Leo Fischer klingt diese Woche wie Dorothee Bär (CSU)

Ja mei! Mir san dabei!

Gastbeitrag Von Leo Fischer
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GBJamaika – ich weiß, viele verbinden das mit Sonnenschein, guter Laune und komplett leergeballerten Hirnen. Das ist auch alles gut und richtig so. Doch für Koalitionsverhandlungen wie die jetzt anstehenden gelten andere Wetterbedingungen: Es wird auch mal tüchtig krachen zwischen Grün, Gelb, Schwarz und Braun.

Das Wichtige ist: Wir werden am Ende zwar nicht alle derselben Meinung sein, aber zumindest ähnliche Wörter benutzen. Statt »Obergrenze« können wir auch »Deckellimit« sagen, statt »Faschisierung« auch »Nettoentlastung«. Wichtig ist, dass alle Definitionen im Koalitionsvertrag genau aufgeschrieben werden, damit nicht versehentlich die falschen Bevölkerungsschichten brutalisiert werden. Das wäre etwas, wo auch mein sonniges fränkisches Gemüt plötzlich Hurrikan­wolken ausgesetzt wäre. Da wir schon mal vom Wetter sprechen: Ich bin mir nicht sicher, dass der Klimawandel wirklich zu 100 Prozent vom Menschen gemacht wurde.

Zwar spricht die gesamte ernstzunehmende wissenschaftliche Literatur dafür – aber dabei handelt es sich ja auch nur um menschengemachte Wissenschaft, die natürlich einen besonderen Fokus auf den menschengemachten Klimawandel hat. Wir sollten dringend eine Zweitwissenschaft einholen, vielleicht vom Aldebaran oder von der Weltwoche. Hier bringe ich gerne mein Netzwerk mit ein. In den Koalitionsgesprächen bin ich aber mehr als nur die sympathische Wetterfee, sondern vor allem als Joker dabei. Immer, wenn jemand nicht kann, springe ich ein. Der von Merkel gesetzte Verhandlungsrahmen gefällt mir schon mal. So will sie ein mit Männern und Frauen quotiertes Kabinett.

Das finde ich gut, weil ich weiß, dass die CDU das stemmen kann. Bei der CSU sieht es leider nicht ganz gut aus. Uns sind ja viele Hinterbänklerinnen weggekippt, ähnlich wie auf der Wies’n, wenn das jeweils neueste Seehofer-Gspusi vom Bierbankl fällt. Da müssen wir notfalls eine Auffanggesellschaft bilden, haha! Ansonsten gilt der bekannte Satz: Man soll Gott für alles danken, selbst für einen Unterfranken. Nur eben jetzt für beide Gender oder wie auch immer man das nennt.

Herzlich, Ihre Dorothee Bär