Von Tunis nach Teheran

Die Hamas tobt, nachdem sich Sudans Investitionsminister Mubarak al Fadil al Mahdi für eine Normalisierung der Beziehungen zu Israel ausgesprochen hat. In einem Interview mit dem sudanesischen Sender Sudania 24 TV sagte Fadil am 20.

„ Und wieso bist du hier?

Ich wurde festgenommen.

Und wieso?

Keine Ahnung. Hat mir noch keiner gesagt.

Gibt’s doch nicht, kardeşim. Wirst festgenommen und weißt nicht, warum. So gebildet wie du aussiehst … Was bist du denn von Beruf?

Schriftsteller.

Wenn du so einer bist wie Pamuk, mit Auszeichnung, dann hast du es nicht leicht!

Tunesien scheint in Sachen Frauenrechte noch einmal nachlegen zu wollen: Erst Ende Juli verabschiedete das Parlament ein Gesetz, das Vergewaltigung in der Ehe unter Strafe stellt, doch diesmal bewegt sich der tunesische Präsident Béji Caïd Essebsi auf besonders gewagtem Terrain. Mitte August verkündete er eine Reform des islamischen Erbrechts und löste damit eine erhitzte Grundsatzdebatte in der Region aus.

In der Zeit ein Artikel, der an den Krieg im Jemen erinnert:

Four years ago, thousands of people in the besieged rebel district of Damascus were rushed to hospital – after an air raid in the early hours – with symptoms such as convulsions, suffocation, coughing up blood and foaming at the mouth.

Anthony Deutsch beschreibt in einem sehr lesenswerten Essay, wie seit Jahren - vermutlich gestern erneut - das syrische Regime Giftgas gegen die eigene Bevölkerung einsetzt und der Westen zuschaut. Außerdem scheint seit langem bekannt zu sein, dass Syrien sich offen weigerte, auch nach Unterzeichnung des Giftgasdeals im Jahre 2013 sein Arsenal abzuliefern:

The United States has no plans to stay in Syrian Kurdistan (northern Syria) after the defeat of Islamic State (IS) militants, a spokesperson said in response to remarks from a spokesman from the Kurdish-led Syrian Democratic Forces (SDF).

Weil die diplomatische Vertretung des Staates Israel einen kleinen Reisekostenzuschuss zahlt, haben vier arabische Bands ihre Teilnahme an einem großen Musikfestival in Berlin abgesagt. Zu diesem Boykott aufgerufen hatte die antisemitische BDS-Bewegung. Während der Kultursenator deutliche Worte findet, herrscht bei den anderen eingeladenen Bands bislang Schweigen.

Arnold Schwarzenegger zeigt, wie es geht:

Aus einer Solidaritätserklärung für Israel, die er zusammen mit Silvester Stallone und anderen 2014 auf den Weg brachte:

“While we stand firm in our commitment to peace and justice, we must also stand firm against ideologies of hatred and genocide, which are reflected in Hamas' charter.” But in recent weeks several celebrities have spoken out against Israel’s attacks on Gaza.

Ich habe ein Integrationsproblem. Dabei ist es gar nicht so, dass es mir schwer fällt, mich in die deutsche Gesellschaft einzuleben, im Gegenteil. Aber genau deswegen falle ich seltsamerweise immer wieder auf. Vielleicht bin ich einfach zu integriert?

Lieber Bier als Tee

„Der sanfte Perser kann auch anders“, ist heute in einem Kommentar in der Kronen Zeitung zu lesen. Gemeint ist damit Irans Präsident Hassan Rohani, der ein „betont ruhiger Mensch mit einer sehr sanften Stimme“ sei, ein „Mann des Ausgleiches und der internationalen Zusammenarbeit“. Doch jetzt sei „dem sanften Perser der Kragen geplatzt“. Der Anlass seien „neue Sanktionen, die von den USA gegen den Iran verhängt worden sind“, obwohl sich der Iran laut der Atomenergiebehörde „an alle Auflagen des Nuklearabkommens“ halte.

New imagery released by imageSat, which operates Israel’s EROS-B satellite, reportedly show the first ever Scud missile factory being built inside war-torn Syria.

The pictures,taken in Banias district near Latakia on the Syrian-government controlled coastline, resemble a missile plant in Tehran, according to Israeli media reports.

Experts said that the sophisticated construction of the facility could not have been undertaken without Iranian experts operating inside Syria.

Auschwitz on the beach“ – so heißt eine Performance, die ab dem 24. August auf der Documenta in Kassel gezeigt wird. Der brasilianische Künstler Dim Sampaio verwendet dafür ein Gedicht des Philosophen Franco Berardi, einem Vordenker der globalisierungskritischen Linken.

'Women's Voices Now' stellt einen neuen Film vor: 'Hip Hop Kabul'

Ein Feature des Films über Afghanistans erste Rapperin gibt es hier.

 

„Die Zahl der Selbstmorde, Morde, Vergewaltigungen und psychischen Erkrankungen ist in mehreren mehrheitlich muslimischen Ländern von Marokko bis Pakistan, von denen viele von Gewalt und Krieg erschüttert worden sind, sprunghaft angestiegen. Eine breitangelegte Studie, die Datenbestände der letzten 25 Jahre auswertete, zeigt einen dramatischen Anstieg der Selbstmorde und Morde. (…) Die Zahlen liegen 100 Prozent bzw. 152 Prozent über den Vergleichszahlen von 1990. Die Studie wurde vom Institute for Health Metrics and Evaluation (IHME) an der University of Washington durchgeführt.