Von Tunis nach Teheran

Warum klingen Verurteilungen Israels oft ganz besonders schrill?

Ein auffälliges Kennzeichen der Verleumder Israels ist der schrille und hysterische Beiklang ihrer Äußerungen: Sie sehen keine Grautöne sondern nur Schwarz und Weiß, „böse Juden“ (Israel und die Zionisten) und „gute Juden“ (jene „anderen jüdischen Stimmen“, welche ihre Ansichten wiedergeben). Es gibt keinen Raum für irgendetwas dazwischen.

Seit vergangener Nacht herrscht zwischen israelischer Regierung und Hamas ein brüchiger Waffenstillstand. Wie immer lesenswert wagt Avi Issarachoff eine erste Einschätzung und kommt zu dem Ergebnis, das schon jetzt zwei große Gewinner feststehen: Die Hamas und Binyamin Netanjahu.

Wer kennt sie nicht: Die jüdischen Kronzeugen, die regelmäßig bemüht werden, wenn es darum geht, antiisraelische Positionen zu legitimieren?

Eine lustige Tatsache, die bei denjenigen Antisemiten, die auf ihren vermeintlich antifaschistischen Stammbaum verweisen, beobachtet werden kann, ist Ihr Versuch, sowohl andere als auch sich selbst darüber hinwegzutäuschen, dass sie nichts gegen Juden per se haben, sondern lediglich Einwände gegen den jüdischen Staat oder gegen alles, was dessen Regierung zu seiner Verteidigung unternimmt, erheben.

Die Führungsclique rund um den syrischen Präsidenten Assad transformiert den syrischen Staat in eine Art Mafiazentrale mit Staatsflagge und UNO-Sitz.

 

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Beschlagnahmung von Captagon in Italien, Bildquelle: Youtube

 

In diesem Brief wendet sich der Aktivist des 'Gaza Youth Movement" Mohammed Altlooli mit einer Botschaft für Frieden und Koexistenz an europäische Unterstützerinnen und Unterstützer der Palästinenser

 

Liebe Freunde des palästinensischen Volkes,

Während sich Griechenland auf die Urlaubssaison vorbereitet und Geschäfte und Restaurans nach und nach wieder öffnen, verschlimmert sich die Situation der Geflüchteten in den Lagern. Im Nachfolgelager von Moria auf Lesbos ist die Zahl der Corona-Infizierten zuletzt stark angestiegen. Über hundert Menschen sind in Quarantäne.

Eine Meldung vom 3. Januar 2020:

"The Action Group for Palestinians of Syria (AGPS) had documented the death of 4,013 Palestinians."

Deutschland im Jahr 2021:

Auf den Straßen wird "Scheissjuden", "Tod den Juden", "Kindermörder Israel" gebrüllt. Wäre sie nicht so gut bewacht gingen, jede Wette, heute Dutzende Synagogen in Flammen auf. Darauf haben sie gewartet, denn nur wenn in Nahost Raketen fliegen, dann "dürfen" sie. Und daneben stehen dann irgendwelche Hanseln mit Fahnen irgendwelcher linken Parteien und sind bestenfalls ein wenig peinlich berührt.

Hand aufs Herz, Ihr selbsterklärten Freunde Palästinas:

Wenn Ihr den folgenden Satz auf einer Seite von wem mit einem arabischen Namen und einem Bilder des Felsendoms drauf lesen würdet, Ihr würdet ziemlich sicher Euer like darunter setzen.

Sound und Inhalt stimmen, oder?

"Israel was created by horrific human rights crimes - forced ethnic cleansing by terrorism because the Zionists wanted a “Jewish State!” Free Palestine."

Gut erinnere erinnere ich mich noch an  Diskussionen über den Unterschied zwischen Antisemitismus und Judenfeindschaft, eine Unterscheidung die etwas Paul W. Massing in seinem Buch "Vorgeschichte des politischen Antisemitismus" erklärt. Nein, Antisemitismus sei nicht einfach antijüdischer Rassismus, musste man immer wieder erklären.

Ob NGOs oder Friedensbewegte, wenn es um Gaza geht, gelten die üblichen Standards nicht mehr

Ich bekomme seit einiger Zeit regelmäßig die neuesten bezahlten Aufrufe zum Spenden von allerlei NGOs in meine Facebook-Timeline gespült. War es bis vor vier Tagen noch Indien, ist es jetzt Gaza.

Und ja, bitte, helft den Menschen in Gaza, die medizinische Versorgung ist katastrophal und in den letzten Tagen wurden viele verletzt und/oder obdachlos.

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Ich habe gerade meine erste Demo angemeldet und habe mich selten so ernstgenommen gefühlt wie bei der Besprechung mit dem Ordnungsamt und der Polizei.

Mohammed al Altlooli engagierte sich, solange er noch im Gazastreifen lebte, im „Gaza Youth Movement“ gegen den diktatorischen Regierungsstil der Hamas und für eine friedliche Koexistenz mit Israel. Wie so viele andere Anhänger dieser Bewegung musste er fliehen, hielt sich einige Zeit in Israel auf und floh dann nach Griechenland, wo er mithalf, die Flüchtlingsselbsthilfsorganisation „Leros Refugee Youth Group“ zu gründen. Seit vergangenem Herbst lebt er in Deutschland.

 

Hier und da ist zu lesen, zwar sei es problematisch, dass sich die palästinensischen Familien weigerten, Miete an die jüdischen Eigentümer der in Rede stehenden Gebäude zu zahlen. Doch die Gebäude deshalb räumen zu lassen, könne nicht angehen, da umgekehrt Palästinenser vergleichbare Besitzansprüche in Israel nicht geltend machen könnten.