Von Tunis nach Teheran

Der saudische Kronprinz verkündete jüngst, Saudi Arabien werde in die Zeit vor 1979 zurückkehren, als in dem Land ein "moderater Islam" herrschte. In der Tat radikalisierte sich das Haus Saud seit diesem Jahr, als eine Gruppe Jihadisten die Kabaa in Mekka stürmte und im Iran die islamische Revolution ausbrach. Wenn ein so hohes Mitglied der königlichen Familie so etwas sagt, dann ist es durchaus ernst gemeint.

Der höchste diplomatische Vertreter der Bundesregierung im Iran – Botschafter Michael Klor-Berchtold – trifft sich mit Ebrahim Raisi, dem Schlächter des Evin-Gefängnisses und berüchtigten Massenmörder. Und es kommt noch schlimmer: Der deutsche Diplomat muss sich dabei Vorhaltungen anhören, die EU und besonders die Bundesrepublik solle nicht den USA folgen, wenn es um weitere Sanktionen gegen den Gottesstaat wegen Menschenrechtsverletzungen, Entwicklung von Raketentechnologie und Kriegstreiberei in der Region des Mittleren Ostens geht.

 

Hamas-Chef Yahya Sinwar verkündete: „Niemand im ganzen Universum kann uns entwaffnen“ und sagt, die Vorstellung, dass die Terrorgruppe ihre Waffen abgibt, ist als würde „Satan vom Himmel träumen“.

Die Einschätzung der EU, dass sich Teheran an die Auflagen im Atomabkommen halte, erstaunt aus mehreren Gründen. Erstens haben deutsche Verfassungsschützer wiederholt festgestellt, dass Teheran weiter an seinem Nuklearprogramm arbeite und damit das Abkommen verletze. Sie weisen zum Beispiel nach, dass Iran offenbar versucht hat, illegale Technologie zu erlangen, die für militärische Atomprogramme sowie ballistische Flugkörperprogramme verwendet werden können.

Wo eigentlich bleiben die scharfsinnigen Pipeline-Theorien und Analysen? Ach so, es ist ja Russland und nicht die USA, die, kurz vor dem irakischen Einmarschs in Kirkuk, diese Pipeline übernommen hat.

David Romano ist einer der Journalisten, die sich seit langem in und für Irakisch-Kurdistan engagieren. Seit Jahren schreibt er eine Kolumne für das kurdische Medienportal Rudaw, das sich im Besitz des Premierministers der Kurdischen Regionalregierung Nerrchiwan Barzani befindet. In den Tagen vor dem  25.

Der Islamische Staat ist nun auch der Hauptstadt seines Kalifats beraubt. Gestern nahmen die Milizen der Syrian Democratic Forces (SDF) die letzten Viertel Raqqas ein, einer weiteren nahöstlichen Stadt, die nun in Trümmern liegt.

Die SDF stehen unter Kontrolle der PYD, die wiederum wenig mehr ist, als der syrische Arm der Arbeiterpartei Kurdistan. Und  entsprechend wurde der Sieg dann auch gefeiert:

Gestern hat Mena-Watch mich zur Lage in Kirkuk interviewt:

Mena Watch: Was angesichts deren Übernahme von Kirkuk durch irakische Truppen und schiitische Milizen und auffällt, ist, wie rasant und vor allem auch wie – nicht nur für nahöstliche Verhältnisse – relativ unblutig dieser Vormarsch ausfällt. Wie sind diese Beobachtungen Deiner Meinung nach einzuschätzen?

The Mauritanian Radio and Television Broadcast Authority today ordered Mauritania's five privately owned news stations to shut down for "failing to fulfil their financial agreements" with the country's broadcast regulator, local 

Die internen Differenzen kurdischer Parteien im Irak erklärt:

"We can essentially forget about the KRG as a cohesive, policy-making, security-implementing government. It does not exist in any real sense," he said.

"You have a rump KDP-dominated government in Erbil and you have the PUK in Suleimaniyah which is now more or less fully on board with the federal government."

Istanbul ranked as the 10th worst megacity for women and the sixth worst when it came to women at risk of sexual violence and harassment, according to the first international experts’ poll on how women fare in cities with over 10 million people.

The Thomson Reuters Foundation survey asked experts in women’s issues in 19 megacities how well women are protected from sexual violence and oppressive practices, as well as whether they have access to good healthcare, finance and education.

Was geschah am 16.10.2017, der wohl als einer der schwärzesten Tage in die Geschichte Kurdistans eingehen wird, in Kirkuk? Seth Frantzman sucht nach Antworten während inzwischen sämtliche von den Kurden seit 2014 kontrollierten Gebiete weitgehend kampflos an irakische Truppen übergeben wurden.

In Kirkuk wird seit vergangener Nacht gekämpft, die Zukunft des Nordirak und Irakisch-Kurdistans steht auf dem Spiel und das deutsche Auswärtige Amt? Hat bisher - 12:00 Uhr mittags - nichts zum Irak zu sagen, sondern vermeldet:

Alle hatten es befürchtet und bis zuletzt gehofft, dass es nicht passiert:

Iraqi and Kurdish forces exchanged artillery fire early Monday (October 16) south of the city of Kirkuk, after central government forces began a "major operation" to take control of a Kurdish military base and oil fields.

Wie das Referendum in Irakisch-Kurdistan hätte verhindert werden können? Indem die USA ein paar Tage früher einen Brief an Barzani abgeschickt hätten.