Ponyhof statt Politik

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Trump. Trump. Trump. Trump. TrumpTrumpTrumpTrumpTrump. Überall Trump. Wirklich ü-ber-all. Und das noch mindestens drei Wochen lang. Weswegen wir nun zum Pferdchenspiel kommen. Dort ist es dem Reiterhof Jungle World dank eiserner Spar- und kluger Investitionspolitik mittlerweile gelungen, eine eigene Trabrennbahn zu kaufen, auf der dreimal am Tag der Cup »Das geht aber auch schneller, ne?« ausgetragen wird. Und für die Freunde des Westernreitens hat eine befreundete Pferdemanagerin den Hof »Western Jungle« gegründet.
Ansonsten sind die ersten Pferdchen mittlerweile tot. Zwei starben an Altersschwäche, eines an mangelnden Rechenfähigkeiten – wenn ein Tier aus Versehen zu lange trainiert wird, sinkt seine Lebensenergie, und dann kann es sein, dass es am nächsten Tag nicht mehr aufwacht.
Womit sich eine ethische Frage stellt: Ist man als Betreiberin eines Ponyhofs moralisch verpflichtet, ein nicht real existierendes Tier, das man praktisch auf dem Gewissen hat, wiederzubeleben oder nicht? Und wenn ja, gilt das auch, wenn man das blöde Viech eigentlich nicht ausstehen konnte? Mit anderen Worten: Haben auch virtuelle Pferdchen ein Recht auf Leben?
Eine entsprechende Umfrage bei Twitter fiel eindeutig aus: Immerhin 46 Prozent fanden, dass ja, aber Pferd Alya bleibt trotzdem tot, weil es einfach kein nettes Pferd war. Wie übrigens auch Pferd Marlon, das zunächst kastriert wurde und bei nächster Gelegenheit über die Regenbogenbrücke gehen wird. Was außerdem auch dem Viech blühen wird, das dauernd wahrheitswidrig behauptet, es habe nicht genug zu fressen bekommen und deswegen in »Lügenpferd Pegida« umbenannt wurde. Es sind die kleinen Freuden, die das Leben schön machen.