Beiträge zu Krieg

Motive einer Rekrutierungs­kampagne des britischen Militärs, 2019
2026/02 dschungel »Generation Snowflakes« bei der Armee – Alexander Edmonds, Medizin­ethnologe, im Gespräch über Strategien bei der Rekrutierung

Jungle+ Artikel »Das Militär muss vulnerable Soldaten rekrutieren, weil es sie braucht«

Ältere halten die Generation Z oft für zu weich für den Kriegsdienst. Auch viele der Jungen selbst lehnen ihn ab. Das britische Militär reagierte darauf 2019 mit einer Kampagne: »Snowflakes – your army needs you and your compassion«. Psychische Verletzlichkeit ist ein bedeutendes Thema für die britischen Streitkräfte geworden, sagt dazu der Medizin­ethnologe Alexander Edmonds. Ein Gespräch über Fürsorge, Überwachung und die Rolle von Armut bei der Rekrutierung.
Arbeitssitzung des Europäischen Rates mit einem Runden Tisch mit bunten Teppichfliesne und bunter Decke
2025/51 Disko Diskussionsreihe »Krieg und Frieden« – Über die Notwendigkeit, die Ukraine zu verteidigen

Verteidigung des kleineren Übels

In einer kapitalistisch eingerichteten Welt kann die Verteidigung zivilisatorischer Mindeststandards schlicht notwendig sein; das schließt die militärische Verteidigung gegen aggressive Autokratien ein. Dafür muss Deutschland nicht Militärmacht werden, aber die demokratischen Staaten müssen den ukrainischen Abwehrkampf unterstützen.
Antifa-Logo mit schwarz-rot-goldenen Fahnen
2025/47 Disko Angesichts der russischen Bedrohung geben einige Linke die Gesellschaftskritik auf

Deutschland ist nun Antifa

Seit dem Überfall Russlands auf die Ukraine machen Linke ihren Frieden mit Staat und Nation, manche bislang antideutsch Gesinnte fordern sogar die Aufrüstung Deutschlands. Ihre Verteidigung der herrschenden Ordnung geht inzwischen so weit, dass sie jede radikale Kritik an ihr aufgeben.
Demonstrant mit Schild "Kapitalismus tötet, Russland auch"
2025/42 Disko Antimilitaristische Linke verdrängen die politischen Ziele des russischen Regimes

Augen zu und äquidistant

Um angesichts der russischen Aggression neutral bleiben zu können, verschließen viele Linke die Augen vor den realen gesellschaftlichen Entwicklungen und Konflikten in Russland und Osteuropa, die dem Krieg zugrunde liegen.
In Chile zerstört die Regierung seit Jahren systematisch Zehntausende Gewehre, die abgegeben oder kriminellen Banden abgenommen wurden
2025/41 Disko ‍Kritik des Krieges – am Ziel des Friedens ist festzuhalten, auch wenn er derzeit unmöglich ist

Der wirkliche Ausnahmezustand

Soll das Ziel einer friedlichen Welt nicht zu einem leeren linken Dogma verkommen oder resigniert aufgegeben werden, müssen die Gründe ihrer derzeitigen Unmöglichkeit in den Blick genommen werden.
Nicht ohne meine Flagge. Feierliches Schwimmen zum Tag der Kriegsmarine in der Region Moskau, 27. Juli
2025/31 Disko Linke, die Frieden mit Russland fordern, wollen sich meist mit den realen Verhältnissen nicht auseinandersetzen

Nostalgie trifft auf Schematismus

Linke Friedensforderungen in Bezug auf die Ukraine sind meist illusionär und gehen einer Auseinandersetzung mit den heutigen Verhältnissen aus dem Weg.
nsicht der Ausstellung »Eyewitness: Hungarian Photography in the 20th Century« in der Royal Academy of Arts in London, 2011
2024/36 dschungel Auszug aus dem Buch »Pazifismus – ein Irrweg?«

Jungle+ Artikel Krieg und Frieden und Weltvernichtung: Was ist eigentlich Pazifismus?

Bemerkenswert spät in der Menschheitsgeschichte kommt die Idee des ­Pazifismus auf. Anstelle von Krieg propagiert Pazifismus Verhandlungen und Diplomatie, bisweilen auch passiven Widerstand. Durch die Friedens­bewegung der siebziger und achtziger Jahre wurden diese Gedanken in der Öffentlichkeit populär und erfreuen sich in Deutschland noch immer großer Beliebtheit. Derzeit sind im Zuge des Kriegs in der Ukraine vielfach Stimmen zu hören, die jegliche militärische Unterstützung des angegriffenen Landes ablehnen. Mehrheitsfähig ist das jedoch bislang nicht. Ein Auszug aus dem Buch »Pazifismus – ein Irrweg?«
Gerda Taro und Robert Capa auf der Terrasse des Café du Dôme, fotografiert von Fred Stein, Paris, 1935/1936
2024/25 dschungel Auszug aus dem bei Hentrich und Hentrich erschienenen Buch über Gerda Taro und Robert Capa in Leipzig

Jungle+ Artikel Freiheit im Fokus

Gerda Taro (1910–1937) und Robert Capa (1913–1954) schufen die moderne Kriegsfotografie und riskierten ihr Leben für Bilder, die die Weltöffentlichkeit sehen sollte. Taro war 1929 mit ihrer jüdischen Familie nach Leipzig gezogen und 1933 nach Paris geflohen, wo sie Robert Capa kennenlernte. Ihre Familie und Leipzig sollte sie nie wiedersehen. Statt Gerda Taro kam Robert Capa zwölf Jahre später in die Messestadt – im April 1945 mit der US-Armee. Auszug aus dem ersten Kapitel des soeben bei Hentrich und Hentrich erschienenen Buchs »Freiheit im Fokus: Gerda Taro und Robert Capa in Leipzig«.
Vor dem Sitz der Knesset in Jerusalem fordern Angehörige der Hamas-Geiseln deren Freilassung, 6. November
2023/46 Ausland Israels Armee hat den Norden des Gaza-Streifens eingenommen

Schüsse von allen Seiten

Israel hat die Kontrolle über den nördlichen Gaza-Streifen errungen. Im Umkreis mehrerer Krankenhäuser, um die herum sich Hamas-Mitglieder verschanzen, finden weiter Kämpfe statt. Derweil laufen Gespräche über die Freilassung der von der Hamas verschleppten israelischen Geiseln.