Würmchen mästen

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Ein Spiel, das »The Visitor 2 – Massacre at Camp Happy« heißt () und im Titel einen rötlichen Schneckenwurm mit spitzen Zähnen und kleinen Hörnchen zeigt, kann ja eigentlich nur ein prima Zeitvertreib sein.
Und so ist es auch: Das böse Viech hat sich ausgerechnet dem Ort genähert, den sich ein paar Wanderer als Campingplatz fürs Wochenende ausgesucht haben. Trotz der Warnung, vorsichtig zu sein, weil seltsame Geschichten über den Weg in die Berge kursieren, bleiben die Urlauber wie in jeder ordentlichen Horrorstory natürlich hartnäckig bei ihren Plänen. Und der Schneckenwurm kann sich daran machen, sie aufzufressen. Am Anfang ist das hässliche Wesen dazu allerdings noch viel zu klein, was sich jedoch leicht ändern lässt. Das Tierchen muss nur andere Tiere fressen und damit gleichzeitig auch deren Eigenschaften annehmen, was zum Überwinden der ortsüblichen Hindernisse wie Bergbäche und Gipfel unerlässlich ist.
Blöd ist nur, dass die vorgesehene Nahrung sich nicht so einfach aufessen lassen will, sondern wegläuft und sich wehrt. Gleich am Anfang kommt es so beispielsweise zu einer Konfrontation mit einer äußerst unverschämten kleinen Wasserschildkröte, die aus dem Schneckending blutigen Matsch macht, wenn man nicht sehr vorsichtig zu Werke geht. Weswegen zuerst die Mäuschen gleich daneben gefressen werden sollten, die jedoch ziemlich schnell rennen können, und dazu auch noch ganz gern Deckung hinter einem exorbitant gemeingefährlichen Warzenschwein nehmen.
Mit ein bisschen Übung gelingt es dann, das Schneckenwürmchen auf eine beeindruckende Größe zu bringen – und nebenher lernt man, dass auch böse Monster so ihre Probleme haben, was man ohne dieses Spiel natürlich niemals geahnt hätte.