Thomas von der Osten-Sacken

Seit einigen Wochen finden trotz der enormen Repressionen erneut Proteste in verschiedenen iranischen Städten statt. Die allgemeine Lage im Land verschlechtert sich weiter, besonders die junge Generation hat einfach die Nase voll.

Moskau hat nie ein Geheimnis daraus gemacht, dass es den Krieg in Syrien auch immer dazu genutzt hat, um potentiellen Kunden zu demonstrieren, wie effektiv seine neuen Waffensysteme sind.

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Demonstration in Tunis im Januar 2011, Bild: Thomas v. der Osten-Sacken

 

In der NZZ schreibt Samuel Schirbeck über Entwicklungen in Nordafrika, die ich ähnlich seit Jahren im Irak beobachte:

Wenigstens etwas gab es heute für die Opfer der Assad Diktatur zu feiern und gute Nachrichten sind für sie eine Seltenheit:

 

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Sana'a vor dem Krieg, Bild: Ferdinand Reus, Wikimedia Commons

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Es geschieht selten in dieser Weltregion, dass mal wer für all das Geld, dass er sich in die eigenen Taschen geschaufelt hat, zur Rechenschaft gezogen wird und kann durchaus als erfreuliches Novum bezeichnet werden:

Am 11. Februar 2011 war es soweit: Der ägyptische Präsident musste zurücktreten. Kairo und der Rest Ägyptens waren abends eine einzige große Party.

Und wir saßen übermüdet Nächte lang und verfolgten die Livebilder auf Al-Jazeera und dem Guardian Blog. Kairo, Tunis, der Jemen, Syrien, Jordanien und selbst Libyen ... man kam damals kaum hinterher, so viel geschah.

Nicht nur in Istanbul, auch im Irak gehen die Proteste weiter. In verschiedenen Städten des Zweistromlandes fordern Demonstranten die Aufklärung der Morde an bekannten Aktivisten, vor allem an Sajjad al-Iraqi, der Mitte Dezember letzten Jahres getötet wurde:

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Flüchtlinge in Libyen, Bild: Face to Face Africa

 

Aus seinem Herzen keine Mördergrube gemacht hat Shaun Henrik Matheson vom staatlichen norwegischen Radiosender NRK P13. In einem Land, in dem es offenbar zu guten Ton des Establishments gehört, zu jeder Gelegenheit sich "israelkritisch" zu äußern, sprach er davon was dür ein Scheissland der jüdische Staat doch sei.

Das schlechte Wetter und die Ausbreitung von Corona machen die Lage der syrischen Binnenvertriebenen, die teilweise schon jahrelang in völlig unterversorgten Flüchtlingslagern ausharren, noch katastrophaler.

 

In einem Beitrag für Middle East Eye analysiert Shahir Shahidsaless die Entscheidung des obersten Revolutionsführers des Iran, Corona-Impstoffe aus den USA und Englands zu verbieten als ein weiteres Beispiel, dass in der Islamischen Republik der herrschenden

Vor zehn Jahren erschienen hier die ersten Beiträge aus Tunesien, der "Hurriya Blog" war entstanden, der heute sein zehnjähriges Bestehen begeht. Leider sind ältere Beiträge nur noch über die "Wayback-Machine" einzusehen.