Manche mögen’s kalt

Mythen der alten und der neuen Rechten: die Welteislehre und die Atlantissage. Von Joachim Körber

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Es gibt Geschichten, die erfunden, aber dennoch so gut sind, dass man sie immer wieder erzählen kann. Die Legende von der Entstehung der Réaumur-Temperaturskala ist so eine. Eines Tages, so erzählen es gerne und vorzugsweise Lehrer ihren arglosen Schülern, habe der Physiker René Antoine Ferchault de Réaumur in einer kalten Winternacht sein Haus verlassen, aufs Thermometer gesehen und sich gedacht, es sei nun so kalt, dass es kälter nicht werden könne. So bestimmte er die abgelesene Temperatur als den absoluten Nullpunkt seiner Skala. In Wahrheit legte er den Gefrierpunkt des Wassers als Nullpunkt und den Siedepunkt als 80 Grad Celsius fest.

Ähnlich verhält es sich mit dem Grundstein der so genannten Welteislehre oder »Glazial-Kosmogonie«. Hier, so heißt es, soll der österreichische Ingenieur Hanns Hörbiger, der übrigens der Vater der Schauspieler Paul und Attila Hörbiger ist, eines Nachts sein Haus verlassen, zum Mond hinaufgeschaut und in einer Art epiphanischer Eingebung begriffen haben, dass der Mond aus Eis besteht.

Die Reaumur-Skala ist längst in Vergessenheit geraten und wenig mehr als eine amüsante Fußnote in den Annalen einer Wissenschaft, die sich vorwiegend mit ernsten Fragen beschäftigt. Ein Schicksal, das Hörbigers Welteislehre vermutlich geteilt hätte, wenn da nicht Adolf Hitler gewesen wäre.

In einem Aktenvermerk der SS vom 4. August 1942 heißt es: »Der Führer äußerte im Frühjahr dieses Jahres im Gespräch dem Reichsführer gegenüber, der harte Winter dieses Jahres und auch die klimatische Entwicklung der letzten Jahre habe ihn immer mehr zu der Überzeugung gebracht, dass die Welteislehre von Hörbiger richtig sei.« (1) Und so kam es, dass diese Lehre, die schon unmittelbar nach ihrer Publikation Kritik und Spott auslöste, im Dritten Reich eine ungeahnte Karriere erfuhr.

Die Gründe, weshalb Hörbigers Lehre bei den nationalsozialistischen Führern solchen Anklang fand – besonders Heinrich Himmler machte sich wiederholt für sie stark, und die SS-Abteilung »Ahnenerbe« kümmerte sich eigens um ihre Popularisierung und Verbreitung –, sind vergleichsweise leicht nachvollziehbar; eine Erklärung, weshalb sie eine Zeit lang auch in der Bevölkerung in so hohem Ansehen stand, ist schon schwieriger.

Im 1913 erschienenen und von Philip Fauth, einem Anhänger Hörbigers, herausgegebenen Buch »Hörbigers Glacial Kosmogonie« (2) wird die Welteislehre bezeichnet als »eine neue Entwicklungsgeschichte des Weltalls und des Sonnensystems auf Grund der Erkenntnis des Widerstreits eines kosmischen Neptunismus mit einem ebenso universellen Plutonismus«. Nach der Ansicht Hörbigers gibt es im Weltall Himmelskörper aus Eis und Feuer, die einander anziehen, ineinander stürzen und so neue Planeten erschaffen. Dieser Dualismus zwischen Glut und Eis, das Aufeinandertreffen zweier Urmächte, durch deren Zerstörungskraft auf spektakuläre Weise etwas Neues entsteht, mag die Führer der Nationalsozialisten mit ihrem Hang zu gigantomanischen Inszenierungen angesprochen haben. Er reicht als Grund für die Erhebung in den Rang einer staatlich propagierten Weltanschauung aber nicht aus.

Tatsächlich war die Welteislehre ein Gegenentwurf zu dem, was die Nationalsozialisten als »zunehmende Verjudung« der Naturwissenschaften bezeichneten, womit vornehmlich Albert Einsteins Relativitätstheorie gemeint war. Hier lässt sich möglicherweise ein Grund für die Popularität von Hörbigers Lehre in der Bevölkerung finden. Mag sich sein Hauptwerk noch so wissenschaftlich geben, auch die zahlreichen Tabellen und Diagramme können nicht darüber hinwegtäuschen, dass es sich bei der Welteislehre um eine »Pseudowissenschaft« handelt, wie Brigitte Nagel (3) in einer Studie anmerkt. Hörbiger kann nicht nur keine wissenschaftlich gesicherten empirischen Daten für seine Theorie vorlegen, sondern er ignoriert alle Daten der »orthodoxen« Naturwissenschaft.

Das wiederum hebt die Welteislehre über den Status einer Pseudowissenschaft hinaus und rückt sie in die Nähe eines religiösen Glaubenssystems, dessen Thesen als solche akzeptiert werden müssen, ein Phänomen, das einem im gesamten Komplex Welteislehre-Atlantis-Thule immer wieder in der einen oder anderen Form begegnet.

