Fußballerfolge verhelfen Staaten zu Unabhängigkeit, internationaler Anerkennung und manchmal sogar zum Uno-Beitritt. Es ist nicht selten der Sport, der uns die Politik erklärt.
Lottobuden, Schreibwarenläden, Gasthäuser und Kneipen: Nach dem Ende ihrer Fußballkarriere versuchten sich viele ehemalige Spieler als Unternehmer, wenn auch oft in bescheidenem Umfang.
Frauen-Fußballbundesligisten sollen professionelle Infrastrukturen aufbauen, so will es der DFB. Für die Vereine mit erstklassigen Männerteams ist das keine große Herausforderung – für die anderen schon.
In Ungarn werden gigantische Summen in den Fußball investiert, die Resultate sind jedoch äußerst bescheiden. Ministerpräsident Orbán will Fußball als nationalistisches Spektakel nutzen, das zur Machtabsicherung und Bereicherung dienen soll.
1995 erschien die deutsche Übersetzung von Nanni Balestrinis »I furiosi«. Das Buch machte die italienische Ultra-Bewegung erstmals einem größeren Publikum in Deutschland bekannt.
Der 36jährige Franzose Christophe Gleizes sitzt in algerischer Haft. Am 29. Juni war der Sportjournalist im algerischen Tizi Ouzou zu sieben Jahren Gefängnis verurteilt worden, wegen Unterstützung von Terror und Separatismus. Anlass dazu waren Gleizes’ Recherchen im Umfeld des berberischen Sportclubs Jeunesse sportive de Kabylie (JSK).
Bei Fußballspielen kommt es immer wieder zu Gewalt, das ist so bedauerlich wie altbekannt. Der Besuch in deutschen Stadien ist aber sicher nicht so gefährlich, wie es die Innenministerkonferenz darstellt. Die von Ministern und manchen Medien geschürte Angst soll immer repressivere Maßnahmen legitimieren, die später auch in anderen Bereichen eingesetzt werden können.
Am 15. November soll bei der Mitgliederversammlung des FC St. Pauli über die im Verein gültige Antisemitismusdefinition abgestimmt werden. Ein Antrag fordert, sich statt an der IHRA-Definition an der BDS-freundlichen Jerusalemer Erklärung zum Antisemitismus zu orientieren.
In Chicago gibt es einen Fanclub des Hamburger Fußballvereins FC St. Pauli. Mit dessen Mitgliedern Brad Thomson, Chuck Carlson, Lee Wickham und Gary Norris sprach die »Jungle World« über den Einfluss von Frauenfußball, die dritte Halbzeit und ihre politischen Aktionen.