Rassistische Gewalt in Dresden

Deutsches Haus

Einem Bericht der Dresdner Neuesten Nachrichten zufolge beleidigte ein 29jähriger in der Nacht auf den 16. April in einer Straßenbahn in Dresden (Sachsen) zwei syrische Frauen auf rassistische Weise. Dabei schwang er einen Schlüsselbund, mit dem er mehrere Fahrgäste traf. Angaben der Berliner Polizei vom 15. April zufolge beleidigte ein Unbekannter in einer Straßenbahn eine Kopftuch tragende 33jährige auf fremdenfeindliche Weise und trat auf ihren Fuß. Als die Frau am S-Bahnhof Greifswalder Straße das Fahrzeug verließ, folgte ihr der Mann und zeigte mehrmals den Hitlergruß in ihre Richtung. Nachdem er sie eingeholt hatte, trat er ihr in den Bauch, woraufhin die Frau stürzte. Als sich ein Passant einmischte, flüchtete der Unbekannte.

Anzeige

Die 33jährige zog sich bei dem Vorfall einen Armbruch und einen verstauchten Finger zu. Am Morgen des 13. April forderten Mitarbeiter der Berliner Verkehrsbetriebe einen 64jährigen auf, den Bahnsteig des U-Bahnhofs Zoologischer Garten zu verlassen. Der Mann weigerte sich den Angaben des Polizeiberichts zufolge jedoch, der Aufforderung nachzukommen, und rief lautstark antisemitische Parolen. Alarmierte Polizisten stellten seine Personalien fest, es wird wegen Volksverhetzung und Hausfriedensbruchs gegen ihn ermittelt. Wie die Berliner Polizei berichtete, beleidigte am selben Tag ein 60jähriger im Stadtteil Charlottenburg auf offener Straße einen Zwölfjährigen auf rassistische Weise. Das Kind verständigte die Polizei, Beamte nahmen die Personalien des Mannes auf. Wie die Volksstimme berichtete, waren am 12. April zwei Männer syrischer Herkunft zu Fuß in der Innenstadt von Halle (Sachsen-Anhalt) unterwegs, als sie auf einen 35jährigen trafen, der sie auf rassistische Weise beschimpfte und einem von beiden ins Gesicht spuckte. Die beiden Syrer flüchteten vom Ort des Geschehens. Der Angreifer schlug zudem auf einen Zeugen ein. Alarmierte Polizisten nahmen den 35jährigen vorübergehend fest. Am Abend des 11. April befand sich eine 24jährige an der Kasse eines Supermarkts im Berliner Ortsteil Friedrichshagen, als ein Unbekannter ihr unvermittelt in den Rücken stieß und sie mit antimuslimischen Äußerungen bedrohte. Nach Informationen der Berliner Polizei flüchtete der Mann anschließend aus dem Geschäft, die Frau wurde leicht verletzt.