Deutsches Haus

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Die Ausländerbehörde Essen (Nordrhein-Westfalen) hat die Abschiebung einer Frau nach Kamerun angeordnet. Wie Der Westen am 23. Mai berichtete, kam die 38jährige Ende 2010 mit ihrem deutschen Ehemann nach Deutschland. Dieser versuchte, sie zur Prostitution zu zwingen, und wurde handgreiflich. Nach fünf Monaten wurde sie mit Hilfe von Nachbarn und der Polizei in einem Frauenhaus untergebracht. Sie stellte jedoch keine Anzeige gegen ihren Mann. Als Grund für den nun ergangenen Abschiebebescheid nennt die Ausländerbehörde die mangelnde Integration der Kamerunerin, die kurze Dauer des Aufenthalts und der Ehe. Ein Härtefall liege nicht vor, die Vorwürfe gegen den Mann seien nicht erwiesen, ein Scheidungsantrag sei nicht gestellt worden. Nach deutschem Recht kann eine Scheidung jedoch erst beantragt werden, wenn die Ehepartner ein Jahr in Trennung gelebt haben. Eine Rückkehr nach Kamerun sei ausgeschlossen, sagte die 38jährige der Zeitung. »Für meine Familie bin ich eine Schande.« In den Leipziger Stadtteilen Wahren und Plaußig-Portitz (Sachsen) protestieren Anwohner gegen die Unterbringung von Asylbewerbern in ihrer Nachbarschaft. Die Flüchtlinge sollen dort nach Plänen des Sozialbürgermeister Thomas Fabian (SPD) unter besseren Bedingungen wohnen können als bisher. Nach Angaben der Dresdner Neuesten Nachrichten hat Fabian eine große Zahl an Protestbriefen erhalten, seit er das Vorhaben Anfang Mai öffentlich gemacht hat. Zu einer Bürgerversammlung in der Grundschule in Portitz, bei der auch Fabian zugegen war, erschienen am 22. Mai 550 empörte Anwohner. »Die Umsiedlung wird jene Probleme schaffen, wie sie im Umfeld von Asylbewerberheimen auftreten – wie beispielsweise Kriminalität, aber auch Lärm, Vermüllung, Drogen und anderes«, sagte ein Bürger aus Portitz nach der Veranstaltung der Leipziger Volkszeitung. In dem Stadtteil mit etwa 2 000 Einwohnern sollen ab November 2013 insgesamt 50 Flüchtlinge in zwei Mehrfamilienhäusern untergebracht werden. In Herten (Nordrhein-Westfalen) haben Unbekannte in der Nacht zum 19. Mai Flugblätter mit der Aufschrift »Vorsicht! Moslemverseucht!« verteilt. Wie die Recklinghäuser Zeitung berichtete, entdeckten Mitarbeiter der Stadtverwaltung die Flugschriften am nächsten Tag. Nur wenige Tage vorher hatten Unbekannte Zettel ähnlichen Inhalts im nahegelegenen Langenbochum verteilt. Ein Polizeisprecher sagte der Zeitung, es sei in beiden Fällen von denselben Verfassern auszugehen. Der Staatsschutz Recklinghausen ermittelt. Am 18. Mai beleidigte eine 25jährige im Bahnhof Altona in Hamburg eine Frau mit Migrationshintergrund zunächst auf rassistische Weise. Als sich die 31jährige deshalb zu ihr umdrehte, trat sie ihr unvermittelt gegen das Bein und bespuckte sie. Die Angegriffene flüchtete und alarmierte die Polizei. Beamte konnten die Angreiferin noch im Bahnhof stellen. Gegen sie wurde nach Angaben des Abendblatts ein Strafverfahren eingeleitet.   MST