Von Tunis nach Teheran

Nachdem es bereits in den USA und zahlreichen europäischen Städten Kundgebungen gegen die Raketenangriffe der iranischen Pasdaran auf kurdische Oppositionelle und Flüchtlinge im Nordirak und gegen die Hinrichtungen von derzeit vor allem kurdischen Aktivisten im Iran gegeben hat, ist für Samstag, den 15.9.  eine Demo in Wien angekündigt.

Nachdem am 8. Sep. 2018 drei kurdische politische Gefangene im Iran hingerichtet worden sind und einige Stunden danach die iranische Revolutionsgarden die Stellungen und Camps der Demokratischen Partei Kurdistan Iran (PDKI) mit Marschflugkörpern beschoss, die zum Tod von sechzehn Personen und über fünfzig Verletzten führte, mobilisierte die Plattform für Zusammenarbeit der iranisch - kurdischen Parteien zu einem Generalstreik am heutigen Tag.

 

Bis vor wenigen Tagen war Aydin Engin noch Kolumnist der türkischen Zeitung Cumhuriyet. Warum er es nicht mehr ist und über das de facto Ende dieser Zeitung schreibt er in der Zeit:

Die Trump-Administration scheint einem Bericht, der der Jerusalem Post vorliegt, erste Erfolge in ihrem gegen die UNRWA gerichteten Programm zu erzielen. Angeblich haben verschiedene arabische Staaten sich endlich bereit erklärt, Palästinenser, die laut UNRWA als Flüchtlinge gelten, auch wenn sie längst in zweiter oder dritter Generation in den jeweiligen Gastländern leben, zu naturalisieren. Das wäre ein enormer Durchbruch, gilt doch die so genannte Flüchtlingsfrage als eines der größten Hinderniss für jeden Nahostfrieden.

A top Syrian regime official on Sunday said military action would soon be launched against Kurdish forces and their US supporters in the country’s northeast.

“Our response will be a military operation against those criminals and traitors who are supported by the US,” Major General Jaiz Al-Musa, Governor of Hassakeh, said in an interview with Damascus-based pro-regime, Sham FM Radio. Al-Musa referred to the fight which took place earlier this week between the Kurdish forces and regime fighters in the divided northeastern city of Qamishlo.  

In der taz von heute erschien ein Essay von Samuel Salzborn über die Terroranschläge  des 11. Septembers als Beginn einer globalen antisemitischen Revolution, die sich gegen die Ideen des Westen richtet:

Innerhalb der syrischen Provinz Idlib sind nach UN-Angaben bereits mehr als 30.000 Menschen durch die Angriffe der syrischen Regierungstruppen und der russischen Luftwaffe zur Flucht gezwungen worden. "Wir sind zutiefst beunruhigt über die jüngste Eskalation der Gewalt", sagte der Sprecher des UN-Büros zur Koordinierung humanitärer Angelegenheiten (Ocha), David Swanson.

Eine Presseschau

Die kommende Offensive syrischer, russischer und iranischer Truppen in Idlib ist eine Katastrophe mit Ansage. Seit Monaten wird sie vorbereitet und nach Aleppo, Ghouta und Dera weiß auch jeder der Beteiligten, egal ob Angreifer, Verteidiger oder die Millionen betroffener Zivilisten, was sie erwartet.

Protesters in Basra burned the Iranian consulate in southern Iraq Friday night. In a major escalation of the week Long protests and months of unrest in Basra, Iranian-linked sites were burned, according to numerous sources in Basra.

Wenn das Islambild von Thilo Sarrazin und einigen anderen selbsternannten Islamexperten in Deutschland stimmte, hätten die Muslime schon längst die Welt erobert oder wären beim Versuch der Welteroberung vernichtet worden. Seit dem Jahr 622 sei die Welteroberung angeblich deren Lebenszweck. Ob der Missionsbefehl am Ende des Matthäusevangeliums das Vorbild war, sei dahingestellt.

Muhammad hat es außerhalb der arabischen Überlieferung nie gegeben.

Vor fünf Jahren diskutierten Senat und Abgeordnetenhaus in den USA, ob es nach dem massiven Giftgaseinsatz in den Ghoutas einem Militärschlag geben solle. Die Antwort ist bekannt. Heute erklären die USA eine Offensive in Idlib sei so lange in Ordnung, wie kein Giftgas eingesetzt wurde.

Dies forderte Kafranbel damals:

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Unter dem neuen Kronprinzen Mohammad bin Salman versucht Saudi Arabien sich neu zu erfinden. Viel ist von Reformen die Rede, nur sind es Reformen, die von oben verordnet werden und Partizipation nicht vorsehen. Dazu gehört auch ein neues Selbstbild von Saudi Arabien als Nation. Madawi al-Rasheed berschreibt auf welchem Fundament dieses Nationalbewusstsein stehen soll und welche Widersprüche es aufweist:

Die USA senden eine Botschaft:

Lieber Bashar al-Assad, liebe Ayatollahs in Teheran, Vladimir Putin:

Wenn Ihr Idlib zurückerobern wollt, immerhin eine so genannnte Deeskaltionszone, ok. Faßbomben, zerstörte Schulen, Flüchtlinge ohne Ende, Verhaftete und Gefolterte. Ok.

Aber ohne Giftgaseinsatz! Ist das klar? Botschaft verstanden?

Ein offener Brief an den deutschen Außenminister

 

Sehr geehrter Herr Bundesaußenminister Heiko Maas,

wie ich lese, wollen Sie also, nachdem die USA angekündigt haben, ihre Zahlungen an das Palästinenserhilfswerk UNRWA einzustellen, als Bundesrepublik einspringen und Ihre Gelder erhöhen?