Die AfD will ihre Posts in den sozialen Medien zukünftig in Massenproduktion von einem KI-Programm herstellen lassen. Sie arbeitet damit am fortschreitenden Wirklichkeitsverlust der Wählerschaft.
Die Wahrheit auszusprechen, das war George Orwell das Wichtigste. Ein Band, der die Zeitungskolumnen des englischen Schriftstellers nun zum ersten Mal in deutscher Übersetzung präsentiert, gibt einen Eindruck davon, wie er diesem Anspruch in der alltäglichen Arbeit zu entsprechen versuchte.
Zocken, Videos gucken und stundenlang durch die sozialen Medien scrollen – bei mehr als einer Million Kindern und Jugendlichen in Deutschland ist der Medienkonsum einer DAK-Studie zufolge bereits riskant oder krankhaft. Ein einfaches Mittel dagegen gibt es nicht.
Die Ukraine verschärft ihren außenpolitischen Kurs gegenüber Belarus. Sie reagiert damit auf die Aufhebung von US-Sanktionen gegen Belarus und dessen große Bedeutung für die russische Kriegswirtschaft.
Der Machtkampf und Richtungsstreit in der polnischen Oppositionspartei PiS hat sich zugespitzt. Der ehemalige PiS-Ministerpräsident Mateusz Morawiecki versucht, eine eigene rechte, breiter anschlussfähige und wirtschaftsorientierte Partei aufzubauen.
Statt neue Vorstellungen von Männlichkeit zu entwerfen, sollte der Feminismus an seinem eigentlichen Versprechen festhalten: Freiheit statt neuer Normen.
Drei Jahre nach dem Sieg der Kubanischen Revolution von 1959 schickte Ernesto »Che« Guevara eine Gruppe junger Männer nach Argentinien, die den Ejército Guerrillero del Pueblo (Guerillaarmee des Volkes), kurz EGP, aufbauen und einen bewaffneten Aufstand anführen sollten. Die Operation scheiterte. Im Nachhinein wurde bekannt, dass die Gruppe zwei ihrer Mitglieder hingerichtet hatte. Beide waren jüdischer Herkunft.
Viel Verwirrung gab es in jüngster Zeit über die Begriffe Meinungsfreiheit, Pressefreiheit und Kunstfreiheit. Dabei ist es vergleichsweise einfach: Kein Sender ist dazu verpflichtet, Faschisten einzuladen, und ebenso wenig kann ein antifaschistischer Künstler ein Grundrecht auf einen Fernsehauftritt einklagen. Eine Kolumne zur medialen Restmülltrennung.
Mit elektronischer Tanzmusik wurde die Israelin Noga Erez ein international gefeierter Star. Nach dem 7. Oktober änderte sich das, wie ein sehenswerter Dokumentarfilm zeigt.
Mit der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands (SPD) geht es abwärts. Nicht erst seit gestern, sondern schon länger. Daher hat die »Jungle World« ihre SPD-Expert:innen befragt, was schiefläuft. Die legen nun eine Lageanalyse vor, bieten ihre Hilfe an und geben der traditionsreichen Partei Ratschläge, was sie tun könnte, um wieder an alte Wahlerfolge anzuknüpfen.
Die AfD erklärt die Landtagswahl in Sachsen-Anhalt zum ersten Schritt ihrer Machtübernahme in Deutschland. Ihre Mischung aus Gute-Laune-Wahlkampf und völkischen und antifeministischen Inhalten kommt im Land gut an.
Die Formsprache des Bauhauses wurde entschieden von Frauen mitgeprägt. Den Fotografinnen der Kunstschule, die eine neue, freie Art des Lebens in der Weimarer Republik auf Film bannten, widmet sich nun eine Ausstellung in Berlin.
Die im Wesentlichen vom Bundesinnenministerium finanzierte Bundeszentrale für politische Bildung will sich stärker dem Thema »Linksextremismus« zuwenden. Klar: Schließlich gibt es nichts, was gegenwärtig mehr drängt.
Das Programm der AfD widerspricht Interessen und Lebenspraxis derer, die ihr die Stimme geben. Der Erfolg der Partei rührt daher, dass sie als Vehikel von unbearbeiteten Kollektivphantasmen dient.