Unsere Aboprämien

Ventil Verlag 2017. 700 Seiten, Broschur.

Glam

Glitter Rock und Art Pop von den Siebzigern bis ins 21.Jahrhundert. Das neue Standardwerk zur Geschichte von Glam.

Nach seinem bahnbrechenden Buch »Retromania« legt der wohl bedeutendste Poptheoretiker der Gegenwart mit »Glam« nun das Standardwerk zu diesem faszinierenden Musikstil vor. Eine Kulturgeschichte der eigenwilligen Mode und schrägen Stars, die bis heute maßgeblichen Einfluss auf die Popkultur haben.

Bertz & Fischer, 108 Seiten, Paperback.

Mythos Mitte

Oder: Die Entsorgung der Klassenfrage. Nicht nur die Parteien drängt es fast geschlossen in die »Mitte«. Der sozial und politisch gemeinte Begriff boomt auch in der öffentlichen Diskussion über den Zustand der deutschen Gesellschaft. Selbst der nahezu verschwundene »Mittelstand« wird nach wie vor beschworen. Er sei, schreibt der Satiriker Richard Schuberth, »die Gesellschaftsschicht, der, seit es sie nicht mehr gibt, alle anzugehören glauben.« Trotz der wachsenden sozialen Spaltung ist fast nirgends mehr von einer Klassengesellschaft die Rede.

Ventil Verlag 2018. 240 Seiten, Broschur.

Für immer Pop

»Für immer in Pop, der Hamster im Rad« hat Martin Büsser mit seiner Band Pechsaftha selbstironisch über die Arbeit als Musikjournalist gesungen. Trotz dieses Lebens im Hamsterrad als freier Journalist, Autor und Verleger haben seine Texte immer einen Mehrwert, spürt man in ihnen die Bedeutung, die Musik in Martins Leben hatte. »Music Is My Boyfriend« hieß entsprechend ein erster Sammelband mit Musiktexten des 2010 verstorbenen Ventil-Mitgründers und Poptheoretikers.

Edition Assemblage 2017, 208 Seiten, Broschur.

Staliln hat uns das Herz gebrochen

Antisemitismus in der DDR und die Verfolgung jüdischer Kommunist*innen.

Das Buch soll linksradikale Kritik am Antisemitismus in der DDR im Speziellen und am Realsozialismus im Allgemeinen üben und dazu anregen, sich linke Geschichte wieder anzueignen und die historischen Subjekte dabei ernst zu nehmen.

Partisan Filmverleih 2017, Laufzeit 79 Minuten.

6 Jahre, 7 Monate und 16 Tage - Die Morde des NSU

In 6 Jahre, 7 Monate und 16 Tage, dem Zeitraum in dem der „Nationalsozialistische Untergrund“ zehn Morde gegenüber Migranten und einer deutschen Polizistin verübt haben, nähert sich der Regisseur essayistisch in lyrischem Schwarz-weiß dieser unvergleichlichen rechtsextremistischen Mordserie ausschließlich mit Bildern der zehn Tatorte in einer visuellen kardiographischen Vermessung. Die Orte als stumme Zeugen der Anklage, der Reflexion und Erinnerung.

Carlsen Comic 2018. 64 Seiten, Hardcover.

Der Fremde

Nicht jeder denkt bei der österreichischen Literaturnobelpreisträgerin Elfriede Jelinek an Vampire. In dieser frühen Geschichte ist ihr mysteriöser Fremder, der in einem österreischen Provinzkaff auftaucht, tatsächlich einer. Da ist ihr Landsmann Nicolas Mahler ganz in seinem Element. Genussvoll zeichnet er den grantelnden Caféhauszombie und zitiert dabei mit leichtem Strich klassische Horrorfilme. Entstanden ist ein schön schauriges und herzzerreißend komisches Kleinod.

Bertz & Fischer, 308 Seiten, Paperback.

Keine Ruhe nach dem Sturm

Lebendig und mitreißend erzählt Ulrike Heider 50 Jahre ihrer persönlichen Geschichte als spannungsreiche Zeitgeschichte. Wir erleben hautnah, wie befreiend der politische und kulturelle Aufbruch der späten 1960er und frühen 1970er Jahre für sie als junge Frau war. Heider beschreibt Höhepunkte, Kriminalisierung und Zerfallserscheinungen der antiautoritären Protestbewegung, zeichnet Milieubilder von Anarchisten, Spontis und K-Grupplern.

Voland & Quist 2018. 160 Seiten. Klappenbroschur.

Julius Fischer hasst Menschen. Das fängt bei Kindern an. Pubertät geht auch gar nicht. Noch ätzender sind eigentlich nur Studenten. Und natürlich Berufstätige. Die sind am schlimmsten. Aber nichts im Vergleich zu Rentnern. In seinem neuen Buch erzählt er davon, wie er versucht, all diesen Leuten aus dem Weg zu gehen. Und wie er daran scheitert.


»Wie Bernhards ›Holzfällen‹ – nur in niedlich.« Marc-Uwe Kling

»Wie Gärtners ›Benehmt euch!‹ - nur viel lustiger.« Jungle World

Campus Verlag 2018, 350 Seiten, Hardover.

Donna Haraway Unruhig bleiben

Was kommt nach dem Menschen?In Donna Haraways Büchern wimmelt es von Cyborgs, Primaten, Hunden und Tauben. Die Grenze zwischen Mensch und Maschine sowie zwischen Mensch und Tier verschwimmt. In ihrem neuen großen Buch ruft die feministische Theoretikerin das Zeitalter des Chthuluzän aus, das eben nicht - wie im Anthropozän - den Menschen ins Zentrum des Denkens und der Geschichte stellt, sondern das Leben anderer Arten und Kreaturen, seien es Oktopusse, Korallen oder Spinnen.

Verbrecher Verlag 2014, 350 Seiten, Hardcover.

Juja

Beruhend auf einer wahren Geschichte stellt die erfolgreiche Theaterautorin Nino Haratischwili in ihrem ersten Roman die Frage nach Authentizität. Das Buch „Die Eiszeit“ von Jeanne Saré wird in den Siebziger Jahren ein großer Verkaufserfolg, vor allem in feministischen Kreisen. Das hasserfüllte Buch der jugendlichen Selbstmörderin Saré animiert mehrere Leserinnen zum Suizid. Nun, in der Jetztzeit, machen sich in Paris einige Menschen auf die Suche nach Saré. Was hat der Verleger des Buches, ein grantiger älterer Herr mit Saré zu tun? Warum gibt es keine Zeugnisse?

Verbrecher Verlag 2014, 96 Seiten, Hardcover.

Ich fahre nach Madrid

Eine Dienstreise, eine Flucht aufs Land oder doch ein Stadttrip nach Madrid? Sandro Litscheli verschwindet und sagt allen, er fahre weit weg. In Wirklichkeit begibt er sich in die Obhut eines alten Freundes, eines Arztes. Bei ihm kann er dem Alltag entfliehen, bis dieser ihn nicht mehr vor der Realität bewahren kann.

Mitteldeutscher Verlag 2017, 160 Seiten, Bildband.

Auf dem Balkon Europas

Eine faszinierende Fotoreise durch Georgien. Zwischen Schwarzem Meer und Kaukasus gelegen, bietet Georgien – der »Balkon Europas« – einen überraschenden Reichtum an Geschichte, Kultur, Natur und kulinarischen Genüssen. Heute drängt die ehemals reichste Sowjetrepublik in Richtung Europa. Während vormals bedeutende Industriestandorte verfallen, wird andernorts an der Zukunft gebaut. Historische Zentren werden aufgepäppelt und futuristische Neubauten aus dem Boden gestampft: ein Kontrast zur augenfälligen Armut auf dem Land.