Ilya Budraitskis und Ilya Matveev
2026/37 Thema Die russischen Sozialisten Ilya Matveev und Ilya Budraitskis im Gespräch über die ideologischen Triebfedern des russischen Krieges

»Fressen oder gefressen werden«

Warum führt Russland Krieg, auch wenn das russischen Kapitalinteressen schadet? Warum opfert der Staat Billionen Rubel und Hunderttausende Menschenleben, im Versuch, die Ukraine zu unterwerfen? Die russischen Sozialisten Ilya Matveev und Ilya Budraitskis identifizieren die Ideologisierung der russischen herrschenden Klasse als zentrale Triebkraft des Militarismus. Die »Jungle World« sprach mit ihnen über die Wurzeln von Wladimir Putins Weltsicht in der Paranoia des KGB und im Raubtierkapitalismus der neunziger Jahre und darüber, was nötig wäre, damit Russland keine Bedrohung für seine Nachbarländer mehr darstellt.
Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) isst ein Fischbrötchen in Kühlungsborn
2026/37 Inland Landtagswahlen in Mecklenburg-Vorpommern

Treusorgende Landesmutter oder Untergang

Der CDU droht in Mecklenburg-Vorpommern ihr historisch schlechtestes Ergebnis auf Landesebene, da mag der Bundeskanzler öffentlich noch so viele Fischbrötchen essen. Doch trotz der relativ starken Umfragewerte der SPD – sie reicht fast an die AfD heran – hat die bisher regierende Koalition aus SPD und Linkspartei kaum Chancen auf eine erneute parlamentarische Mehrheit.
Paul Piccone
2026/37 Wissenschaft Eine Konferenz über Souveränität, Antisemitismus und die »Neue Klasse«

Geheimtreffen in Potsdam

Das hierzulande kaum bekannte US-amerikanische Telos-Paul-Piccone-Institut und die Deutsch-Israelische Gesellschaft Berlin und Brandenburg haben einen transatlantischen Gedankenaustausch über Themen wie Populismus, Antisemitismus und Kritik der Linken ­organisiert. Ausgerechnet eine Renaissance des Nationalstaats soll nach Ansicht vieler Konferenzteilnehmer die Lösung für gesellschaftliche Miseren sein.
Matheus Alexandre
2026/37 Interview Einigen brasilianischen Linken gelten Juden als Christusmörder

»Niederknien vor dem antiisraelischen Altar«

In Brasilien lebt die zweitgrößte jüdische Gemeinde Lateinamerikas. Insbesondere in São Paulo gehört jüdisches Leben sichtbar und selbstverständlich zum Alltag. Was sich seit dem 7. Oktober für Brasiliens Juden verändert hat, erklärt der Soziologie Matheus Alexandre im Gespräch mit der »Jungle World«.