Deutsches Haus

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Am Abend des 12. Juni beleidigte ein alkoholisierter 44jähriger in einem Linienbus im Berliner Stadtteil Kreuzberg einen 36jährigen Mann, der mit seiner fünfjährigen Tochter in dem Fahrzeug saß, auf rassistische Weise. Ein 59jähriger Begleiter des Angetrunkenen beteiligte sich Zeugenaussagen zufolge an den Pöbeleien. Wie die Berliner Polizei mitteilte, wandte sich der 36jährige an den Busfahrer, der daraufhin die Fahrt unterbrach und die Polizei alarmierte. Der 44jährige und der 59jährige wurden vorübergehend in Gewahrsam genommen. Der Polizeiliche Staatsschutz des Landeskriminalamts ermittelt nun wegen Volksverhetzung gegen sie. Am frühen Morgen des 9. Juni beschimpfte eine Gruppe von etwa 15 Personen in der Nähe des Albertplatzes in Dresden (Sachsen) einen 20jährigen wegen seiner Hautfarbe mit rassistischen Parolen. Wie die Dresdner Neuesten Nachrichten berichteten, flüchtete der Mann mit seinen beiden Begleiterinnen im Alter von 20 und 26 Jahren in eine Straßenbahn. Mindestens sechs Männer aus der Gruppe schlugen daraufhin gegen die Karosserie des Fahrzeugs und öffneten mit Gewalt eine bereits geschlossene Tür der Bahn. In diesem Moment traf die Polizei an der Haltestelle ein und hinderte die Angreifer an weiteren Taten. Die Beamten nahmen die zum Teil wegen Gewaltdelikten bereits aktenkundigen Männer vorläufig fest. Am selben Tag nahmen Bundespolizisten im Bahnhof von Lübeck (Schleswig-Holstein) einen 33 Jahre alten Türken fest. Wie die Lübecker Nachrichten berichteten, hatten Mitarbeiter des Reisezentrums der Deutschen Bahn die Beamten verständigt, weil der Mann Papiere und Reiseunterlagen vorgelegt hatte, die »offensichtlich nicht ausreichend waren«. Der Türke widersetzte sich der Festnahme, die Polizisten überwältigten ihn jedoch. Bei der Überprüfung in den Diensträumen der Bundespolizei stellten die Beamten fest, dass der Türke nicht im Besitz der erforderlichen Ausweispapiere war. Zudem lag eine Ausweisungsverfügung gegen ihn vor. Dem 33jährigen droht nun die Abschiebung. Am Abend des 8. Juni begegnete im Berliner Bezirk Neukölln eine 49jährige einer Frau aus Marokko, die mit ihren beiden Kindern unterwegs war. Wie aus dem Bericht der Berliner Polizei hervorgeht, näherte sie sich der 29jährigen Mutter und drohte ihr damit, sie »abzustechen«. Zudem beleidigte sie die Marokkanerin auf rassistische Weise. Die Bedrohte verständigte die Polizei, Beamte nahmen die 49jährige vorläufig fest. Wie der Tagesspiegel berichtete, beleidigten drei junge Männer am selben Abend im Berliner Stadtteil Weißensee einen Mann wegen seiner Hautfarbe auf rassistische Weise und forderten die Herausgabe von Zigaretten. Dann schlugen und traten sie auf den 29jährigen ein und raubten sein Mobiltelefon, seine Jacke und seinen Pullover. Der Angegriffene zog sich Prellungen zu und musste im Krankenhaus medizinisch versorgt werden. Die Polizei sucht die unbekannten Angreifer.   MST