Beiträge von Georg Seeßlen

Roboter sitzen vor Kameras im Setting einer TV-Talkshow
2026/26 Thema Die Motive der Propaganda für den KI-Einsatz in den Medien

Jungle+ Artikel Fit werden für die Textmaschine

Regierungsvertreter und auch der Vorsitzende des Springer-Konzerns, Mathias Döpfner, ­veröffentlichen KI-generierte Texte als eigene und fordern den allgemeinen KI-Einsatz in der Öffentlichkeit. Sie folgen damit den Imperativen einer Gesellschaft, in der Texte Gedanken nicht mehr ausdrücken, sondern nur noch halbwegs überzeugend nachahmen müssen.
2025/48 dschungel Eine Analyse von Elon Musks Pronatalismus

(Not) A Family Man

Die eigene Privatsphäre wird kleiner, je mehr Macht man ausübt, nicht zuletzt weil die Inszenierung und Glamourifizierung des Privaten Teil der Macht wird. Das gilt in besonderem Maße für eine Figur wie Elon Musk. In diesem Sinne zeichnet Georg Seeßlen in seinem Buch »Elon Musk. Der dunkle Visionär« die ereignisreiche Biographie des Raumfahrt- und Medienunternehmers nach und analysiert sein Denken. Ein Auszug aus dem bei Bertz und Fischer erschienen Buch.
Verlagsbeilage aus dem Jahr 1955 (l.) mit Editorial von Karl Gerold (o.) und Karl Anders (u.); Jubiläumsausgabe vom 12. September 2025 (r.)
2025/43 Geschichte Eine verdrängte Person in der Geschichte der »Frankfurter Rundschau«

Jungle+ Artikel Dann druck die Legende!

Die »Frankfurter Rundschau« beruft sich stolz auf ihre lange Geschichte und ihren antifaschistischen Markenkern. Doch zum achtzigsten Jahres­tag der Zeitungsgründung kommt eine totgeschwiegene Episode wieder ans Licht: In den fünfziger Jahren drängte der Herausgeber Karl Gerold den Antifaschisten Karl Anders aus der Zeitung.
Reiter auf weißemPferd in weiter Landschaft
2025/37 dschungel »Gaucho, Gaucho« dokumentiert die Lebensweise argentinischer Rinderzüchter

Wo die Kettensäge schweigt

Menschen, Tiere und der Horizont: Der Fotograf Michael Dweck und der Kameramann Gregory Kershaw begleiten in einem eindrucksvollen Dokumentarfilm eine Gruppe von Rinderhirten in Argentinien. »Gaucho Gaucho« lockt mit einem Gegenentwurf zum kleinbürgerlichen Leben in der Stadt.
Shrimp Jesus
2025/33 Thema Künstliche Intelligenz ersetzt zukünftig vielleicht nicht nur den Künstler, sondern auch den Kritiker

Kunstkrieg mit der KI

Ob etwas Kunst ist oder nicht, wird bisher gesellschaftlich ausgehandelt. Schreitet die Künstliche Intelligenz nicht nur darin voran, Kunstwerke zu verarbeiten, sondern auch darin, in ihrer totalitären Tendenz den gesellschaftlichen Aushandlungsprozess zu untergraben, wird sie zukünftig vielleicht nicht nur Kunst produzieren, sondern darüber entscheiden, was als Kunst gilt.
Wolfram Weimer mit "Pril"-Blume vor die Brillengläser montiert
2025/21 dschungel Der neue Kulturstaatsminister soll vollenden, was Helmut Kohl nur vorschwebte

Bitte wenden: Wolfram Weimer und der Kulturkreis vom Tegernsee

Weg mit den Joints, jetzt wird die Ludwig-Erhard-Zigarre wieder angesteckt! Mit Wolfram Weimer als neuem Staatsminister für Kultur und Medien soll die Ära einer vermeintlich linkslastigen Förderungspolitik enden. Aber es geht um mehr: Die von Helmut Kohl eingeforderte »geistig-moralische Wende« kommt zu neuen Ehren. Und auch Gott kehrt in den politischen Raum zurück, verspricht Weimer.
Mitglieder des Karnevalsvereins »Dreigestirn« in einem Ford-Werk in Köln, 2010
2025/18 Thema Zum 1. Mai: Die Bedeutung von Feiertagen und die Bedingungen, unter denen der Arbeitszwang ausgesetzt wird

Feierliche Unterbrechungen des Arbeitszwangs

Arbeitsfreie Tage bekommen Arbeitnehmer nur in Verbindung mit religiösen oder politischen Feiertagen geschenkt, was Politiker nicht davon abhält, regelmäßig ihre Abschaffung zu fordern, um das Brutto­inlandsprodukt zu steigern. Als besonders widersprüchlich erweist sich der 1. Mai: An diesem Tag wird die Arbeit geheiligt, um sie zu entpolitisieren.
Mit ­Grandezza in den Unter­gang tanzen. ­Angelica ­Sedara (Deva ­Cassel) und »der Fürst« Don ­Fabrizio Corbera (Kim Rossi Stuart)
2025/12 dschungel »Der Leopard« als Mini-Serie und die Lehren des Gattopardismus

Die Zähmung des Leoparden aus dem Geist des neuen Gattopardismus

Die Netflix-Serie »Der Leopard« nach Giuseppe Tomasi de Lampedusas gleichnamigem Roman ist großes cineastisches Handwerk. Den Sechsteiler mit Luchino Viscontis grandioser Filmadaption zu vergleichen, wäre natürlich unfair. Dass die Serienerzählung sich aber gleich jedes politischen Kommentars enthält, sagt viel über den Stand gegenwärtiger Kulturproduktion aus.
2025/03 dschungel Auszug aus dem Band »Trump & Co. Der un/aufhaltsame Weg des Westens in die Anti-Demokratie«

Das gute Volk und die schlechte Gesellschaft

Weder Prozesse noch Skandale konnten ihn aufhalten: Donald Trump ist ein zweites Mal zum ­Präsidenten der USA gewählt worden. Flankiert von seinem Buddy Elon Musk wird der »Horrorclown« nichts Geringeres ver­suchen als die Neugestaltung der Welt. Wie konnte das passieren?