Nun hat gerade das 20. Jahrhundert eine enorme Vielzahl wissenschaftlicher und gesellschaftlicher Umwälzungen erlebt bzw. ist es das Jahrhundert, in dem solche Umwälzungen immer schneller geschahen. Von einem »ungeheuer schnellen Wandel« schreibt Alvin Toffler (4), »einer Strömung, die so machtvoll ist, dass sie Institutionen stürzt, unsere Wertbegriffe ändert, uns entwurzelt«. Dieses Gefühl mag ein Grund für die Breitenwirkung der Welteislehre sein, die einem Kosmos, in dem Einstein selbst »fixe« Werte wie die Masse und die Länge zu von der Geschwindigkeit abhängigen Variablen machte, als Gegenentwurf ein simples und überschaubares Weltbild entgegensetzte, dessen Zusammenspiel einfacher Urkräfte selbst für Laien leicht zu begreifen blieb.

Die Welteislehre geht von einer zyklischen Natur des Kosmos aus, einem konstanten Werden und Vergehen, auch in erdgeschichtlicher Sicht. Folgt man Hörbiger, so fangen große Himmelskörper wie die Erde kleinere Planeten wegen Änderungen der Umlaufbahn immer wieder ein, woraufhin die kleinen den größeren Himmelskörper als Mond umkreisen, bis der eingefangene Mond, bedingt durch eine instabile Umlaufbahn, auf den Planeten stürzt, was gewaltige Katastrophen auslöst. Hörbigers Theorie besagt, dass dies in der erdgeschichtlichen Entwicklung bereits häufig geschehen ist.

Folglich ist der Mond, den wir heute am Himmel sehen, nicht der erste und einzige Erdtrabant in der Geschichte des Sonnensystems, und alle Überlieferungen von Naturkatastrophen wie etwa die biblische Sintflut sind kollektiven Erinnerungen geschuldet.

An dieser Stelle hat die Welteislehre einen Schnittpunkt mit einem anderen Mythos, der sich seit jeher in rechten Kreisen großer Beliebtheit erfreute und sich bis heute erfreut. Es geht um die sagenhafte Insel Atlantis.

Atlantis

Die Legende von Atlantis und die fast unüberschaubare Menge an Literatur zum Thema gehen auf zwei kurze Erwähnungen in Platons Texten »Timaeus« und »Critias« zurück. In späteren, sich wissenschaftlich gebenden Sachbüchern wird Atlantis meist im Nordatlantik verortet (erstmals in dem 1675 veröffentlichten Werk »Atland eller Manheim« des Schweden Olof Rudbeck, der Atlantis mit Schweden gleichsetzt) und nicht selten mit der Insel Thule identifizert, die u. a. bei Seneca Erwähnung findet und ebenfalls im hohen Norden gelegen haben soll.

Da der Begriff des »Nordens« seit der deutschen Romantik schwärmerisch verklärt wird, verwundert es wenig, dass der Atlantis/ Thule-Mythos schnell von Rechten aufgegriffen wurde. »Der dunkel-utopische Bedeutungshorizont, der sich in der romantischen Literatur um das Wort ›Norden‹ gelagert hat, wies die Affinität zur ideologischen Besetzung auf«, schreibt Karl-Heinz Bohrer in seiner Dissertation (5) dazu. Manfred Wegener sekundiert: »In den Erzählungen von Thule verbinden sich inselmythische Elemente mit einer nordistischen Bilderwelt, die die Sage für völkische Zwecke besonders verlockend erscheinen lässt.« (6)

Eine erste rassistische Färbung erfährt der Atlantis-Mythos aber nicht in Deutschland, sondern im 1888 in den USA veröffentlichten Buch »The Secret Doctrine« (»Die Geheimlehre«) von Helena Blavatsky, einer Okkultistin und Begründerin des theosophischen Ordens. Sie erwähnt das »arische Element« in der »Rasse der Atlanter« und stellt sie als eine von fünf »Wurzelrassen« über aus ihrer Sicht »niedere Rassen« wie die »rasch aussterbenden Australneger«. In der »Geheimlehre« fällt der entscheidende Satz: »Die Arische Rasse wurde im fernen Norden geboren«.

Das übte einen nicht unerheblichen Einfluss auf die Wiener Ariospohen Guido von List und Jörg Lanz von Liebenfels aus. In dem 1925 veröffentlichten Buch »Atlantis, Edda und die Bibel« führt List die unterschiedlichen Elemente von Lanz von Liebenfels, Blavatsky, Hörbiger und Platon schließlich zusammen.

