Disko

Arbeitssitzung des Europäischen Rates mit einem Runden Tisch mit bunten Teppichfliesne und bunter Decke
2025/51 Diskussionsreihe »Krieg und Frieden« – Über die Notwendigkeit, die Ukraine zu verteidigen

Verteidigung des kleineren Übels

In einer kapitalistisch eingerichteten Welt kann die Verteidigung zivilisatorischer Mindeststandards schlicht notwendig sein; das schließt die militärische Verteidigung gegen aggressive Autokratien ein. Dafür muss Deutschland nicht Militärmacht werden, aber die demokratischen Staaten müssen den ukrainischen Abwehrkampf unterstützen.
Antifa-Logo mit schwarz-rot-goldenen Fahnen
2025/47 Angesichts der russischen Bedrohung geben einige Linke die Gesellschaftskritik auf

Deutschland ist nun Antifa

Seit dem Überfall Russlands auf die Ukraine machen Linke ihren Frieden mit Staat und Nation, manche bislang antideutsch Gesinnte fordern sogar die Aufrüstung Deutschlands. Ihre Verteidigung der herrschenden Ordnung geht inzwischen so weit, dass sie jede radikale Kritik an ihr aufgeben.
Fensterputzen mit einer Papierzeitung
2025/44 Gedruckte Zeitungen in der Krise

Jungle+ Artikel Was geht mit den sterbenden Tageszeitungen verloren und was nicht?

Tageszeitungen sind in der Krise: Die »Taz« stellt die tägliche Druckausgabe ein, das »ND« wirbt um Spenden, um der Pleite zu entgehen, und auch abseits der linken Presse sinken die Auflagen immer weiter. Aber ist es schade um die täglich gedruckte Zeitung oder war sie sowieso ein Auslaufmodell, das längst durch bessere Formate ersetzt ist?
Getriebe mit Piratenfahne
2025/43 Dem Frieden dient die Subversion rechtsextremer Mächte

Lieber Pirat als Soldat

Ohne konventionelle Armee ist der Schutz der Demokratie derzeit nicht zu haben. Der Beitrag der Linken zum Kampf für den Frieden sollte jedoch in der globalen Subversion, der Destabilisierung jener Regime bestehen, die ihn brechen oder gefährden.
Demonstrant mit Schild "Kapitalismus tötet, Russland auch"
2025/42 Antimilitaristische Linke verdrängen die politischen Ziele des russischen Regimes

Augen zu und äquidistant

Um angesichts der russischen Aggression neutral bleiben zu können, verschließen viele Linke die Augen vor den realen gesellschaftlichen Entwicklungen und Konflikten in Russland und Osteuropa, die dem Krieg zugrunde liegen.
In Chile zerstört die Regierung seit Jahren systematisch Zehntausende Gewehre, die abgegeben oder kriminellen Banden abgenommen wurden
2025/41 ‍Kritik des Krieges – am Ziel des Friedens ist festzuhalten, auch wenn er derzeit unmöglich ist

Der wirkliche Ausnahmezustand

Soll das Ziel einer friedlichen Welt nicht zu einem leeren linken Dogma verkommen oder resigniert aufgegeben werden, müssen die Gründe ihrer derzeitigen Unmöglichkeit in den Blick genommen werden.
Durchgestrichenes Z
2025/40 Der Widerstand gegen den russischen Autoritarismus bedarf militärischer Stärke

Aux armes, citoyens!

Die deutsche Linke ruft nach Frieden und ergreift damit Partei für den russischen Autoritarismus und seinen Versuch, die Ukraine zu zerstören. Ein Kampf gegen die autoritäre Formierung im Inland ist unmöglich, ohne außenpolitisch Stellung gegen die Achse Russland–China–Iran zu beziehen.
Israelischer Kampfpanzer vom Typ Merkava IV
2025/37 Die antisemitismuskritische ­Bildungsarbeit hat ihren einstigen Gegenstand aus dem Blick verloren

Hauptsache praktisch anschluss­fähig und einfach zu vermitteln

Antisemitismus­kritische Bildungsarbeit entstand Anfang der nuller Jahre, als sich zur Kritik des islamischen Antisemitismus die postmodern geprägte ­antirassistische Pädagogik gesellte. Seither beschäftigt sich die Kritik des Antisemitismus kaum noch mit ihrem Gegenstand als vielmehr mit der Frage nach Anschlussfähigkeit und Vermittelbarkeit.
Trauernde Frauen in Beirut
2025/35 Selektive Solidarität im israelisch-palästinensischen Konflikt macht Antisemitismuskritik unglaubwürdig

Beißreflexe der Hundertprozentigen

Eine Haltung zu Israel, die lediglich als Identitätsmarker für das antideutsche oder antiimperialistische Ticket herhält, degradiert die Menschen, um die es dabei dem Anspruch nach geht, zu einer reinen Projektionsfläche. Den komplexen Verhältnissen in Israel, dem Gaza-Streifen und im Westjordanland wird das nicht gerecht.