Von Tunis nach Teheran

“Diplomatic sources” indicated that Trump will tell Putin of US acceptanceTru of a current pro-Assad offensive, with Russia providing essential airstrikes, of the opposition area in southern Syria.

Endlich ist es aufgehoben, das unselige Fahrverbot für Frauen in Saudi Arabien.

Und dazu gibt es jetzt auch noch eine schöne Adaption eines Beatles Liedes:

 

In Südsyrien sind zehntausende Menschen vor der Offensive Assad und Russlands, die passenderweise mitten in der WM gestartet wurde, auf der Flucht. Sie wissen, was sie erwartet, sie kennen die Geschichte aus Aleppo und den Ghoutas. Nur: Es gibt keinen Ort, an den sie fliehen können. Zumindest keinen außerhalb von Assads Zugriff, denn die Jordanier halten ihre Grenze geschlossen, trotz des Ansturms.

Algerien unternimmt alles, um Flüchtlinge wieder los zu werden: Es schickt sie zurück in die Sahara, wo viele verdursten oder sonst zu Tode kommen.

Auslagerung der Flüchtlinge nach Nordafrika in der Praxis:

Iranian civilian protestors, in a surprising turn of events in the country, are taking to the streets to express opposition to the hardline ruling regime by chanting, "Death to Palestine" and "Leave Syria, think of us," according to an independent translation of videos showing the protests.

An Kriminalität und besonders an Tötungsdelikten gesamtgesellschaftliche Probleme festzumachen erscheint als recht aussichtsloses Unternehmen – wenn man nicht gerade in Mexiko lebt, wo die Auseinandersetzungen um den Drogenhandel die Mordrate in die höhetreiben, weil man sie halt nicht als Bürgerkriegstote verbuchen will. Das liegt daran, dass Morde in Deutschland einfach so selten vorkommen.

Seit einiger Zeit wird im Iran immer öfter die Frage gestellt, ob angesichts der innen- und außenpolitischen Krisen, in denen sich die islamische Republik befindet, ein drohender Putsch der Revolutionsgardisten möglich sei.

Saeid Golkar diskutiert mögliche Szenarien:

Vor einigen Tagen sprach Recep Tayyip Erdoğan in der Provinzstadt Kocaeli über den inhaftierten Oppositionspolitiker Selahattin Demirtaş. Die Justiz, so der Staatspräsident im Wissen, dass sie von ihm nicht unabhängig ist, müsse so bald wie möglich ihre Entscheidung fallen. Als populärster Politiker der Halkların Demokratik Partisi (HDP) drohen Selahattin Demirtaş, der in Wahrheit weniger ein Beschuldigter als eine Geisel ist, 142 Jahre Haft.

Istanbul, drei Tage vor Wahlen, die, für viele völlig unerwartet, auf absehbare Zeit die wohl wichtigsten in der türkischen Geschichte werden dürften. Verfrüht angesetzt hatte der Präsident sie eigentlich, um einen sicheren Sieg nach Haus zu fahren und ausgerechnet dieser Schachzug könnte ihm nun zum Verhängnis werden. Denn selbst so kurz vor den Wahlen, und obwohl die regierende AKP und Erdogan vor keinem Mittel zurückschrecken, die Opposition zu beschränken, ist der Ausgang am Sonntag völlig unklar, ja viele in der Türkei gehen erstmalig davon aus, dass die AKP sogar verlieren könnte.

Es scheint, die lange erwartete Offensive und seiner Verbündeten in Südsyrien hat begonnen.

Mit den üblichen Folgen:

Eigentlich ist das südysische De'ra eine der so genannten Desskaltionszonen in Syrien. Das heißt, wie allgemein bekannt ist, nicht viel, waren die Ghouta bei Damaskus auch. Und so bereiten sich Russland und das Assad-Regime seit Wochen darauf vor, De'ra zurück zu erobern. Ausgerechnet in dieser Stadt begannen 2011 die Massenproteste in Syrien und bis heute wird sie von Rebellen der Free Syrian Army gehalten, Islamisten spielen hier, anders als im Norden Syriens keine dominante Rolle.

Anders als im Jahr 2009, als Millionen gegen die gefälschte Wiederwahl Ahmedinejdas im Iran auf die Straßen gingen, wurde die Protestbewegung im Jahr 2018 vor allem von Arbeitern, einfachen Leuten und auch, ein Novum, ehemaligen Anhängern des Regimes getraagen. Die städtischen Mittelschichten in Städten wie Teheran und Isfahan hileten sich bislang zurück. Umso bemerkenswerter, dass seit einigen Tagen auch sie zu protestieren beginnen.

Islamistische syrische Rebellengruppen versuchen, mit Duldung der türkischen Behörden in Afrin den Kopftuchzwang durchzusetzen. Mit sehr gemischtem Erfolg, wie Middle East Eye über diesen Kulturkampf berichtet:

Across the city, posters have been erected instructing women to take the Islamic veil and wear modest clothing, a shock for many residents for whom such religious conservatism is a departure from Afrin's more secular tradition.

Im Irak konnte der Iran eine Niederlage vorläufig abwenden: Mit Druck gelang es, eine Koalition zu Wege zu bringen, in der mit Amiri ein Mann Teherans eine große Rolle spielen wird. In Bagdad geht man davon aus, dass einige Bombenattentate Muqtada al Sadr zeigen solltem, was passiert, wenn er weiter einen dezidiert anti-iranischen Kurs fahren würde:

Wenn es der irakischen Regierung nicht nur um de Ausübung ihrer Souvernität gegenüber den kurdischen Autonomiegebieten gehen würde, dann könnte man den Eindruck bekommen, dass sie der BRD ein Vorbild an Rechtstaatlichkeit bieten würde.