Von Tunis nach Teheran

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Bildquelle: Rawa.org

 

Wie es um den Libanon bestellt ist, zeigt diese Meldung:

Lebanon’s state electricity company has warned that the country may face a “total blackout” by the end of September due to its dwindling fuel reserves. This is despite a deal with Iraq in July that allowed for 1 million tonnes of heavy fuel—unusable in Lebanon but suitable for trade and exchange.

In der nordwestsyrischen Provinz Idlib, die sich weiterhin außerhalb der Kontrolle des Assad-Regimes befindet, nimmt die Pandemie inzwischen katastrophale Ausmaße an:

Nicht zuletzt dank des „Taliban-Effekts“ ist der Islamische Staat im Irak wieder äußerst aktiv. Überall sehen sich Jihadisten seit dem Fall Kabuls an die Taliban im Aufwind.

 

Am 3. September zogen sich die irakischen Streitkräfte nach einem Angriff des Islamischen Staates plötzlich aus dem Gebiet Sarkaran im nördlichen Gouvernement Kirkuk zurück, und ließen dabei Erinnerungen aufkommen an die IS-Invasion großer Gebiete im Irak und in Syrien im Jahr 2014.

Die anstehenden Wahlen werden im Irak eher mit Apathie betrachtet, berichtet Rudaw aus Bagdad:

Der Fall Nemi El-Hassan schlägt publizistische Wellen. Das Moratorium des WDR gegen die geplante Anstellung von El-Hassan als Moderatorin wegen ihrer Teilnahme am antisemitischen Qudsmarsch in 2014 wird breit kommentiert.

Angesichts der humanitären und politischen Katastrophe in Afghanistan werben gegenwärtig viele internationale Hilfsorganisationen mit Nachdruck um Spenden. Doch wie können Mitarbeiterinnen unter den aktuellen Bedingungen eigentlich dort tätig werden? Wie ist die Gefährdungslage der afghanischen Ortskräfte? 

 

Amnesty International erhebt schwere Vorwürfe gegen das ägyptische Regime und seine Sicherheitsdienste:

Amnesty International on Thursday accused Egypt’s National Security Agency of attempting to harass and intimidate human rights defenders into silence.

Der Libanon befindet sich einer tiefen Krise, die so übel ist, dass man eigentlich schon von Kollaps sprechen kann. Nun wurde nach über einem Jahr eine neue Regierung vereidigt, die allerdings aus genau jenem Establishment besteht, dass den Libanon in den Ruin betrieben hat. Änderungen sind also kaum oder keine zu erwarten.

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Bildquelle: Twitter

 

Auch in so trüben Zeiten gibt es manchmal positive Meldungen, eine davon ist ganz sicher diese:

Westliche Staaten behandeln die Taliban wie ungezogene Kinder, nicht wie verantwortungsvolle Akteure. Die Machtübergabe in Kabul erscheint inzwischen eher wie eine Naturkatastrophe, nicht eine lange geplante Militäraktion. 

 

Der Vorwurf ist keineswegs neu, sondern wird seit Jahren gegen PKK und ihre syrische Schwesterorganisation PYD erhoben: Sie rekrutierten zwangsweise Kindersoldaten. 2015 wurde sie dehalb ausdrücklich auch von der entsprechenden UN-Behörde kritisiert.

Einiges hat sich in den letzten Jahren geändert am Golf. Vor zwanzig Jahren saßen die größten Unterstützer der Taliban noch in den Arabischen Emiraten und Saudi Arabien, heute ist es das mit ihnen über Kreuz liegende Katar, das sich in Afghanistan profiliert.

In den anderen Golfstaaten verfolgt man die Entwicklung dagegen mit wachsender Panik, schließlich setzt man seit langem nicht mehr auf die islamische oder gar jihadistische Karte sondern unterstützt vor allem In Nordafrika so ungefähr jeden Akteur, der die Muslimbrüder unterdrückt oder schwächt.