Nachdem Hörbigers Lehre im Dritten Reich etabliert war, setzte in der Folge eine rege Publikationstätigkeit ein, bei der Schriftsteller immer wieder auf die Welteislehre in ihrer Gesamtheit oder auf einzelne Aspekte zurückgriffen und sich meist explizit auf bestimmte Forscher bezogen, die wiederum nicht selten Vor- oder Nachworte zu den Romanen verfassten. Man wurde nicht müde, sich gegenseitig zu versichern, wie seriös die Forschungen waren, die man betrieb, und wie exakt die Dichter das Thema literarisch behandelten.

Denn Hörbigers Theorien fanden ihren Niederschlag auch in einer erheblichen Zahl von Romanen. Dass es sich dabei in der Mehrzahl um phantastische Romane handelt und gerade Verfasser utopisch-technischer Werke die Welteislehre aufgriffen, verwundert wenig. Die Science Fiction (deren Vorläufer der wissenschaftliche Zukunftsroman ist) war speziell in ihrer antizipatorischen Form stets besonders bemüht, auf der Höhe der wissenschaftlichen Erkenntnis zu sein, und von daher war sie besonders anfällig für Irrlehren. Dazu gehören u.a. die pseudowissenschaftlichen Ausführungen des Russen Immanuel Velikovsky oder die Theorie vom hohlen Erdinneren, die der Erfinder »Tarzans«, Edgar Rice Burroughs, in einigen Romanen thematisierte.

Am harmlosesten unter den Romanen, die auf Hörbigers Welteislehre basieren, gibt sich noch »Stielauge der Urkrebs« (1933) von Batti Dohm. Ausgehend von Fossilienfunden in der näheren Umgebung (die im Roman auch fotografisch dokumentiert werden) erzählt der aus der Eifel stammende Autor in Form eines Tiermärchens das Schicksal des Dreilappers (Cyphasis ceratophtalmus) Stielauge, der den Untergang von Atlantis als gewaltige Flutwelle erlebt. Sprache und Duktus verraten recht schnell, was der Autor bewirken will. So sind für ihn die Fossilien von Cyphasis ceratophtalmus »einer der prächtigsten Zeugen des Erdaltertums der so genannten Devonzeit, den die deutsche Heimaterde aufbewahrt hat«, und seine gepanzerten Helden, deren »Scharren von Panzer an Panzer« die frühgeschichtliche Stille zerreißt, geraten ihm nicht selten zur unverblümten Metapher vom wehrhaften Volk.

In seinem »phantastischen Roman aus nordischer Frühzeit«, »Vor Götterdämmerung« (1934), greift der Autor Johannes G. Arnoldt die geologischen Forschungen Georg Hinzpeters auf, eines Verfechters der Welteislehre, der dem Buch auch ein Nachwort beisteuerte, in dem es heißt: »Der welteislich geschulte Leser wird mit Genugtuung bemerken, wie einfach und selbstverständlich die Überlieferungen der Urzeit sich den Grundzügen der Lehre Hanns Hörbigers einordnen.« Mit den »Überlieferungen der Urzeit« ist auch die Edda gemeint, zu der Hinzpeter anmerkt: »Das Geschehen in der Edda ist, wie ich in ›Urwissen von Kosmos und Erde‹ ausgeführt habe, als wirklich von Menschen erlebt aufzufassen.«

Der Roman, der von Jost Hermand als »bezeichnend für die Faschisierung des Atlantis-Mythus« bezeichnet wird (7), schildert, wie sich (gemäß Hörbigers Lehre) in grauer Vorzeit ein Mond der Erde nähert, was zu gewaltigen Naturkatastrophen führt und in Übereinstimmung mit der Edda als Ausbruch der »Wolfszeit« gedeutet wird, wenn der Fenriswolf seine Ketten zerreißt und die Eisriesen erwachen.

Hermand fasst den Inhalt des Romans wie folgt zusammen: »Der Sonnenpriester Arand und die nordische Seherin Dapa ziehen daraufhin zu den ›schwarzen und halbtierischen‹ Waldmenschen im Süden, die sie sofort als ihr ›Königspaar‹ anerkennen. Doch angesichts der gewaltigen Naturkatastrophen hält es Arand nicht lange im Süden aus, er verlässt die schöne Dapa, geht wieder in den Norden zurück und beruft dort einen allgemeinen ›Thing‹ ein, um die Nordvölker vor den Auswirkungen der drohenden Naturkatastrophe zu warnen. Daraufhin wählen diese Völker Arand zu ihrem ›Führer‹, der sofort den militärischen Oberbefehl übernimmt und die Nordvölker auf sicheren Wegen in den Süden geleitet.« (8) 1937 veröffentlichten Arnoldt und Hinzpeter übrigens gemeinschaftlich eine »Denkschrift an die Preußische Akademie der Wissenschaften über die Welteislehre von heute«.

Der Norden

Ebenfalls eng der Hörbigerschen Glazial-Kosmogonie verbunden ist Rudolf Brunngrabers Roman »Die Engel in Atlantis« (1938), in dem die Insel Atlantis infolge einer Sintflut untergeht, die in der »Auflösung« des Erdenmondes ihre Ursache hat.

Der bei weitem gewichtigste und umfangreichste literarische Beitrag zum Themenkomplex Welteislehre/Atlantis stammt jedoch von Edmund Kiß. Der 1886 geborene Architekt und Baurat war Leiter des Preußischen Hochbauamtes und zählt zu den nachdrücklichsten Propagandisten der Welteislehre. 1933 veröffentlichte er ein einschlägiges Sachbuch mit dem umständlichen Titel »Die oft verlästerte, von vielen gepriesene, von manchen schon vernichtete, aber zäh und kampfbereit weiterlebende Welteislehre, allen Gelehrten und Ungelehrten, vorzüglich aber unbefangenen und jugendlichen Gemütern, so diesen Wahnsinn selbst verdammen wollen, oder aber diese neue Offenbarung ehrfürchtig und dankbar in sich aufzunehmen trachten, nach Hanns Hörbigers Lehre dargestellt.«

Er unternahm zahlreiche Forschungsexpeditionen, um die Richtigkeit von Hörbigers Theorien unter Beweis zu stellen. Diese Reisen fanden ihren Niederschlag einerseits in Jugendbüchern wie »Schwarze Felsen am Pazifik – Abenteuer-Geschichte aus dem heutigen Peru« (1930), andererseits aber auch in den Sachbüchern »Die kosmischen Ursachen der Völkerwanderungen« (1934) und »Das Sonnentor von Tihuanaku und Hörbigers Welteislehre« (1937).

Darüber hinaus versuchte Kiß in verschiedenen Artikeln, die überwiegend im SS-Organ Germanien erschienen, einen Zusammenhang zwischen dem Germanentum und dem Welteis herzustellen. Zusammen mit Alfred Hörbiger, einem der Söhne Hanns Hörbigers, und mehreren Wissenschaftlern, darunter Hermann von Hase und Philipp Fauth, gehört Kiß zu den Unterzeichnern des 1936 verfassten so genannten »Pyrmonter Protokolls«, in dem als Ziel formuliert wurde, Hörbigers Glazial-Kosmogonie, »das geistige Geschenk eines Genies«, unter der Schirmherrschaft Heinrich Himmlers weiter zu entwickeln.

Der erste einer Tetralogie von Kiß’ Atlantis-Romanen erschien 1930, er trägt den Titel »Das gläserne Meer« und ist »dem Manne, der mir einen neuen Himmel und eine neue Erde gab, Hanns Hörbiger« gewidmet. In enger Anlehnung an dessen Weltbild wird darin der Absturz des ersten Tertiärmondes (des titelgebenden »gläsernen Meeres«) und die daraus resultierende Flutwelle geschildert. Dass sich der Roman in den Prophezeiungen des Protagonisten Jochaan an die Offenbarung des Johannes anlehnt, ist, so der »Welteisforscher« Hans Wolfgang Behm im Nachwort, »kein billiger Zufall, sondern ankert in der Ausbeutung altüberlieferter Texte und Mythen im Sinne der Welteislehre«.

»Frühling in Atlantis« (1933) erzählt von einer zweiten Blütezeit des atlantischen Reiches unter der Führung des »Reichskönigs« Warager Ase Torgaard. Die Gegenwartsbezüge sind in diesem Roman, wiewohl auch er in zehntausendjähriger Vergangenheit angesiedelt ist, nicht zu übersehen. Torgaard widmet sich der Aufzucht »reinrassiger nordischer Menschen«, womit sich die »Dunklen«, die neben der nordischen Elite die Mehrheit der atlantischen Bevölkerung bilden, nicht mehr abfinden möchten. Der Konflikt mündet in der Ermordung des Helden Baldur Ase Wieborg aus Thule. Man kann den Roman eindeutig als Warnung vor der rassischen Überfremdung Deutschlands ansehen.

»Die letzte Königin von Atlantis« (1931), vor »Frühling in Atlantis« erschienen, in der Chronologie der Tetralogie aber danach anzusiedeln, schildert, wie der heutige Erdmond von der Erde eingefangen wird, was abermals ungeheure Flutkatastrophen auslöst, denen das Inselreich Atlantis schließlich zum Opfer fällt, worauf die Reste der »nordischen Herrenrasse« der atlantischen Hochkultur sich auf die peruanische Hochebene von Aztlan retten.

Im Abschlussband »Die Singschwäne aus Thule« (1939) treten die Überlebenden den Versuch an, unter dem »blauen Banner mit dem silbern gehakten Kreuz« in ihre nordische Heimat zurückzukehren, wo nun unter dem neuen Erdmond statt ewigen Frühlings winterliche Kälte herrscht. Einige dieser Eroberer gelangen bis nach Griechenland, wo sie tatkräftig daran beteiligt sind, die griechische Hochkultur aufzubauen, die wir heute kennen.

Letztlich reflektieren Kiß’ Romane mit ihren Eroberungsphantasien die aggressiv expansionistische Politik Deutschlands während des Dritten Reichs und nähren einmal mehr den Mythos vom »Volk ohne Raum«. In »Die Singschwäne aus Thule« liest sich das so: »Die Erde hat einst den Nordleuten gehört, nun sind sie zerschlagen und zerschellt und irren am Eisrand von Thule, wie die Singschwäne ihrer Heimat. Doch die Lanze der Seele zielt immer noch nach Gipfeln und Höh’n. In der tiefsten Not sind sie entschlossen, der Erde erneut den Runddruck ihrer Seelen aufzuprägen.«

In einer Rezension des Romans in der literarischen Monatsschrift Die Literatur (Juni 1932) bescheinigt Artur Brausewetter dem Verfasser: »Seine Liebesgeschichte aus sagenhaft fernen Zeiten ist mit den Augen des Poeten gesehen, mit dem Herzen des Poeten geschrieben«, was man getrost als opportunistische Jubelrezension abtun kann, immerhin hatte Kiß es durch seine Verdienste um die Welteislehre als Mitglied des »Ahnenerbes« zum Scharführer der SS gebracht.

Etwas mutiger gibt sich Martin Kießig in einer Besprechung von »Frühling in Atlantis« in Das deutsche Wort vom 8. Juni 1934: »Der dichterische Wert des Buches ist ungleichmäßig«, urteilt er, kommt dennoch zu dem Ergebnis: »Im Ganzen darf das Werk (…) als interessanter Unterhaltungsroman angesprochen werden«, lässt es sich dann aber doch nicht nehmen, unter der Überschrift »Literarische Schreckenskammer« in einigen Zitaten aus dem Roman Sprachschwulst und Stilblüten vorzuführen.

Dass Kiß auch heute noch ein hohes Maß an Bewunderung zukommt, mag eine in Sonnenwacht – Briefe für Heiden und Ketzer, Nr. 11, Lenzing 2000 (Lenzing ist der dritte Monat des Jahres, entspricht also dem März) veröffentlichte Reminiszenz belegen, die eine Begegnung mit Kiß in einem amerikanischen Kriegsgefangenenlager aus dem Jahr 1946 schildert:

»›Edmund Kiß!‹ – Das war doch der Schriftsteller, der mir mit dem edlen Gehalt seiner Romane so unendlich viel gegeben hatte. Der damit die Einstellung vieler junger Menschen bestimmte und auch heute noch bei all jenen, die sich ihre Anständigkeit bewahrt haben, Saiten zum Klingen bringt! Ich konnte es kaum erwarten, bis die Reihe an mich kam, und ich zu ihm hinübergehen durfte. Zweifel packte mich, ob es sich nicht um eine zufällige Namensgleichheit handeln würde, oder dass ich mich verhört haben könnte. Doch es stimmte. Es war der Architekt Edmund Kiß, Strandlinienforscher und Dichter, der seinerzeit einen der bedeutendsten Literaturpreise des Deutschen Reiches erhalten hatte. Edmund Kiß, der SS-Obersturmbannführer, zeitweiliger Kommandant der Wachmannschaft des Führerhauptquartiers, der sich mit der Erforschung der Strandlinien von Tibesti in der Sahara und in den Hochkordilleren in Südamerika einen Namen gemacht hatte; Edmund Kiß, der Verfechter der Welteislehre des Wiener Gelehrten Hanns Hörbiger, der Sänger des untergegangenen Reiches Atlantis.«

Nachkriegszeit

Die Literaturgeschichte neigte und neigt dazu, die Literatur jener Zeit als verirrten Sonderfall auszuklammern. Tatsächlich aber ist die völkisch-nationalistische Literatur keineswegs erst im Jahre 1933 auf der Bildfläche erschienen, vielmehr reichen ihre Traditionslinien weit zurück, wie man es unter anderem an den zahlreichen Kriegsutopien zwischen 1870 und 1930 nachweisen kann (9). Und so wenig die völkische Literatur erst 1933 aufkam, so wenig stellt das Kriegsende 1945 die oft beschworene Zäsur dar.

Auch nach dem Krieg publizierten zahlreiche vom NS-Regime geschätzte Autoren weiter (Ernst Guido Kolbenheyer mag als ein Beispiel dienen), wahrten unter den neuen Bedingungen ein unauffälliges Profil und bemühten sich, in der bedrückten Stimmung nach der Niederlage als Unterhaltungsschriftsteller mit »heiteren« Brevieren und Romanen möglichst ideologieunverdächtigen Frohsinn zu verbreiten. In der literaturgeschichtlichen Rezeption werden die Aktivitäten der ehedem nationalsozialistischen Schriftsteller ebenfalls gern übergangen, wiewohl »all diese breit gestreute Publikationsaktivität entschieden weitere Leserschichten erreichte als etwa die viel besprochene ›Avantgarde‹«, urteilt Uwe-K. Ketelsen in einer Monographie zum Thema (10).

Zu den Autoren dieser Schule gehört auch Wilhelm Landig, der schon 1951 unter dem Titel »Humor hinter Stacheldraht« die »heiteren Seiten eines ernsten Kapitels« beleuchtete. Landig, 1909 in Wien geboren, nahm im Juli 1934 ebendort am nationalsozialistischen Putschversuch teil, musste fliehen und wurde in Deutschland Mitglied der SS.

Nach der Niederlage des deutschen Reiches 1945 setzten sich viele ranghohe Nationalsozialisten nach Lateinamerika ab. Aus diesem Grund musste »die von den Nationalsozialisten beschworene Einheit von Boden, Rasse und Denken (…) einer Neubestimmung geopfert werden«, führen Friedrich Paul Heller und Anton Maegerle (11) dazu aus.

Hatte Alfred Rosenberg in seinem Buch »Der Mythus des zwanzigsten Jahrhunderts« (1934) noch dargelegt, dass die Überlebenden der Katastrophe des Untergangs von Atlantis ins Baltikum und nach Russland geflohen waren (Länder, die die Nationalsozialisten folgerichtig auch bald für sich beanspruchten), so musste nun auch Lateinamerika einbezogen werden: »Die mythologische Aufwertung Lateinamerikas ist das ideologische Vehikel der Neuverortung des Nationalsozialismus nach dessen militärischer Niederlage 1945«, so Heller und Maegerle weiter.

Ganz so neu, wie die beiden Autoren es darstellen, ist diese Variante freilich nicht. Die »Völker« Lateinamerikas sind schon bei Edmund Kiß Nachfahren der durch die Katastrophe versprengten »nordischen Rasse« von Atlantis, womit die »mythologische Aufwertung« Lateinamerikas nicht erst nach 1945, sondern bereits zu Zeiten des Dritten Reiches ihren Anfang nahm.

Ufos und U-Boote

Interessant dabei ist, dass Miguel Serrano, ein chilenischer Faschist und Bewunderer Hitlers, der als Botschafter in Österreich (1964 bis 1970) auch Kontakte zu Landig hatte, die Zusammenkunft deutscher und lateinamerikanischer Nationalisten als Wiedersehen von Angehörigen gleicher Herkunft inszeniert. Sie alle stammen, unter direktem Rückgriff auf Kiß, von der »Urrasse« der Atlanter ab. Serranos Absicht ist leicht zu durchschauen, es geht ihm in erster Linie darum, die eigene Herkunft aufzuwerten und mit deutschen Nationalsozialisten sozusagen »auf Augenhöhe« verkehren zu können.

Landig hat diesen Themenkomplex in einer umfangreichen Romantrilogie aufgearbeitet, die aus den Bänden »Götzen gegen Thule« (1971), »Wolfszeit um Thule« (1980) und »Rebellen für Thule« (1991) besteht. Der literarische Wert dieser Romane ist gering, wobei man natürlich zwangsläufig die Frage stellen muss, ob es überhaupt sinnvoll ist, so unverhohlen propagandistische Werke nach ästhetischen Gesichtspunkten zu bewerten und nicht nur nach ihrem politischen Gehalt.

Landig behauptete stets, im Dritten Reich an der Entwicklung von Ufos beteiligt gewesen zu sein, und führt weiter aus, dass er in seiner Trilogie zwar die Romanform benutze, jedoch über tatsächliche Sachverhalte berichte. Wie Serrano verortet auch Landig die Zukunft des nationalsozialistischen Reiches am Südpol: »Landmäßig gesehen bleibt unserer kämpfenden und wissenden Generation nur die Antarktis. Geistig aber bleibt unser Hort immer am Mitternachtsberg im Norden«, heißt es in »Wolfszeit um Thule«.

Die Trilogie schildert in Form einer politischen Fiktion die letzten Tage von Nazideutschland und die Flucht einer NS-Elitetruppe mit den neuesten Geheimwaffen des untergehenden Reichs zur Antarktis, wo sie einen geheimen Stützpunkt aufbaut und bis in die Gegenwart verteidigt. Hier wird Bezug genommen auf eine tatsächliche deutsche Expedition in die Antarktis in den Jahren 1938/39, wo Landig mit seinen Leuten fliegende Untertassen und U-Boote eingelagert haben will. Derartige Vermischungen von Dichtung und Wahrheit ziehen sich durch das gesamte Werk.

Doch während Serrano von nationalsozialistischen Stützpunkten u. a. auf dem Mars phantasiert, bleibt Landig doch der Erde verhaftet. In »Wolfszeit um Thule« gelingt einer Flotte von Super-U-Booten des Dritten Reiches bei Kriegsende die Flucht zum Südpol, zum deutschen Stützpunkt Neuschwabenland. Hier sammeln sich die Überlebenden und brechen zu Expeditionen in die ganze Welt auf, darunter auch zur Wiener Hofburg, wo der »Speer des Schicksals« ausgestellt ist, eine jener für den völkischen Okkultismus schlechterdings unverzichtbaren Paraphernalien, die Lanze nämlich, mit der (nach dem Johannesevangelium) ein römischer Soldat dem gekreuzigten Christus in die Seite gestochen haben soll, um zu sehen, ob er schon tot sei. Ihr wird eine große magische Kraft zugesprochen.

