Thomas von der Osten-Sacken

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(Bildquelle; Ziyad Matti, Rudaw)

 

Nachdem Muqtada al Sadr gestern zu einem Millionen-Mann-Marsch gegen die USA aufgerufen hatte, der bei der Protestbewegung gar nicht gut ankam, dafür aber die volle Unterstützung aller anderen Milizen und schiitischer Parteien hatte, entzog er heute den Demonstranten seine Unterstützung.

(Bildquelle: Press TV)

 

Vergangenen Montag war ich in Wien zu einem Mena-Watch Gespräch über die neuen Proteste im Nahen Osten eingeladen.

Hier eine kurze Zusammenfassung dieses Gesprächs:

 

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(Bildquelle: Baghdad Post)

 

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(Rasanter Verfall: Syrisches Pfund und US-Dollar)

 

Im iranischen Establishment zeigen sich erste Risse: Journalisten, Künstler und Sportler distanzieren sich öffentlich von dem Regime.

 

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(Quelle: Twitter)

 

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('True Friends': Der libysche Premier Fayez al-Sarraj und der türkische Präsident)

 

Die neuen Demonstrationen im Iran zeigen auch, dass die junge Generation sich von jahrzehntelanger erprobter Propaganda nicht mehr beeindrucken lässt.

 

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(Proteste vor der Amir Kabir Universität, Quelle: Wikipedia)

 

 

Als nach der Tötung von General Soleimani das iranische Regime landesweit Trauerfeiern organisieren ließ, zu denen ganze Busladungen von Schülern und Staatsbediensteten gekarrt wurden, meldete der Sender ARTE: „Selten waren die Iraner so vereint wie in diesen Tagen“.

Dass es mit der Einheit von Volk und Führung, die so gerne von deutschen Medien und Nahostexperten beschworen wird, überall in der Region nicht (mehr) weit her ist, müsste sich eigentlich langsam herumgesprochen haben. Aber allzu oft scheint der Wunsch Vater des Gedanken.

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(Sultan Qaboos bin Said, Quelle: Wikipedia)

Die Realität in der Islamischen Republik Iran in wenigen Zeilen:

Masih Alinejad, a US-based Iranian human rights activist, confirms that an innocent 14-year-old girl was shot dead by snipers of the Islamic Revolutionary Guards on Nov 16 in Tehran's Sattar khan district during a protest against the terrorist regime.

Einiges deutet darauf hin, dass die amtierende israelische Regierung eine Art Separatabkommen mit der Hamas für den Gazastreifen anstrebt. Das jedenfalls vermutet Avi Issacharoff in der Times of Israel und kritisiert diesen Plan mit scharfen Worten:

Im Irak endet das Jahr in Chaos. Trotz verschiedener Anläufe ist es dem Establishment bisher nicht gelungen, einen neuen Kandidaten für das Amt des Premierministers zu nominieren. 

Jeder wurde bislang als unfähig ider dem Iran viel zu nahe stehend von der Protestbewegung abgelehnt. Nun hat auch der Präsident, Berham Saleh, erklärt, sollte nicht in Kürze ein allgemein akzeptierter Kandidat gefunden werden, wolle er seinen Rücktritt einreichen.