Von Tunis nach Teheran

Remko Lemhuis in der Jüdischen Allgemeinen über den Iran in Zeiten von Corona:

Von der westlichen Öffentlichkeit nahezu unbemerkt, spielt sich im Iran eine humanitäre Katastrophe ab. Kaum ein Land ist von dem Coronavirus so stark betroffen wie die »Islamische Republik«. Dabei sind die offiziellen Zahlen des Regimes kaum mit den Berichten von Oppositionellen in Einklang zu bringen.

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Langsam und mit vielen Rückschritten bewegt sich etwas in Tunesien. Meldungen wie diese wären vor zehn Jahren noch undenkbar gewesen:

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(Quelle: Basnews)

 

Erinnert sich noch wer an die Libyen-Friedenskonferenz in Berlin über die es im Januar hieß, die in den Bürgerkrieg in Libyen verwickelten Staaten hätten "sich auf einen internationalen Mechanismus zur Beilegung des Konflikts geeinigt.

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(Bildquelle: Kreml)

 

Um Bashar al Assads Popularität stand es seit Jahren nicht besonders gut, und wäre ihm der Iran nicht 2012 massiv zur Seite gesprungen, es wäre wohl schon damals sein Ende gewesen.

Unlängst wurde der erste Corona-Fall im Jemen offiziell bestätigt, doch es steht zu befürchten, dass die Dunkelziffer in dem kriegsgebeutelten Land viel höher liegt.

 

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(Binnenvertriebene im Jemen, Bildquelle: Fawaz Salman, Flickr)

 

Trotz Coronakrise gehen die Kämpfe in Libyen unvermindert weiter und in den letzten Tagen konnten, vor allem dank türkischer Hilfe die Truppen der so genannten Einheitsrgeierung in Tripolis bedeutende Geländegewinne erzielen und jetzt sogar eine bisherige Hochburg des von Ägyten und Russland unterstützten Generals Haftar erobern:

So ansteckend wie Covid-19, toxisch und kontaminierend ist der Zustand des Nahen Ostens. Zwei Meldungen demonstrieren, was hier unnachahmlich konsequent falsch läuft.

 

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(Irgendwo in Syrien, Bild: Ryad Alhussein)

 

Ein Interview mit Raed AlObeed von den Moria White Helmets über die aussichtlose Lage in dem überfüllten Camp auf Lesbos in Zeiten von Corona.

 

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(Raed AlObeed, Bild: Muhanned al Mandil/MCAT)

 

Die Corona-Pandemie brachte im Iran durch Personifizierung des Virus eine neue Form des islamischen Antisemitismus hervor.

 

(U-Bahn in Teheran, Bild: Wikipedia)

In der Corona-Krise erstarkt ein autoritärer Politikmodus

(Bildquelle: Wikipedia)

 

Eine Replik auf das Interview "Zustände, die man Tierschutzverordnung keinem Hund zumuten würde" von Mission Lifeline.

 

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Lieber Thomas von der Osten-Sacken,