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Albanien auf einen Blick

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MediumWenn man sich Albanien im Internet, also mittels Google-Bildersuche, anguckt, dann besteht das Land hauptsächlich aus einem ziemlich hohen Berg, einem alten Weltkriegsbunker und viel Aussicht, hauptsächlich auf einen Fluss, der sich durch idyllischen Wald schlängelt. Manchmal besteht die Aussicht allerdings auch aus Meer und hin und wieder aus einem Esel, der auf einem Berg oder etwas Bergähnlichem steht und auf wahlweise Fluss oder Meer hinunterschaut. Glücklich sieht er dabei nicht aus, was vielleicht daran liegt, dass er nicht ganz freiwillig mitten in Geröll steht und viel lieber auf einer hübschen grünen Wiese gemütlich vor sich hin grasen würde, aber das geht nun leider nicht, weil er ja auf dieses blöde Gewässer starren muss, bis der Fotograf endlich zufrieden ist und die versprochenen Möhren herausrückt. Neben Fluss und Berg besteht Albanien noch aus Saranda, einer Hafenstadt, von der ­irgendjemand eine zweifellos aus den fünfziger Jahren stammende, hübsch kitschig kolorierte Postkarte gekauft und sie ­anschließend im Internet verbreitet hat, wo das Bild selbstverständlich gleich von zig Leuten geklaut wurde. Rechts und links von Palmen und Geranien eingerahmt sieht man darauf Meer, Boote und Berge, allerdings keine Esel, was aber auch nicht ­weiter schlimm ist, schließlich wären sie vermutlich in Saranda ohnehin nicht glücklich, denn wer will schon Geranien essen. Des Weiteren erfahren wir durch die Google-Bildersuche, dass es in Albanien Straßenschilder gibt, weil bloggende Reisende sie gern fotografieren, obwohl sie im Großen und Ganzen so aussehen wie überall sonst auf der Welt auch, aber andererseits gilt das ja eigentlich auch für Meere, Berge, Geranien und Esel. Ansonsten hat Albanien, den Fotos nach zu urteilen, eine ­Landesflagge, Denkmäler und Einwohner.