1992 nahm sich ein Autor mit dem Pseudonym Russell McCloud in dem Roman »Die schwarze Sonne von Tashi Lhunpo« dieser legendären Reliquie an. Im Gegensatz zu Landigs Prosa gelingt ihm, was den literarischen Aspekt angeht, zumindest ein spannender Roman, ein rasanter paranoider Spionagethriller, der völkisch-nationalistisches Gedankengut in einer für die Akte-X-Generation gemäßen Form aufarbeitet.

Nach dem Ritualmord an einem Bankier gerät ein Wiener Reporter im Lauf seiner Recherchen nach Tibet, wo der Überlebende einer SS-Expedition ihn in esoterische Geheimnisse einweiht. Auch hier wird die Legende von einer Rasse kolportiert, »die von den Göttern abstammt«, aber vor zwölftausend Jahren in einer Katastrophe unterging. Überlebende dieser Rasse paarten sich mit den »niederen Menschen«, eine Verbindung, aus der später die »minderen Rassen« hervorgingen, andere hielten ihr Blut rein. McCloud wird dem von Serrano begründeten »esoterischen Hitlerismus« zugerechnet.

Serrano geht noch einen Schritt weiter als Landig, der lediglich überlebende Nazi-Flüchtlinge zum Südpol schickt. Bei Serrano ist es Hitler selbst, der dort im Kälteschlaf liegt und auf seine Auferstehung wartet. Davon war er offenbar so fest überzeugt, dass er 1947 und 1948 selbst die Antarktis bereiste und Hitler suchte. Dass der Führer noch lebt, führte Serrano u.a. in seinem Buch »Das goldene Band« aus.

Mit derartigen Thesen wird der Versuch unternommen, eine neue Legendenbildung zu schaffen und die Person Hitlers mythisch zu überhöhen. Was jedoch dabei herauskommt, ist bestenfalls ein sekundärer Mythos, in den Versatzstücke aus unterschiedlichen Quellen integriert werden. Im Fall des am Südpol im Kälteschlaf ruhenden Hitler sind diese Versatzstücke einerseits der Offenbarung des Johannes entlehnt (»Ich war, bin und werde sein«), einem biblischen Text, der sich dank seiner dunklen, vagen Interpretationsoffenheit von jeher größter Beliebtheit bei Esoterikern und Okkultisten erfreut. (Auch die Romane von Kiß sind stark von der Johannes-Offenbarung geprägt, was sich zum Teil in fast wörtlich übernommenen Formulierungen niederschlägt.)

Andererseits beschwört die Vorstellung eines an einem geheimen Ort wartenden sagenhaften Herrschers, der dereinst wiederkehren wird, um sein Volk zu führen, die Sage von König Barbarossa, der im Berg schläft und nach Jahrhunderten zur letzten Schlacht vor dem Ende der Zeit hervorstürmt, um mit seinem Reiterheer dem Guten zum Sieg zu verhelfen. Und natürlich geht es um die Artus-Sage, hier wird aus dem »once and future King« lediglich der »once and future Führer«.

Einen späten Beitrag zum Atlantis-Mythos liefert die 1912 geborene Stuttgarter Kinder- und Jugendbuchautorin Alberta Rommel, deren Veröffentlichungen bis ins Jahr 1927 zurückreichen, die für ihre Bände »Ein König in Atlantis« (1980) und »Rückkehr nach Atlantis« (1982) sowie für einige Sachbücher über Religion und das Leben der Germanen während der Bronzezeit das Pseudonym Britta Verhagen wählte.

Weitgehend konventionell ist »Ein König in Atlantis«, in dem, einer ebenfalls verbreiteten Theorie folgend, Atlantis mit dem heutigen Helgoland gleichgesetzt wird. Im Vorwort bezieht sich die Autorin, die ihre »Jugendbegeisterung für die Germanen« eingesteht, explizit auf die »Sachbücher« des holsteinischen Pfarrers Jürgen Spanuth, der die Atlanter ebenfalls als überlegenes Volk sieht, aus dem später die arische Rasse hervorgegangen sei (»Das enträtselte Atlantis« (1953), »Atlantis – Heimat, Reich und Schicksal der Germanen« (1965) und »Die Atlanter« (1976).

