Artikel über Antisemitismus

Ehemaliges Reiterdenkmal für die deutschen Kolonialisten in Namibia
Thema Antisemitismus ist out, nun soll Imperialismus den Holocaust erklären

Die Vergangenheit, die vergehen soll

Der sogenannte Historikerstreit 2.0 hat einen dezidiert politischen Ausgangspunkt. Ein vermeintliches Tabu, Israel zu kritisieren, soll angegriffen werden – auf dem Feld der Geschichtswissenschaften. Von mehr...
Leerer Hörsaal
Thema Der Antisemitismus auf der Documenta ist leicht zu erkennen

Akademische Weihen

Die derzeitige Diskussion über Antisemitismus verkommt zur Fachdebatte, ist aber auch und vor allem eine politische Frage. Kommentar Von mehr...
Protestierende vor dem Fridericianum in Kassel
Thema Im postkolonialistischen Milieu hält man das Shoah-Gedenken für provinziell

Das künstlerische Argument

In der postkolonialen Szene gilt das Gedenken an die Shoah als provinziell, Israel wird als letzte Kolonialmacht angesehen. Der Anti­semitismus auf der Documenta fifteen ist auch die praktische Konsequenz aus jener Debatte, die als »Historikerstreit 2.0« firmiert. Von mehr...
Simon Dubnow bei seiner Ankunft in Vilnius
dschungel Imprint: Auszug aus einer Biographie über den jüdischen Gelehrten Simon Dubnow

Europa am Abgrund

1922 gelingt es dem russisch-jüdischen Historiker Simon Dubnow, die Sowjetunion zu verlassen. Der Emigrant reist über Estland und Riga ins litauische Kaunas und von dort weiter nach Berlin, um sein Hauptwerk »Die Weltgeschichte des jüdischen Volkes« fertigzustellen. Als Hitler an die Macht kommt, flüchtet er am 23. August 1933 in die let­ti­­­sche Hauptstadt Riga, in der seine Familie lebt. Als im Juli 1941 die ­Deutschen Riga besetzen, wird der 81jährige Gelehrte in das Ghetto der Stadt verschleppt. Am 8. Dezember 1941 werden Simon Dubnow und Tausende weiterer Juden aus dem Rigaer Ghetto von deutschen SS-Angehörigen und lettischen Kollaborateuren ermordet. Der hier abgedruckte Auszug aus dem achten Kapitel der Biographie »Simon Dubnow« behandelt die Zeit von Dubnows Ankunft in Estland im April 1922 bis zu seinem ersten Jahr in Berlin, wo er 1923 sorgenvoll den wachsenden Antisemitismus in Deutschland bemerkt. Imprint Von mehr...
Gedenkstätte des Olympia-Attentats 1972
Sport Die Angehörigen der Opfer des Olympia-Attentats von 1972 boykottieren die Gedenkfeier zum 50. Jahrestag

50 Jahre nur Almosen und keine Entschädigung

Die Hinterbliebenen der Opfer des Terroranschlags bei den Olympischen Spielen in München kämpfen seit 1972 um Entschädigungen und eine lückenlose Aufarbeitung des deutschen Versagens. Von mehr...
Miniaturmalerei auf der Juden im Mittelalter verbrannt werden
Inland Antisemitismus im Ökumenischen Rat der Kirchen

Hass für die Welt

Der Ökumenische Rat der Kirchen will Ende August in Karlsruhe seine Vollversammlung abhalten. Der Umgang mit dem sogenannten Nahost-Konflikt soll ein wichtiges Thema sein, dabei wäre eine Auseinandersetzung mit dem eigenen Antisemitismus wohl sinnvoller. Von mehr...
Geschichte Antisemitismus ist in Indonesien seit vielen Jahren präsent

Das Volksgericht tagt

Das einem Triptychon ähnelnde Protestbanner des indonesischen Künstlerkollektivs Taring Padi kritisiert die mangelhafte Aufarbeitung der Verbrechen der Suharto-Diktatur. Es nutzt dabei antisemitische Motive, die in der indonesischen Gesellschaft verbreitet sind. Von mehr...
Schädlingsbekämpfer 1935
Disko Das fetischisierte Arbeitskonzept der KPD bot einen Rahmen, in das antisemitische Vorstellungen gut passten

