Die Kambodschanische Volkspartei feierte ihren 70. Geburtstag

Rot mit vielen Nuancen

Die Kambodschanische Volkspartei feierte kürzlich ihren 70. Geburtstag. Sie stellt sich in die Tradition der Kampucheanischen Revolutionären Volkspartei, aus der auch die Roten Khmer hervorgingen. Mittlerweile ist Kambodscha unter ihrer Regierung de facto wieder ein Einparteienstaat.
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Ende Juni feierte die Kambodschanische Volkspartei (Kanakpak Pracheachon Kâmpuchéa, KPK, englisch CCP) ihren 70. Geburtstag. Vertreter auto­ritärer Regime sendeten herzliche Geburtstagsgrüße. Chinas Präsident Xi Jinping beglückwünschte die KPK, ihren Vorsitzenden Hun Sen, der bereits seit 1985 Ministerpräsident des Landes ist, und das »kambodschanischen Volk«. Er versicherte Kambodscha der Freundschaft Chinas, sagte Unterstützung auf dem weiteren Weg zu und gab sich überzeugt, dass sich das Land unter der Führung Hun Sens in die richtige Richtung entwickle.

Schätzungen zufolge wurden während der Herrschaft Pol Pots zwischen einer und drei Millionen Menschen getötet – bei einer Bevölkerung von knapp acht Millionen.

Auch die Kommunistische Partei Vietnams (KPV) gratulierte Partei und »Volk« zum 70. Geburtstag der KPK: »In den vergangenen 70 Jahren hat Kambodscha unter der Führung der KPK Schwierigkeiten und Herausforderungen überwunden, um einen glorreichen Sieg im Kampf für die nationale Befreiung zu erringen, das Volk vor dem Völkermordregime zu retten und das Land wiederzubeleben, Frieden und nationalen Harmonie erfolgreich zu verwirklichen, Kambodscha in Richtung Wohlstand aufzubauen und die Position Kambodschas in der internationalen Gemeinschaft zu verbessern«, heißt es in einem Brief der KPV an die KPK.

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