophe in Afghanistan werben gegenwärtig viele internationale Hilfsorganisationen mit Nachdruck um Spenden. Doch wie können Mitarbeiterinnen unter den aktuellen Bedingungen eigentlich dort tätig werden? Wie ist die Gefährdungslage der afghanischen Ortskräfte? 

 

Amnesty International erhebt schwere Vorwürfe gegen das ägyptische Regime und seine Sicherheitsdienste:

Amnesty International on Thursday accused Egypt’s National Security Agency of attempting to harass and intimidate human rights defenders into silence.

Der Libanon befindet sich einer tiefen Krise, die so übel ist, dass man eigentlich schon von Kollaps sprechen kann. Nun wurde nach über einem Jahr eine neue Regierung vereidigt, die allerdings aus genau jenem Establishment besteht, dass den Libanon in den Ruin betrieben hat. Änderungen sind also kaum oder keine zu erwarten.

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Bildquelle: Twitter

 

Auch in so trüben Zeiten gibt es manchmal positive Meldungen, eine davon ist ganz sicher diese:

Westliche Staaten behandeln die Taliban wie ungezogene Kinder, nicht wie verantwortungsvolle Akteure. Die Machtübergabe in Kabul erscheint inzwischen eher wie eine Naturkatastrophe, nicht eine lange geplante Militäraktion. 

 

Der Vorwurf ist keineswegs neu, sondern wird seit Jahren gegen PKK und ihre syrische Schwesterorganisation PYD erhoben: Sie rekrutierten zwangsweise Kindersoldaten. 2015 wurde sie dehalb ausdrücklich auch von der entsprechenden UN-Behörde kritisiert.

Einiges hat sich in den letzten Jahren geändert am Golf. Vor zwanzig Jahren saßen die größten Unterstützer der Taliban noch in den Arabischen Emiraten und Saudi Arabien, heute ist es das mit ihnen über Kreuz liegende Katar, das sich in Afghanistan profiliert.

In den anderen Golfstaaten verfolgt man die Entwicklung dagegen mit wachsender Panik, schließlich setzt man seit langem nicht mehr auf die islamische oder gar jihadistische Karte sondern unterstützt vor allem In Nordafrika so ungefähr jeden Akteur, der die Muslimbrüder unterdrückt oder schwächt.

Für die Flüchtlinge aus Afghanistan in Griechenland war die Machtübergabe an die Taliban in Kabul ein Schock. Medico sprach mit einem von ihm, der auch in einer lokalen Selbsthilfeorganisation aktiv ist:

"medico: In den letzten Wochen waren die Augen der Welt auf Afghanistan gerichtet. Nun sind die Taliban an der Macht und viele Menschen haben Angst vor dem, was nun kommt. Wir habt ihr diese Zeit hier im Lager erlebt?

Viel wurde heute über den zwanzigsten Jahrestag von 9/11 geschrieben, den, wer hätte sich dies noch vor sechs Monaten vorzustellen vermögen, die Taliban als Regierende in Kabul begehen,

Auch wenn man vorsichtig sein sollte, wenn Parteien in der Region als liberal bezeichnet werden, so ist doch klar, dass sich auch bei diesen Wahlen ein recht klarer Trend durchsetzt: In Nordafrika und dem Nahen Osten befindet sich der Stern der Islamisten am Sinken:

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Quelle: BBC

 

Ein paar Meldung aus Afghanistan, wo nun eine illegitime Regierung an der Macht ist, deren Mitglieder auf allerlei Fahndungslisten stehen.

1. Meldung:

Enno Lenze hat eine sehr lesenswerte Reportage über die letzten Tage in Kabul geschrieben und in welchem Ausmaß deutsche Behörden dort versagt haben. Ein Auszug: