Gastbeitrag von Hossam Sadek

Die Hisbollah und ihre Verbündeten haben die Mehrheit im neu gewählten Parlament verloren, was einen schweren Schlag für die Partei bedeutet und die Zukunft des Landes ungewiss macht.

 

Die Hisbollah, die wichtigste politische und militärische Kraft im Libanon, und ihre Verbündeten, darunter die christliche Partei Freie Patriotische Bewegung von Präsident Michel Aoun, erhielten 71 von 128 Sitzen im scheidenden Parlament.

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan wird am Donnerstag Saudi-Arabien besuchen. Dies ist nach dem jahrelangen Streit über die Ermordung des saudischen Journalisten Jamal Khashoggi der letzte Annäherungsschritt zwischen den beiden Ländern.

 

Nach ähnlichen Entwicklungen in der Türkei gab es in den vergangenen zwei Monaten immer wieder Anzeichen für einen Rückgang der katarischen Unterstützung für die Muslimbruderschaft.

Im vergangenen Monat wurde in arabischen Medien berichtet, die katarische Regierung habe die Mitglieder der zweiten Reihe der Muslimbruderscha

Über den neu ernannten Führer Abu al-Hassan al-Hashimi al-Qurashi ist nur wenig bekannt, er gilt aber als noch grausamer und gefährlicher als sein Vorgänger.

 

Vierzig Tage nach der Tötung des »Kalifen« Abu Ibrahim al-Hashimi al-Qurashi hat die Terrororganisation Islamischer Staat (IS) die Identität ihres neuen Anführers, Abu al-Hassan al-Hashimi al-Qurashi, bekannt gegeben.

Irakische Parteien, die die letzten Wahlen gewonnen haben, wehren sich erfolgreich gegen den iranischen Einfluss auf die Zusammensetzung einer neuen Regierung.

 

In jüngster Zeit ist eine politische und diplomatische Krise zwischen dem Libanon einerseits und den arabischen Golfstaaten andererseits eskaliert, nachdem sich der libanesische Medienminister George Kordahi zum Krieg im Jemen geäußert hatte. Doch die Angelegenheit geht weit darüber hinaus.

 

Am 10. Oktober dieses Jahres wählten die Iraker zum fünften Mal seit dem Sturz des Regimes von Saddam Hussein im Jahr 2003 ein neues Parlament. Die Ergebnisse unterscheiden sich deutlich von früheren Wahlgängen, spiegeln große Veränderungen in der öffentlichen Meinung wider und machen die politische Szenerie noch komplizierter.

 

Nicht zuletzt dank des „Taliban-Effekts“ ist der Islamische Staat im Irak wieder äußerst aktiv. Überall sehen sich Jihadisten seit dem Fall Kabuls an die Taliban im Aufwind.

 

Am 3. September zogen sich die irakischen Streitkräfte nach einem Angriff des Islamischen Staates plötzlich aus dem Gebiet Sarkaran im nördlichen Gouvernement Kirkuk zurück, und ließen dabei Erinnerungen aufkommen an die IS-Invasion großer Gebiete im Irak und in Syrien im Jahr 2014.

Wie geht es nach dem Staatstreich weiter in Tunesien? Geht es nur um Entmachtung der islamischen Ennadha Partei oder plant der Präsident eine diktatorische Machtübernahme?

 

In einem überraschenden Schritt nahm der tunesische Präsident Kais Saied am Sonntag alle drei Gewalten des tunesischen Staates an sich. Er beendete damit die zehnjährige Kontrolle wesentlicher staatlicher Institutionen durch die der Muslimbruderschaft nahestehende Ennahda-Bewegung, die zu einer katastrophalen Wirtschaftslage und zu politischer Lähmung geführt hatte.

Die Verhaftung des amtierenden Führers der Bruderschaft, Mahmoud Ezzat, am 28. August war nicht bloß ein kleiner Zwischenfall für die Muslimbrüder, sondern ein schwerer Schlag für die Gruppe in Ägypten, weswegen sich die Gruppe zum ersten Mal gezwungen sah, ihre Führung nach Europa zu verlegen. Dies stellt eine erhebliche Bedrohung für den Kontinent dar.