Leo Fischer klingt diese Woche wie Dieter Zetsche

Wir nennen es Teamarbeit

Gastbeitrag Von Leo Fischer
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GBSehr geehrte Damen und Herren, ­liebe Autofreunde,

als Besitzer eines Daimler-Automobils haben Sie höchste Ansprüche – an sich selbst, an Ihr Auto, an Ihre Frau. Und natürlich auch an Ihren Daimler. Unsere Fahrzeuge, das ist weltweit bekannt, erzielen in allen Kategorien Topwerte. Dass das Neider auf den Plan ruft, weiß jeder, dem schon mal ein Mercedesstern heruntergedreht wurde. Leider sitzen solche Neider auch in Amtsstuben und Gutachterbüros. Dies erklärt die bizarren Vorwürfe, die uns immer wieder erreichen: Unsere Autos würden Abgase erzeugen, sogar mehr als nötig. Das kann, das will ich nicht so stehenlassen.

Durch den polemischen Begriff »Abgase« wird der Eindruck erweckt, dass in unseren Fahrzeugen schädliche Prozesse stattfinden. Das ist ganz einfach unwahr. Die Produkte unseres patentierten Verbrennungsmotors kommen so nämlich auch überall in der Natur vor: Kohlenstoff, Kohlenmonoxid, Ruß, Zyanid. Jede Kuh auf der Weide braucht diese Substanzen zum Leben. Nur bei der ach so bösen Technik werden diese Stoffe gleich mit Tod und Gefahr assoziiert. Das ist wirklich übertrieben.
Übertrieben sind auch die Vorwürfe, die derzeit gegen die Autobranche insgesamt, vor allem aber gegen uns, VW, Audi, Porsche und BMW vorgebracht werden. Von »Absprachen«, einem regelrechten »Kartell« ist die Rede, auch in Bezug auf Abgase. Ich kann die Öffentlichkeit hier wirklich nicht verstehen. Erst liegt man uns jahrelang wegen irgendwelcher Gase in den Ohren, und wenn wir uns dann mit Kollegen über das Thema austauschen, ist es auch wieder nicht recht.

Noch nie waren deutsche Autos derart heimtückischen und bösartigen Angriffen ausgesetzt wie heute: In Hamburg bei G20, in der Redaktion des Spiegel, im Berliner Kanzlerinnenpalast. Ich möchte hier ein altes Sprichwort der Toyota-Indianer in Erinnerung rufen: Erst wenn das letzte Fahrrad geklaut, das letzte Skateboard geschrottet und der letzte Nordic-Walking-Stick zerbrochen ist, werdet ihr merken, dass man Benzin nicht trinken kann.
Darauf ein herzliches Prost!

Ihr Dieter Zetsche
(noch nicht verhaftet!)