Arbeit ohne »Parasiten«

Statt die Menschen vom Zwang zur Lohnarbeit zu erlösen, taten kommunistische Parteien immer wieder so, als müsste nur die Arbeit von den »Schmarotzern« und »Ausbeutern« befreit werden. In einem solchen personalisierenden Raster konnten auch antisemitische Vorstellungen weiterbestehen. Disko Von mehr...
Das Logo des Chemnitzer Lokals »Schalom«
Inland Die Aufklärung des antisemitischen Angriffs auf das Lokal »Schalom« in Chemnitz 2018 stockt

Kein Schritt vor und zwei zurück

Das Landgericht Chemnitz verringerte im Berufungsverfahren die ohnehin milde Strafe gegen den einzigen bislang verurteilten Täter des Angriffs auf das jüdische Restaurant »Schalom« vor knapp vier Jahren. Gegen weitere Verdächtige wird ermittelt, Ergebnisse gibt es bislang keine. Von mehr...
Eine Teilnehmerin einer antiisraelischen Demonstration bei der Eröffnung der Documenta fifteen
dschungel Monika Schwarz-Friesel untersucht den Antisemitismus in der Alltagskommunikation

»Erst Christus, jetzt die Araber«

Hassreden, Herabsetzungen und moralische Belehrungen: Monika Schwarz-Friesel untersucht in ihrem neuen Buch judenfeindliche Äußerungen in der Alltagssprache. Von den Verbotsforderungen der Cancel Culture hält sie allerdings wenig. Von mehr...
Leerer Stuhl auf der Documenta fifteen
Inland Weitere Rücktritte aus Protest gegen den Antisemitismus auf der Documenta fifteen

Das bisschen Antisemitismus

Wegen des Antisemitismusskandals auf der Documenta gibt es eine Reihe von Demissionen aus Protest. Die Leiterin der Kunstschau ist dagegen immer noch im Amt. Das zeigt, wie gleichgültig den Verantwortlichen die Kritik vor allem von jüdischer Seite ist. Kommentar Von mehr...
Taring Padi Documenta
dschungel Die Debatte über Antisemitismus auf der Documenta

Das bisschen Hitler

Die Documenta hat begonnen, die Antisemitismusdebatte über die Kunstausstellung läuft allerdings schon seit knapp einem halben Jahr. In der Diskussion hat sich gezeigt, wie nutzlos der BDS-Beschluss des Deutschen Bundestags ist und dass Israelkritiker und ihre Freunde sogar so weit gehen, Hitlersympathisanten in Schutz zu nehmen. Eine Chronik. Von mehr...
Verhülltes Banner von Taring Padi
Thema Ein Gespräch mit dem Künstler Daniel Laufer über BDS im Kunstbetrieb

»Das ist keine Kunst, sondern Propaganda«

Die antisemitische Bildsprache auf der Documenta Fifteen ist keine Überraschung. Israelfeindschaft gilt im internationalen Kunstbetrieb als en vogue, wer da nicht mitzieht, gerät unter Druck. Interview Von mehr...
Das Kuratorenteam der Documenta fifteen bei einer Pressekonferenz am 15. Juni
Thema Noch immer stehen Juden stellvertretend für alles Übel in der Welt

Welt ohne Juden

Die Dämonisierung Israels und die Relativierung des Antisemitismus sind Teil eines hippen Distinktionsgebarens und der vermeintlichen »wokeness« der Kunst- und Kulturszene. Kritische Stimmen sind selten zu hören. Verena Dengler, Leon Kahane und Michaela Meise wenden sich gegen den Einfluss der BDS-Kampagne. Von mehr...
Banner von Taring Padi mit Figuren
Thema Antisemitisches Denken ist in allen Gesellschaften verbreitet

Mehr als Meinungen

Die Dämonisierung Israels und die Relativierung des Antisemitismus sind Teil eines hippen Distinktionsgebarens und der vermeintlichen »wokeness« der Kunst- und Kulturszene. Kritische Stimmen sind selten zu hören. Verena Dengler, Leon Kahane und Michaela Meise wenden sich gegen den Einfluss der BDS-Kampagne. Von mehr...