Von Tunis nach Teheran

Ein Interview mit Salam Omer, dem Chefredakteur des irakischen Online-Newsportals Kirkuk Now, das sich der Berichterstattung über die sogenannten „umstrittenen Gebiete“ verschrieben hat. Diese „disputed territories“ umfassen einen Gebietsstreifen von der nordirakischen Stadt Mosul bis zur Erdölstadt Kirkuk. In der Zone leben Minderheiten, hier war ISIS aktiv, und die politische Zugehörigkeit ist ebenso umstritten, wie oft die jeweiligen Mehrheitsverhältnisse vor Ort.

In Aleppo, das seit langem ganz von syrischen Truppen und ihren Verbündeten kontrolliert wird, soll es einen Angriff mit Gas gegeben haben. Das berichteten syrische und russische Medien und erklärten Rebllen für die Schuldigen. Als Vergeltung flogen daraufhin russische Kampjets Angriffe auf Idlib.

Schon seit Monaten kursieren in russischen Medien Artikel, dass ein Einsatz von Gas seitens der Rebellen geplant sei.

Hunderttausende jesidischer Flüchtlinge, die 2014 dem Überfall des Islamischen Staates (IS) auf ihre Heimat, den Sinjar, entkommen konnten, warten in notdürftig versorgten Lagern auf den fünften Winter, den sie in Irakisch-Kurdistan verbringen müssen. An eine Rückkehr ist für sie nicht zu denken, die Grenzen nach Europa sind zu und längst ist ihr Schicksal in Vergessenheit geraten. Auch wenn der Sinjar vom IS befreit wurde, bleibt die Region zerstört und unbewohnbar.

Vergangene Woche trafen sich in Jersualem Araber, Kurden und Israelis, um über die Möglichkeiten eine föderalen Nahen Osten zu sprechen. Diese Idee ist alt und schien doch immer nur eine Art von Utopie angesichts der bitteren und blutigen Realitäten vor Ort. Und doch scheint sie einigen weiterhin sehr aktuell. Seth J.

Heute morgen wurde der syrische Aktivist Read Fares von maskierten Männern erschossen. Er gehörte zu den bekanntesten Persönlichkeiten aus der syrischen Opposition, war MItbegründer des Medienkomitees in Kafranbel und kämpfte geichermaßen gegen das Assad Regime und Islamisten.

Ein Nachruf:

Die Junge Freiheit freut sich:

Der frühere Unionsfraktionschef und Bewerber für das Amt des CDU-Parteivorsitzenden, Friedrich Merz, hat eine Abschaffung des Grundrechts auf Asyl ins Gespräch gebracht. „Deutschland ist das einzige Land der Welt, das ein Individualrecht auf Asyl in seiner Verfassung stehen hat“, sagte Merz bei einer Vorstellungsrunde der Kandidaten für den Parteivorsitz im thüringischen Seebach.

Als im Sommer diesen Jahres die USA erklärten, sie würden die UNRWA nicht weiter finanzieren, verbanden nicht wenige Kritiker dieser UN-Agentur mit der Entscheidung die Hoffnung auf eine grundlegende Reform. Nicht nur gilt UNRWA als korrupt und anti-israelisch, vor allem zementiert diese Organisation den Flüchtlingsstatus von Millionen von Palästinensern:

A leading international aid group said Wednesday that an estimated 85,000 Yemeni children under the age of 5 may have died of hunger and disease since the outbreak of the country’s civil war in 2015.

Save the Children based its figures on mortality rates for untreated cases of severe acute malnutrition, or SAM, in young children. The United Nations says more than 1.3 million children have suffered from SAM since a Saudi-led coalition went to war with Yemen’s Houthi rebels in March 2015.

Anders als viele Kriegsflüchtlinge habe ich mir Deutschland nicht nur ausgesucht, um hier in Sicherheit leben zu können. Deutschland macht mich glücklich und bedeutet für mich Freiheit. Denn solange ich niemandem damit schade, kann ich hier glauben, denken und sagen, was ich will, ohne dafür mit Repressionen rechnen zu müssen. Oder doch nicht?

Konservative Muslime empfanden meine Schilderungen als islamfeindlich.

Über 450 Raketen schoss die Hamas vergangene Woche auf den Süden Israels ab. Was denken die Menschen im Grenzgebiet zu Gaza über die Hamas und die israelische Politik? 

Kein EU-Mitglied will die anvisierte europäische Tauschbörse zur Umgehung der neuen US-Sanktionen gegen das iranische Regime installieren und Exiliraner in Europa fühlen sich zur Kritik ermutigt - nicht an Amerika, sondern an der EU-Kollaboration mit der Islamischen Republik.

In der taz setzt sich Kristin Helberg in einem lesenswerten Essay über die Berichtersttatung des Syrienkonflites auseinander:

Seit längerem schon rechtfertigen Kleriker und auch Politiker in Südostasien Genitalverstümmelung (FGM) mit ihrer Religion. Nun also kommt auch noch die Kultur dazu:

Putrajaya has affirmed its stand that female circumcision is part of the Malaysian culture.

The White House is looking for ways to remove an enemy of Turkish President Recep Erdogan from the U.S. in order to placate Turkey over the murder of journalist Jamal Khashoggi, according to two senior U.S. officials and two other people briefed on the requests.

Trump administration officials last month asked federal law enforcement agencies to examine legal ways of removing exiled Turkish cleric Fethullah Gulen in an attempt to persuade Erdogan to ease pressure on the Saudi government, the four sources said.