Fast bei null

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Harald Schmidt. In den USA gibt es Late-Night-Talker vom Format eines Jon Stewart, in dessen Sendung sich selbst Obama setzt, wenn er etwas für die Umfragewerte tun muss. In Deutschland hatten wir immerhin Harald Schmidt, der bekanntlich mal ziemlich lustig war und immer noch auf einem gewissen Niveau Witze machen kann. Aber Harald Schmidt ist jetzt verschwunden. Er ist immer noch irgendwie da, als eine Größe des Medienbetriebs, gleichzeitig aber ist er ins Bezahlfernsehen und damit ins Abseits abgewandert. Ähnlich wie Schmidt ging es ja auch MTV, dem Sender, für den man plötzlich bezahlen musste. Seitdem hat man nie wieder etwas von MTV gehört. Schmidt ist jetzt bei Sky, dem Sender, den Sportbars abonniert haben, weil dort die Champions League läuft, sonst aber so gut wie niemand. Somit sind die Quoten der neuen Harald-Schmidt-Show inzwischen im nicht mehr zählbaren Bereich angekommen: bei 5 000 Zuschauern. Da hätte der Mann bei einem Auftritt in der Mehrzweckhalle ein größeres Publikum.   AHA