Das sogenannte Informel, die wichtigste Strömung der abstrakten Kunst der Nachkriegszeit, wurde auch von Frauen geprägt, wie eine Ausstellung in Hagen derzeit zeigt. Eine der ausgestellten Künstlerinnen ist die Malerin Sigrid Kopfermann. Der Soziologe und Kunstwissenschaftler Peter Ulrich Hein, der eine Monographie über die Künstlerin geschrieben hat, zeichnet im Gespräch mit der »Jungle World« das Leben der unkonventionellen Kopfermann nach und beschreibt, welche Rolle sie in der westdeutschen Nachkriegsmoderne einnahm.