Homestory

Homestory #38

Wiedersehen macht Freude. Wahrscheinlich wissen Sie bereits, dass einige von uns kürzlich für eine Weile in der Schweiz waren. Auf unserem Alphorn-Blog konnten Sie in den vergangenen Wochen lesen, wie es den Kolleginnen und Kollegen dort ergangen ist; auch an dieser Stelle wurde über Kuhglocken, spektakuläre Ausblicke und geplatzte Reifen berichtet.

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Wer mehr erfahren wollte, hatte am Donnerstag voriger Woche im Berliner Club »About Blank« Gelegenheit dazu. Da plauderte eine unserer Geschäftsführerinnen mit den Kollegen aus dem Thema-Ressort auf der kleinen Bühne im Garten unter anderem über Linke in der Schweiz, Referenden und die rechtspopulistische Schweizerische Volkspartei. Ohne Anna Jikhareva von der schweizerischen Wochenzeitung Woz wäre die Veranstaltung nur halb so interessant ausgefallen, weshalb ihr an dieser Stelle herzlich für ihre Teilnahme gedankt sei. Die Politikreporterin wusste auf alle Fragen sachkundig zu antworten und berichtete über einiges, was leider nicht den Weg in die Auslandsausgabe gefunden hat, etwa über die schweizerische Rüstungsindustrie und Rechtsextreme in der italienischsprachigen Schweiz.

Während unserer Schweizreise waren Anna und die beiden Redakteure bereits durch Zürich getingelt und hatten eine hervorragende Pizzeria besucht. Auch für einige der im »About Blank« anwesenden Kolleginnen und Kollegen war es ein Wiedersehen: Manche waren nicht mitgereist, andere hatten sich wegen vorzeitiger Abreise aus der Schweiz ebenfalls bereits eine Weile nicht mehr getroffen, und weil die meisten von uns noch immer fast ausschließlich im Homeoffice arbeiten, sieht man sich ohnehin nur selten.

Anlass, sich in unser idyllisch gelegenes Domizil in der Schweiz zurückzusehnen, bietet nicht nur der Gedanke, dass man dort nach getaner Arbeit wieder mit Bier und Kippe im Partykeller verschwinden könnte. Auch der Bundestagswahlkampf trägt dazu bei, dass der Wunsch, sich in ein abgelegenes Haus in den Bergen zu bea­men, stetig wächst. Was Politiker und Journalisten da zum Besten ­geben, ist in den vergangenen Wochen immer grotesker geworden, die größtenteils einfallslosen Plakate der Parteien gehen einem jetzt auch schon lange genug auf die Nerven.

Immerhin sind die diversen Wahlkampfveranstaltungen manchmal in unerwarteter Hinsicht aufschlussreich – Soziologen könnten hier Material für unzählige Feldstudien finden –, mehr oder weniger freiwillig komisch sind sie häufig ohnehin. Nicht nur deshalb haben auch wir ein paar solcher Auftritte besucht, unter anderem einen von Gregor Gysi und Gesine Lötzsch auf der Trabrennbahn in Berlin-Karlshorst. Aber lesen Sie selbst!