Von Tunis nach Teheran

Nach Entlassungen und Arbeitszeitverkürzungen infolge der Mittelkürzungen durch die USA blockieren seit Tagen palästinensische UNRWA-Angestellte die Büros des Hilfswerks in Gaza. Nun kamen auch noch massive Drohungen gegenüber dem Führungspersonal der Einrichtung hinzu, neun Mitarbeiter wurden deshalb aus dem Gazastreifen nach Israel evakuiert. Die Finanzlücke versuchen nicht zuletzt europäische Länder zu schließen. Doch das ist der falsche Weg.

Über die Anfänge der Massenproteste in syrien und ihre, meist inzwischen getöteten oder 'verschwundenen' Protagonisten schreibt Nicola Cutcher im New Statesman:

Erinnerungen anlässlich der Wahl des neuen irakischen Präsidenten an eine Rede, die Berham Saleh vor der Sozialistischen Internationale und einige darauf folgende Ereignisse aus dem Jahr 2003.

Notizen zur Kumpanei mit der khomeinistischen Despotie und der Türkei der Grünen Wölfe

Es ist weniger Antwort die überrascht oder gar empört, als die Naivität der Frage, über die man staunen sollte:

During an interview with The Sunday Times, Mr Assad was asked if he sleeps at night with all the children being killed in Aleppo and other parts of Syria.

He reportedly laughed and replied: “I know the meaning of that question. I sleep regular, I sleep and work and eat normal and do sports.”

Wie fast überall in der Region, nur die Türkei und Tunesien stellen Ausnahmen dar, sind Abtreibungen auch im Libanon verboten. Was das für Betroffene bedeutet beschreibt Virginie Le Borgne für Middle East Eye:

Feeling like she was too young to raise a child by herself because she was unmarried, Farah decided to get an abortion when she was three weeks pregnant. 

It is now increasingly recognized that Iran has exported its revolutionary objectives to Yemen’s Houthi authorities and infected them with the desire to threaten and effectively eradicate its Baha’i community — a religious minority group found in both countries.

The Baha’i Faith, which originated in Iran, has more than six million members around the world, including 2,000 in Yemen and far more in Iran, where they have been persecuted for decades. 

Annette Walter stellt ihn auf Qantara vor:

Sie tragen Hemd, Weste, Anzughose, Krawatte und Armbanduhr, ihre Haare sind perfekt frisiert, die Bärte akkurat gestutzt. In Sachen Stil machen die Mitglieder des "Mr. Erbil Gentleman's Club" Eindruck, wenn man sie bei ihrem Besuch im Goethe-Institut Berlin trifft.

Der Krieg derjenigen im Irak, die den Tod mehr lieben als das Leben, gegen Frauen, Schönheit und Lebensfreude geht weiter und fordert neue Todesopfer:

Iraqi social media star and model Tara Fares has been shot dead in Baghdad, security officials confirmed to CNN.

The death of Fares and other recent killings prompted Prime Minister Haider al-Abadi to order an investigation on Friday.

In Indien stärkt Premierminister Narendra Modi muslimische Befürworter von Genitalverstümmelung (FGM). Ein schwerer Rückschlag für die Kampagnen zur Beendigung dieser Praxis in der islamischen Welt.

Aus einem Beitrag, den Fathiyeh Naghibzadeh im Tagesspiegel veröffentlicht hat:

Europäische Versuche, die US-Sanktionen zu umgehen, erscheinen im Übrigen wenig aussichtsreich. Selbst wenn ein Ersatz für die sich dem Irangeschäft verweigernden Banken gefunden würde, ist kaum zu erwarten, dass europäische Großunternehmen ihr US-Geschäft für das unbedeutendere Iran-Business aufs Spiel setzen werden.

So wie jede ritualisierte Namensfindung, die nicht im Handgemenge entstanden, sondern einer  behilflichen Werbeagentur entsprungen sein muss, die gekonnt Sozialfiguren eifrig in Szene setzt, ist die Selbstbezeichnung Ex-Muslim befremdlich und erstaunlich zugleich.

Im Nahen Osten leben fast 20 Millionen Menschen als Flüchtlinge oder Binnenvertriebene – alleine in Irakisch-Kurdistan sind es fast zwei Millionen. Eine Aussicht auf Rückkehr besteht für die meisten nicht.

 

Die arabische Großfamilie sitzt unter der Plane, die sie zwischen den UNHCR-Zelten aufgespannt hat. Das Ashti-Camp liegt in einer nach dem Sommer braungelb ausgedörrten Ebene nahe der nordirakischen Metropole Sulaymania. Der Horizont wird begrenzt von baumlosen Bergen, über der trostlosen Landschaft liegt noch jetzt im Spätsommer eine Hitzeglocke.