Disko

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2026/27 Social-Media-Verbot für Minderjährige

Kinderfreie Zone

Ein Social-Media-Verbot soll her, damit eine Gruppe besonders anfälliger Nutzer, die der Kinder und Jugendlichen, vor den schädlichen Auswirkungen geschützt werden kann. Eine Zugangsbeschränkung für unter 16jährige wäre jedoch praktisch schwer durchsetzbar und ließe grundlegende Probleme ungelöst.
Gedenkbücher von Überlebenden
2026/25 Die Shoah-Erinnerung muss der vernichteten jüdischen Welt in Osteuropa gelten

Erinnerung ohne Substanz

Das deutsche Gedenken hat sich im Laufe der Jahrzehnte stark gewandelt. Auf dem weiten Weg von der Verdrängung der eigenen Schuld zum öffentlichen Bekenntnis sind allerdings erhebliche Wissenslücken geblieben. Jüdische Erinnerungskultur hat im deutschen Gedenken bisher gar keinen Platz.
Streichhölzer
2026/24 Die Umschichtung von Mitteln der Demokratieförderung ignoriert die Opfer des Rechtsextremismus

Bewehrte Mitte

Durch die geplanten Umschichtungen des Bundesprogramms »Demokratie leben« stehen Hunderte Projekte vor dem Aus. Es geht um eine gesellschaftspolitische Veränderung, man will sich nur noch auf die sogenannte Mitte der Gesellschaft konzentrieren.
Auszug aus der Kleinen Anfrage der Bundestags­fraktion von CDU und CSU
2026/23 Die angekündigten Kürzungen beim Programm »Demokratie leben« sind politisch motiviert

Revision von rechts

Bei aller Kritik am Abhängigkeitsverhältnis, in dem viele Linken zum Staat stehen, sollte man nicht aus den Augen verlieren, dass es bei den Kürzungen für Demokratieprojekte um die Durchsetzung autoritärer Politik geht.
Dieter Kunzelmann (mit Zigarette)
2026/20 Es gibt eine spezifisch linke Form der Schuldabwehr

Belastetes Erbe

Ende der Sechziger war für viele radikale Linke die Auseinander­setzung mit der Nazi-Vergangenheit verknüpft mit der Feindschaft gegen Israel. Wenn Linke heutzutage die Erinnerung an die Shoah abwehren, dient das auch der Verteidigung des linken Antizionismus, der mehr war und mehr ist als eine falsche Meinung.
Während einer IG-Metall-Demonstration am 5. Juli 1991 mauerten Jugendliche die Eingangstür der Treuhand zu
2026/19 Die Kürzungen bei der Demokratie­bildung gehören zum Abbau des Sozialstaats

Reine Kürzungslogik

Die Kürzungen im Bereich der Demokratiebildung haben weit weniger mit den Ressentiments rechter und konservativer Politiker zu tun, als Linke hierzulande glauben wollen. Vielmehr wird Sozialpolitik insgesamt zusammengestrichen, die sich die derzeitige Regierung nicht mehr leisten möchte.
Gedenkstein mit Inschrift auf Polnisch und Hebräisch/Jiddisch
2026/18 Ein Buch über polnische Kommunalpolitiker während des Holocausts sorgt in Polen für Entrüstung

Verräter überall

Ein Buch des Historikers Grzegorz Rossoliński-Liebe hat in Polen eine hitzige Debatte über polnische Mittäter im Holocaust entfacht. Dass der Autor dabei wenig Unterstützung gegen nationalistische Angriffe erhält, liegt auch an der Zunahme des Antisemitismus unter Linken und Liberalen seit dem 7. Oktober 2023.
Peykar
2026/14 Reza Pahlavi ignoriert die Vielfalt im Iran

Einheit braucht Vertrauen

Die derzeit in der iranischen Diaspora dominante Strömung der Opposition um Reza Pahlavi ignoriert den Pluralismus der Gesellschaft im Iran selbst und die besonderen Repressionserfahrungen der Kurd:innen und Belutsch:innen. Pahlavis Appelle zur nationalen Einheit stehen mit ihrem Zentralismus einer demokratischen Aushandlung unterschiedlicher Interessen und einer echten Einheit der Opposition im Weg.
german guilt
2026/13 Kritik der Erinnerungskultur

Integrierte Schuldanerkennung

Die Auseinandersetzung mit der eigenen Täterschaft konnte im deutschen Gedenken an den Nationalsozialismus längst als vermeintlich progressive Schuldanerkennung identitär integriert werden. Das derzeitige Problem mit der Erinnerung an die Shoah liegt nicht in ihrer Verdrängung, sondern darin, wie diese von der AfD, deutschen Institutionen und internationalen Antizionisten jeweils gewendet wird.
 Sarina Esmailzadeh Plakat
2026/12 Kritik an Reza Pahlavi

Die Pahlavi-Falle

Reza Pahlavi beansprucht die Führung der iranischen Opposition und will nach einem Sturz des Regimes die Geschicke des Irans in die Hand nehmen. Kritik an seinen national-autoritären Vorstellungen, die vor allem Minderheiten vor den Kopf stoßen und den emanzipatorischen Gehalt der Bewegung »Frau, Leben, Freiheit« vermissen lassen, wehren Pahlavis Anhänger aggressiv ab.