Von Tunis nach Teheran

Der türkische Präsident musste seine erste Wahlschlappe seit langem einstecken. Er wird die Opposition aber weiter gängeln, denn Niederlagen sind für ihn nicht hinnehmbar.

Nicht nur in Algerien, auch im westlichen Nachbarland brodelt es. Über die Lage in Marroko berichtet für Susanne Kaiser für die NZZ:

An den Todestag des Gründers der Grauen Wölfe und der ultranationalistischen türkischen MHP-Partei, Alparslan Türkeş, erinnert ausgerechnet der wohl erfolgreiche Bürgermeisterkandidat der Opposition in Istanbul, Ekrem İmamoğlu, dem es gelungen zu sein scheint, die AKP in der türkischen Metropole zu besiegen. Türkes sei, ließ er auf Twitter verlautbaren, „ein wichtiger Politiker im politischen Leben der Türkei gewesen“.

Aus Khartoum berichtet MEE:

Thousands of protestors reached the Sudanese army headquarters on Saturday for the first time since protests began against President Omar al-Bashir. 

Footage posted online showed demonstrators chanting "One Army, One People" as protestors gathered outside the army HQ in Khartoum. 

Seit Jahren gibt es genügend Belege, dass das Assad Regime, wenn und wo es ihm passt, mit dem IS zusammen arbeitet. Die Gründe sind vielfältig: Der syrische Diktator braucht die Islamisten, um sich als kleineres Übel zu präsentieren. In vielen Fällen waren und sind es gute Geschäftspartner und zudem hat man einen gemeinsamen Feind: Die nichtislamistische syrische Opposition.

Es ist ein Satz, der es so gut trifft, dass man sich vor allem darüber ärgert, David Hirsh hier nur zitieren zu können, statt selbst der Verfasser zu sein. Denn genau so ist es:

'Both left and right “have the same image of Israel,” said David Hirsh, a sociologist at Goldsmiths College, University of London, and a critic of Mr. Corbyn who campaigns against the academic boycott of Israel.

 

Aus einem Interview mit der Autorin Ece Temelkuran über die Kommunalwahlen in der Türkei:

Was sagen Sie zur Schwächung der AKP bei dieser Wahl?

Über die wichtige Rolle von Frauen in der sudanesischen Protesbewegung, in der heute voller Freude die Erfolge in Algerien gefeiert wurden. Der Rücktritt des dortigen Präsidenten gilt auch ihnen als hoffnungsvolles Zeichen:

US Special Representative for Iran, Brian Hook, has accused Iran of being behind the killing of hundreds of US troops in Iraq after 2003.

“In Iraq, I can announce today, based on declassified US military reports, that Iran is responsible for the deaths of at least 608 American service members,” Sputnik quoted Hook.

Der algerische Schriftsteller Kamel Daoud ist eine ganz besondere Stimme aus der arabischen Welt. Erst kürzlich veröffentlichte er einen Essay, in dem er die arabische Welt scharf daür kritisierte, immer nur den Westen für die eigene Misere verantwortlich zu machen.

Nun ist es offiziell: Die AKP hat in den Kommunalwahlen die Macht in den großen Städten abgeben müssen:

The candidate of the main opposition Republican People's Party (CHP) in Turkey's largest city Istanbul is ahead in the vote count against the candidate of President Tayyip Erdogan's AKP, the head of the country's High Election Board said on April 1.

In der FR wird der türkische Politikwissenschaftler Cengiz Aktar, der selbst inzwischen in Athen lehrt, über die Kommunalwahlen in der Türkei, ihre Bedeutung für Erdogan und die AKP befragt:

Seit Tagen regnet es in Syrien, dem Irak und vor allem Iran.

Krieg kostet Geld. Viel Geld. Und lange Kriege belasten die Kassen noch mehr. Momentan leistet sich der Iran zwei davon: In Syrien und im Jemen. Aber auch im Irak und Libanon unterhält die Islamische Republik allerlei Milizen, die ihren Befehlen unterstehen und auch die wollen bezahlt werden. Wie viele Milliarden an Dollars Teheran jedes Jahr bezahlen muss, ist nicht genau bekannt. Es ist jedenfalls sehr viel Geld für ein Land, das sich in einer ökonomischen Krise befindet und mit unzähligen eigenen Problemen zu kämpfen hat. Und jetzt fangen auch noch die neuen US-Sanktionen an zu wirken.

 
Vor den türkische Kommunalwahlen steigt die Anspannung der Anleger. Die Währung des Landes setzte ihre Talfahrt am Freitag fort.