Von Tunis nach Teheran

Der Aufschrei über den Skandals ist zwar nicht mehr so groß, wenn die Sau einmal durchs Dorf getrieben wurde, aber ausbleiben tut er nicht. Einen lieb gewonnenen Skandal will man einfach nicht mehr so gerne loslassen. Und so wird folgende Legende weitererzählt:

Iranian infrastructure and strategic networks have come under attack in the last few days by a computer virus similar to Stuxnet but “more violent, more advanced and more sophisticated,” and Israeli officials are refusing to discuss what role, if any, they may have had in the operation, an Israeli TV report said Wednesday.

Ein weiterer iranischer Anschlag in Europa scheint gerade vereitelt worden zu sein. Diesmal in Dänemark. Die dortige Regierung fordert nun von der EU Konsequenzen:

The Danish Government says Iran’s regime plotted to assassinate an Iranian Arab opposition leader inside Denmark.

Eine Atempause dürfte es nur sein für die Menschen in Idlib. Aber Atempausen zählen, wenn die Alternative Krieg, Massaker und Flucht heißen. Wenig Grund für Optimismus also gibt es nach diesem Istanbul Gipfel. Aber Optimismus und Syrien sind zwei Worte, die sich eh ausschließen:

Als politischer Gefangener vom iranischen Regime ermordet. Nun droht seinem Bruder dasselbe Schicksal. Arbeitet Deutschland mit den Verfolgern zusammen?

Der kurdische Oppositionelle Ramin Hussein Panahi ist trotz internationaler Proteste am 8. September 2018 vom iranischen Regime grausam hingerichtet worden. Zahlreiche internationale Medien berichteten von dem unfairen Urteil. Nun droht seinem Bruder Amjad Hossein Panahi dasselbe Schicksal.

Seth J. Frantzman ist es in der Jerusalaem Post kurz nach dem antisemitischen Massaker von Pittsburgh gelungen, in einem Artikel auf den Punkt zu bringen, worum es geht. 

Als Yuval Shani im Juli zum Vorsitzenden des UN-Menschenrechtsauschusses gewählt wurde, dachte er sicher nicht, dass er erstmalig international in dieser Funktion bekannt werden würde ausgerechnet durch die Bekanntgabe der Entscheidung  des Ausschusses, dass das vom französischen Staat verhängte Verbot von

... liegt, glaubt man der Traveller-Seite Daily Meal, im Irak. Es handelt sich um Erbil. Damit rangiert die Hauptstadt der autonomen Region Kurdistan im Ranking sogar vor allen europäischen Grossstädten. Was Leser der Seite wohl eher verblüffen dürfte, verbinden sie doch ganz andere Bilder mit dem Irak.

Die Daily Meal Leute kommen dabei sogar richtig ins Schwärmen:

Die Grenzen vor allem für Menschen aus Syrien sind inzwischen zu, mit tätiger finanzieller Hilfe aus Europa hat die Türkei in den letzten Jahren einen durchgehenden Grenzwall zu ihrem südlichen Nachbarland errichtet und wer versucht, diesen zu überwinden wird als Illegaler abgefangen.

„Liegt es an unserem Aussehen?“ - „Genau!“

„Kommen Flüchtlinge hier nicht rein?“ - „Genau!“

„Danke für die Ehrlichkeit!“

Gestern Abend war ich zusammen mit zwei Frauen, die genau wie ich aufgrund ihres Abfalls vom Glauben verfolgt worden und deshalb nach Deutschland geflüchtet sind, in Köln unterwegs.

Wir waren zuerst in einer Bar und haben etwas getrunken und uns unterhalten. Dann wollte eine gerne tanzen gehen und wir haben den einzigen Tanzclub in der Nähe aufgesucht.

Seit Tagen streiken im Iran erneut Lastwagenfahrer. Inzwischen gibt es auch international einige Solidarität, vor allem angesichts einer Drohung, die Streikenden müssten hingerichtet werden:

Zwei Bücher von Omar R. Hamilton und John McCain beschäftigen sich mit dem aufhaltbaren Aufstieg des Abdel Fattah Al Sisi  in Ägypten


„Unglaublich, du bist doch der, der als Kind im Irak im Gefängnis war? Ich habe immer überlegt, was aus dir geworden ist. Ich bin froh, dass du lebst!“

 

Ich stehe auf der Buchmesse in Frankfurt, als mich plötzlich jemand auf Kurdisch anspricht. Er ist ein Kurde aus dem Iran, hat zum Zeitpunkt meiner Inhaftierung im Nordirak gelebt, dort meinen Fall miterlebt und sich für mich eingesetzt.

ls der französische Schriftsteller Albert Camus zum ersten Mal in Algerien die abgelegene Kabylei  bereiste, eine Region, in der Elend und Armut herrschten, schrieb er, entsetzt über das Schicksal der dort lebenden Berber  in einem Artikel für die Zeitung Alger Républicain:

„Liebe kann hier genauso wenig ausrichten wie Almosen oder gutgemeinte Worte. Hier geht es um Brot, Weizen, Hilfe, eine brüderliche Hand, die man reichen muss. Der Rest ist Literatur.“

Im Kampfsport ist es eine Strategie sich Stärker zu präsentieren als man ist – Angst ist ein zentrales Element, wenn man in den Ring steigt. Man muss nicht nur sich selber davon überzeugen, dass man keine hat, sondern auch den Gegner davon durchschlagen. Diese »Kunst« aus dem Kampfsport wird gerne von denjenigen im politischem angewendet, die ein dualistischen denken bevorzugen und die Welt wie ein Schachbrett sehen. Damit Kadyrow wie der Kreml einen Schatten auf die Leinwand der Weltpolitik wirft, der bei weitem grösser als sein Verursacher ist, benützt er einen Hebel.