Artikel über Genozid

Blick auf das hügelige Kigali. Die Studentin Anger führt Besucher durch das Frauenzentrum im Stadtviertel Nyamirambo
Reportage Projekte zur Förderung von Frauen in Ruanda

Für eine strahlende Zukunft

Seit Jahren ist Frauenförderung das erklärte Ziel der Regierung in Ruanda. Frauen an der Spitze von Kaffeegenossenschaften, von Sozialprojekten oder als Abgeordnete im Parlament gehören zum Alltag. Reportage Von mehr...
Von Abschiebung bedroht. Bereits im Oktober protestierten Yeziden vor dem Reichstagsgebäude in Berlin
Inland Protest einer Gruppe Yeziden in Berlin gegen Abschiebungen

Die Versprechen einhalten

Zum Jahrestag der Anerkennung des Völkermords an den Yeziden traf sich am 19. Januar eine Gruppe Yeziden vor dem Bundestag, um die Bundesregierung an ihre Versprechen zu erinnern. Raucherecke Von mehr...
Die Vertreter Südafrikas (vorne) führen die Anklage. Beginn der Anhörung beim Internationalen Gerichtshof in Den Haag, 12. Januar
Thema Südafrika wirft Israel vor dem Internationalen Gerichtshof vor, einen Völkermord zu begehen

Israel auf der Anklagebank

Mit zweifelhaften Argumenten wirft die südafrikanische Regierung Israel vor dem Internationalen Gerichtshof vor, einen Völkermord zu begehen. Südafrikas Regierungspartei ANC verfolgt seit Jahren eine israelfeindliche Politik und hat Kontakte zur Hamas. Von mehr...
Bundesaußenministerin Annalena Baerbock (Grüne) bei der Bundestagsdebatte am 19. Januar 2023
Inland Die Bundesländer schieben Yeziden in den Irak ab

Abschiebungen ermöglichen

Die Bundesregierung behauptete vergangenes Jahr noch, yezidisches Leben zu schützen. Mittlerweile werden Yeziden wieder in den Irak abgeschoben. Kommentar Von mehr...
Krieg gegen die Hamas. Die israelische Luftwaffe beschießt Ziele im Gaza-Streifen, 4. Dezember
Thema UN-Sachverständige sprechen Israel das Recht auf Selbstverteidigung ab

Das Lehrbuch gegen Israel

Kaum ging die israelische Armee nach dem Angriff der Hamas zum Gegenangriff über, wurde der Vorwurf erhoben, Israel verübe einen Genozid. Besonders hervorgetan haben sich dabei UN-Sachverständige für Menschenrechte. Von mehr...
Dieter Kunzelmann (mit Zigarette)
Thema Der Vorwurf des Genozids gegen Israel

Projektive Umkehrung

Der Genozidvorwurf gegen Israel diente schon deutschen Linksradikalen in den Sechzigern zur Schuldabwehr. Dieser Tage geht damit die Annahme einher, Israel führe die Öffentlichkeit hinters Licht, wenn es als militärisches Ziel die Vernichtung der Hamas und die Befreiung der Geiseln benennt. Kommentar Von mehr...
Auf dem Erinnerungsgedenkstein an Anton de Kom in Amsterdam ist auch sein Elternhaus in Paramaribo dargestellt
Geschichte Der antikoloniale Schriftsteller ­Anton de Kom kam im KZ Neuengamme ums Leben

Kämpfer gegen Kolonialismus und Nationalsozialismus

Der Antikolonialist und NS-Widerstandskämpfer Anton de Kom aus Suriname soll in den Niederlanden mit einem nach ihm benannten Lehrstuhl geehrt werden. Er starb in einem Außenlager des KZ Neuengamme, doch sein Leben und Werk sind in Deutschland kaum bekannt. Von mehr...
Fulgence Kayishema
Hotspot Der des Völkermords verdächtige Fulgence Kayishema wurde nahe Kapstadt festgenommen

Nach Jahrzehnten gefasst

Porträt Von mehr...
Denkmal für den Völkermord an den Armeniern auf der Hohenzollernbrücke in Köln
Inland In der Domstadt wurde erneut ein Mahnmal für den armenischen Völkermord abgeräumt