In »Rückkehr nach Atlantis« wird unter Bezugnahme auf eine Textstelle der Edda von der neuen Blüte der Insel Atlantis erzählt, und schon der Klappentext ist deutlich: »Das Ringen um diesen Neubeginn ist das Thema dieses zweiten Atlantis-Romans (…) Im Mittelpunkt steht wieder eine Führerfigur, ein Mensch von bedeutender, verpflichtender Herkunft, aber auch persönlichem Format. War es im ersten Roman der Atlanterkönig Hyllos, der Nachdenkliche, Zweifelnde, doch bis zur letzten Konsequenz Pflichtbewusste, begegnet uns hier nun – in der Person von dessen Urenkel – der unbeirrbar Zähe, von einer überzeitlichen Mission Durchdrungene.« Mögen die Metaphern noch so schlicht und die Symbole noch so plump sein, deutlicher hat bis dato kein anderer Autor den unerschütterlichen Glauben an das Vierte Reich in Worte gekleidet.

Wahn und noch mehr Wahn

Versucht man eine Bilanz der Entwicklung des Atlantis-Thule-Mythos, so zeigt sich deutlich, dass ein Element des Irrationalen in zunehmendem Maße die Oberhand gewinnt. Der Mythos wurde zwar schon früh in den Dienst rechter Ideologie gestellt, doch die Autoren des Dritten Reiches versuchten stets, im Rahmen als wissenschaftlich gesichert geltender Fakten zu bleiben, auch wenn es sich um erwiesenermaßen irrige wissenschaftliche Ansätze wie Hörbigers Welteislehre handelte.

Das Werk Serranos hingegen ist vollkommen hermetisch und hat keinerlei Bezüge zur Realität mehr, man könnte fast schon geneigt sein, hier von »Wahn« zu sprechen. Interessant ist in jedem Fall, wie hartnäckig sich Reste der angesprochenen Pseudowissenschaften bis heute erhalten haben.

So vermochte der österreichische Science-Fiction-Autor Erich Dolezal noch 1981 in einem Artikel in der Wiener Zeitung in der Welteislehre »ein Körnchen Wahrheit« zu erkennen. Heller und Maegerle berichten in ihrem Buch »Thule« von einem Vortrag, den 1995 eine Arbeitsgemeinschaft naturreligiöser Stammesverbände hielt und in dem es u.a. um »Ufos – und sie fliegen doch« und »die hohle Erde und ihre Eingänge« ging.

Zieht man die Linie vom Atlantis-Mythos und seiner Ausdeutung anhand der Welteislehre im Dritten Reich bis zu heutigen Interpretationen, so fällt eines auf: Während damals versucht wurde, Denkgebäude im Sinne der neuen Machthaber zu errichten, die ein »wissenschaftliches Fundament« der rechten Ideologie schaffen und dabei durchaus im Rahmen wissenschaftlich vorstellbarer Koordinatensysteme bleiben sollten, zersplittert die mythologische Unterfütterung neurechter Überzeugungen im selben Maße, wie die Rechte als Bewegung an Bedeutung verliert.

Aus wissenschaftlichen Lehren, die zwar falsch, in sich aber durchaus stimmig waren, ist eine unüberschaubare Vielfalt pseudoreligiöser Wahnvorstellungen und imaginierter Omnipotenzphantasien geworden, die keinerlei Bezug zur Realität mehr haben, seien es schlafende Führer, Nazi-Ufos am Südpol oder geheime Stützpunkte des untergegangenen Reiches im Sternsystem Aldebaran. Selbst rechte Esoteriker haben sich mittlerweile von so offensichtlich an den Haaren herbeigezogenen Vorstellungen distanziert, sie erschaffen ihre eigenen Pseudomythen und tragen so gewollt oder ungewollt zum weiteren Bedeutungsverlust völkisch-nationalistischer Ideologien bei.

Anmerkungen

(1) In: Franz Wegener: Das atlantidische Weltbild, Gladbeck 2001, Kulturförderverein Ruhrgebiet, S. 86

(2) Kaiserslautern 1913, Hermann Kaysers Verlag

(3) Brigitte Nagel: Die Welteislehre. Ihre Geschichte und ihre Rolle im Dritten Reich, Stuttgart 1991, Verlag für Geschichte der Naturwissenschaften und der Technik

(4) Alvin Toffler: Der Zukunftsschock, Bern/München/Wien 1970, Scherz Verlag

(5) Karl Heinz Bohrer: Der Mythos vom Norden. Studien zur romantischen Geschichtsprophetie, Heidelberg 1961, Inaugural-Dissertation

(6) Wegener, a.a.O.

(7) Jost Hermand: Der alte Traum vom neuen Reich. Völkische Utopien und Nationalsozialismus, Frankfurt am Main 1988, Athenäum Verlag

(8) Hermand, a.a.O.

(9) Vgl. Jungle World, 1/2/03

(10) Uwe-K. Ketelsen: Völkisch-nationale und nationalsozialistische Literatur in Deutschland 1890 – 1945, Stuttgart 1976, Metzlersche Verlagsbuchhandlung

(11) Friedrich Paul Heller, Anton Maegerle: Thule. Vom völkischen Okkultismus zur Neuen Rechten, Stuttgart 1998, Schmetterling Verlag (2. erweiterte Auflage)