Homestory

Homestory #34

Sie wissen es längst: Die diesjährige Redaktionsreise Ihrer Lieblings­zeitung geht in die Schweiz. Doch obwohl wir schon in der kommenden Woche losfahren (fahren, nicht fliegen!), ist echtes Reisefieber, anders als in früheren Jahren, noch nicht ausgebrochen. Das mag daran liegen, dass einige Kolleginnen und Kollegen leider nicht mitkommen können, oder daran, dass wir nach fast anderthalb Jahren zumindest für begrenzte Zeit das Homeoffice verlassen können und unser Glück noch gar nicht zu fassen vermögen. Endlich können wir wieder ausgiebig konferieren, ohne den diversen technischen Widrigkeiten ausgeliefert zu sein, von denen an dieser Stelle schon so oft berichtet wurde.

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Für nicht wenige Redaktionsmitglieder ist es die erste Auslandsreise mit der Jungle World. Und einige Kolleginnen und Kollegen haben sich bislang noch nicht einmal gesehen – oder nur sehr kurz, bevor der Videochat wieder mal abstürzte. Insofern wollen wir auf unserer diesjährigen Redaktionsreise nicht nur die Schweiz, sondern auch unsere Kolleginnen und Kollegen (besser) kennenlernen. Auch wenn wir auf diesbezügliche sozialpädagogische Spiele verzichten werden, erinnert unser Urlaubsdomizil an einen Ort, an dem sonst gestresste Büroarbeiterinnen zu einer Teambuilding-­Maßnahme verdonnert werden. Die Ortsgemeinde, in der wir ­unterkommen, hat nur gut 200 Einwohner und befindet sich auf einem malerischen Berghang. Perfekt für Wanderungen und sonstigen alpinen Extremsport, von dem Sie dann möglicherweise lesen können. Beispielsweise wünschen sich einige Redaktionsmitglieder Paragliding als Programmpunkt, aber es ist noch nicht sicher, ob das klappt. Zur Not bleibt uns immer noch Bergsteigen direkt hinterm Haus. Ein nicht gerade wanderfreudiger Kollege fragte bereits, wie weit es wohl bis zur nächsten Bademöglichkeit sei und ob er morgens vor dem Frühstück schnell in den See springen könne. Die Antwort: Vier Kilometer, aber auch gut 400 Höhenmeter, die auf dem Rückweg erklommen werden wollen. Ob er sich das vor dem Frühstück antun möchte, muss er selbst wissen.

Selbstverständlich werden wir wieder eine Auslandsausgabe Ihrer Lieblingszeitung produzieren. Seit Wochen knüpfen wir bereits Kontakte und planen Themen. Einige Leserinnen und Leser haben uns auch Vorschläge geschickt, die wir gerne aufgreifen. So werden wir Sie in der am 16. September erscheinenden Schweiz-Ausgabe unter anderem über die Hausbesetzerszene, Anthroposophen und Esoterikerinnen sowie das spezielle Demokratiedefizit der für ihre direkte Demokratie bekannten Schweiz informieren.