2 verschiedene Ausgaben der "Protokolle"
Interview Felix Moeller, Regisseur, im Gespräch über seinen Dokumentarfilm »Weltkarriere einer Lüge«

»Die Mutter aller Fake News einmal ins Zentrum stellen«

Ungeachtet des Wissens, dass es sich bei den »Protokollen der Weisen von Zion« um eine Fälschung handelt, ist das antisemitische Pamphlet zu weltweitem und anhaltendem Einfluss gelangt und bietet in gesellschaftlichen Krisen immer wieder aufs Neue Material, um den Verschwörungswahn zu schüren. Die »Jungle World« sprach mit dem Regisseur Felix Moeller über seinen Dokumentarfilm »Weltkarriere einer Lüge«.
Straße mit Netzen
2025/49 Ausland Kreml und Weißes Haus kooperieren gegen die Ukraine

Friedensplan mit russischer Handschrift

Die Verhandlungen zur Beendigung des Ukraine-Kriegs nehmen Fahrt auf, ein 28-Punkte-Plan der USA sorgt allerdings bei westeuropäischen Staaten für Widerspruch. Die US-Regierung drängt auf eine rasche Zustimmung der Ukraine, obwohl der Plan die Maximalforderungen Russlands übernommen zu haben scheint.
Reiner Haseloff grinst mit geschlossenene Augen
2025/48 Small Talk Eva Gerth (GEW) im Gespräch über Arbeitslast und Lehrermangel

»Steigerung der Arbeitsbelastung«

In Sachsen-Anhalt mangelt es an Lehrern. Deshalb hat die von der CDU geführte Landesregierung vor zwei Jahren sogenannte Vorgriffstunden für die Lehrkräfte angeordnet, also eine Stunde Mehrarbeit pro Woche. Im September erklärte das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig die Regelung für rechtswidrig. Nun hofft das Bildungsministerium Sachsen-Anhalts auf freiwillige Zusatzstunden. Die »Jungle World« sprach mit Eva Gerth von der GEW Sachsen-Anhalt über Arbeitsbelastung und Lehrkräftemangel.
Gemälde von Sigrid Kopfermann; Foto der Malerin
2025/48 dschungel Peter Ulrich Hein, Buchautor, im Gespräch über die Nachkriegsmalerin Sigrid Kopfermann

»Sie war sich ihrer selbst sehr sicher«

Das sogenannte Informel, die wichtigste Strömung der abstrakten Kunst der Nachkriegszeit, wurde auch von Frauen geprägt, wie eine Ausstellung in Hagen derzeit zeigt. Eine der ausgestellten Künstlerinnen ist die Malerin Sigrid Kopfermann. Der Soziologe und Kunstwissenschaftler Peter Ulrich Hein, der eine Monographie über die Künstlerin geschrieben hat, zeichnet im Gespräch mit der »Jungle World« das Leben der unkonventionellen Kopfermann nach und beschreibt, welche Rolle sie in der westdeutschen Nachkriegsmoderne einnahm.
Bleistiftzeichnung eines Gerichtszeichners der RAF-Angeklagten in Stuttgart-Stammheim
2025/48 Hintergrund Die »Erklärung zur Sache« der RAF und ihre literarische Verarbeitung

Jungle+ Artikel In Sachen RAF-Nostalgie

Anfang 1976 gaben Andreas Baader, Ulrike Meinhof, Gudrun Ensslin und Jan-Carl Raspe im Stammheimer RAF-Prozess eine ausführliche »Erklärung zur Sache« ab. Darin benannten sie speziell das US-Monopolkapital als Feind der Menschheit: Es habe 1945 das deutsche Proletariat »kolonisiert«, aber seine Weltherrschaft könne jetzt durch die Guerilla ins Wanken gebracht werden. Knapp 50 Jahre später macht sich die Autorin Stephanie Bart 2023 den Text in ihrem Roman »Erzählung zur Sache« zu eigen und aktualisiert ihn.