Die Reaktion

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Ui, so viele Reaktionen diesmal, zu so vielen unterschiedlichen Themen. Sind die Sommerferien etwa vorüber? Nur ein paar Beispiele: Michael Sch. kritisiert auf Facebook: »Selten so einen Blödsinn wie den Disko-Text ›Deutschland roden‹ (36/12) gelesen. Ausgehend von einer richtigen Kritik daran, dass offenbar eine gefällte Eiche die deutschen Gemüter heftiger erzürnt als die alltägliche rassistische Gewalt, verliert der Autor sich anschließend leider in unsinnigen Vergeltungsphantasien.« Die anarchistische Zeitung Graswurzelrevolution schreibt in einer Presseschau zum Bericht über das Anarcho-Treffen in Saint-Imier (34/12): »Die Jungle World schließt sich der Niveautalfahrt der taz nahtlos an. Im umfangreichen Verriss ›Anarchie ist wie Bubble Tea‹ werden als Resümee des Treffens folgende Punkte festgehalten: Dort, wo sich AnarchistInnen treffen, gehe es chaotisch zu, Menschen mit Affinitäten zum Anarchismus seien hoffnungslose Utopisten und überhaupt rieche es auf dem Treffen ›säuerlich-dumpf‹ wie ›unter der Achselhöhle eines Lastwagenfahrers‹. Etwas mehr Respekt dem Aufwand der Organisation eines internationalen Treffens, den wegweisenden konstruktiven Ansätzen, die der Anarchismus aufzeigt, sowie den Menschen gegenüber, die der Autor für seinen Artikel interviewte, würde der Jungle World gut tun.« Ausgiebig wurden wir auch wieder im Rahmen der sich fortsetzenden Butler-Adorno-Debatte zitiert. Kim B. schrieb uns per E-Mail: »Mit Staunen, wenn auch ohne überrascht zu werden, habe ich das Dossier zu Butler und dem Adorno-Preis (36/12) gelesen. Die Autoren vergeben den Adorno-Preis an, Tusch, Justus Wertmüller. So weit, so gehabt. (…) Mich stört, dass sie sich und ihren LeserInnen jede Aufklärung über Butler, ihre Philosophie und ihre politische Haltung zu Israel vorenthalten. (…) Ich bin dafür, dass Butler den Adorno-Preis erhält, unter anderem weil dann die Diskussion um die strittigen Fragen ihrer Politik weniger schnell abebbt. Dass sie und ihre AnhängerInnen Gegenwind bekommen, kann dabei nur helfen, sprunghafte und selbstbezügliche Langkommentare jedoch nicht.«