Denkmalstreit in Köln

Immer noch sperrt sich Köln gegen die Errichtung eines Mahnmals für den Völkermord an den Armeniern. Der Konflikt dauert schon seit 2018 an. Deutsch-türkische Vereine kritisieren das »Pseudo-Genozid-Mahnmal«. Von mehr...
Holodomir Bus
Geschichte Vielen postsowjetischen Staaten dient einst von ihrer Hauptethnie erlittene Gewalt als Gründungsmythos

Die Nation als Opfer

In der Ukraine fiel das wachsende Bestreben, den sogenannten Holodomor als Völkermord einzustufen, mit dem Streben nach Unabhängigkeit von Russland zusammen. In zahlreichen ehemals sowjetischen Nationalstaaten dient die Erinnerung an historische Traumata der Schaffung nationaler Gründungsmythen. Von mehr...
Georgij Kasianow
Interview Georgij Kasianow, Historiker, über die Einstufung der Hungerkatastrophe in der Ukraine 1932 und 1933 als Genozid

»Das aufrichtigste Gedenken an die Opfer kommt von unten«

Der Begriff Holodomor (Ukrainisch für »Tötung durch Hunger«) ­bezeichnet die vom sowjetischen Diktator Josef Stalin gezielt eingesetzte Hungersnot in den Jahren 1932 und 1933 in der Ukrainischen Sozialis­tischen Sowjetrepublik. Um ihr Industrialisierungsprogramm zu finanzieren und ihre Macht in der Sowjetrepublik zu festigen, zwangskollek­tivierten die Bolschewiki die Landwirtschaft, legten der Bauernschaft unerfüllbar hohe Abgabequoten auf, bei deren Nichter­füllung sie ihnen Vorräte und Saatgut entzogen, und hinderten sie mit Gewalt an der Flucht in die Städte. Es starben rund vier Millionen Menschen. Seit 1991 kämpft die Ukraine für die internationale Anerkennung der Hungersnot als Völkermord. Der Bundestag hat Ende November mehrheitlich für den von den Regierungsfraktionen und der Fraktion der CDU/CSU eingereichten Antrag gestimmt, den Holo­domor als Genozid einzustufen. Von mehr...
Small Talk Small Talk mit Ilias Uyar über den Versuch, in Köln ein Mahnmal zur Erinnerung an den Genozid an den Armeniern zu errichten

»Das Mahnmal ist ein Korrektiv«

Die Initiative »Völkermord erinnern« ist zum zweiten Mal mit dem Versuch gescheitert, in Köln ein Mahnmal zu errichten, das an den Genozid an den Armeniern im Ersten Weltkrieg erinnert, bei dem das Osmanische und das Deutsche Reich eng zusammenarbeiteten. Die »Jungle World« sprach mit Ilias Uyar von der Initiative darüber, warum die Stadt Köln gegen das Mahnmal vorgeht. Small Talk Von mehr...
Kolonialherr
Inland Deutschland erkennt den ­Genozid an den Ovaherero und Nama an, will aber keine Reparationen zahlen

Nur eine Geste

Deutschland hat mit der namibischen Regierung über die Anerkennung des Genozids an den Ovaherero und Nama verhandelt. Mit dem Ergebnis sind viele Nachkommen der Opfer unzufrieden. Von mehr...
Ruanda
Ausland Ruanda, 27 Jahre nach dem Genozid

Verblendung und Verantwortung

Ein neuer französischer Kommissionsbericht bewertet die Rolle des Landes beim Genozid in Ruanda 1994. In dem autokratisch regierten Land wird unterdessen Paul Rusesabagina der Prozess gemacht, der damals mehr als 1 200 Menschen rettete. Von mehr...
Alt trifft auf neu in Eriwan. Ausblick aus einem Fenster des Sitzes der NGO Armenische Progressive Jugend
Reportage Die Veränderung in den armenischen Medien

Kommunikation im Livestream

Wie die sogenannte Samtene Revolution die Medien in Armenien veränderte. Reportage Von mehr...