Tacheles. Israel von A bis Z

Arak. Auch israelisches Feuerwasser genannt. Der Anisschnaps ähnelt Spirituosen wie Ouzo oder Pastis und ist vergleichsweise günstig zu bekommen. Bei den israelischen Getränkepreisen ein unschlagbares Argument.

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Beach-Work-Balance. Durch effektives Zeitmanagement und gute Planung möglichst viel Zeit am Strand verbringen.

Christen. Lassen sich gern im Jordan taufen.

Dating. Wurde von einzelnen Redakteuren und Redakteurinnen sowohl ­online als auch analog erprobt. Die Evaluation läuft noch.

E-Roller. Verwandeln den öffentlichen Raum in eine Kampfzone.

Falafel. Neben Hummus in Israel kulinarisches Kulturgut.

Geld. Der Umgang gestaltet sich aufgrund brutal hoher Lebenshaltungskosten schwierig.

Hafenkneipe Amiram. Der Legende nach die erste Bar Tel Avivs. Mit Sicherheit aber die charmanteste – was an den Betreiberinnen Yael und Hagit liegt, die wir sofort ins Herz geschlossen ­haben. Unbedingt Pickles und Hering zum Bier bestellen!

Israel. Ausgerechnet!

Joggen. Die beliebteste Freizeitbeschäftigung der Tel Avivis. Die Strand­promenade ist ein riesiger Fitnessparcours und bedeutet Spießrutenlaufen für den müßigen Spaziergänger.

Katzen. Tagsüber bekommt sie in Tel Aviv niemand zu Gesicht, doch wenn es Nacht wird, patrouillieren Streuner durch die Stadt. Treten gern in Gangs auf, lauern an dunklen Straßenecken und schauen einen dann mit großen, traurigen Augen an.

LeChaim. Auf das Leben! Beliebter Trinkspruch auf Hebräisch.

Mainas. Sehen lustig aus und gehören zur Familie der Stare. Schnabel, ­Augen und Beine in kräftigem Gelb, das Federkleid dunkelbraun bis dunkelgrau. Auf der Terrasse unseres Hostels ließen sich des Öfteren putzige Exem­plare dieser Singvogelart blicken. Krächzen mehr, als sie singen. Und sind ­keine Einheimischen, sondern drangen vor einigen Jahren aus dem indischen Subkontinent bis nach Israel vor. Haben die heimischen Spatzen weit­gehend verdrängt, weil sie größer und intelligenter sind. Videos auf Youtube zeigen, wie die unerschrockenen Vögel es sogar mit Katzen auf­nehmen. ­Lustig – aber auch irgendwie spooky.

Nacktbaden. Absolut verboten. Wird aber offenbar trotzdem gemacht!

Oben ohne. Bei sporttreibenden Männern auf der Strandpromenade von ­Tel Aviv sehr beliebt. Der Anblick der Sixpacks macht den Redakteur neidisch.

Palästina. Auch in der Jungle World-Redaktion umstritten. Diskutiert man am besten betrunken.

Quote. Bei dieser Auslandsreise geschlechtertechnisch ausgeglichen.

Ruhe. Findet man selten. Israelis lieben Dauerbeschallung. Auch unser Hostel beglückte uns von morgens bis abends mit lauter Musik. Zum Schluss lagen die Nerven blank.

Sabbat. Eine Herausforderung, besonders in Jerusalem. Dort steht das ­öffentliche Leben still. Straßenbahnen und Busse stellen ihren Betrieb ein. Ganze Stadtteile werden für den ­Autoverkehr abgeriegelt. Die allermeisten Restaurants und Cafés schließen ­rigoros.

Tel Aviv. In der säkularen Bubble kann man selbst am Sabbat einkaufen. ­Supermärkte wie »AM PM« haben rund um die Uhr geöffnet, auch am jüdischen Ruhetag. Seit einigen Jahren verbietet allerdings ein Gesetz, nach 23 Uhr Alkohol zu verkaufen – um nächtliche Saufgelage von Jugendlichen zu verhindern. Nur wenige, speziell konzessionierte Läden sind davon aus­genommen. Da ist die Partymetropole mittlerweile konservativer als selbst ­Baden-Württemberg, das 2017 eine ähnlich geartete Regelung wieder aufhob.

Ultraorthodoxe. Pflegen einen selt­samen Lifestyle. Das moderne Leben lehnen sie ab: Viele wissen nicht, wie eine Kreditkarte funktioniert, und ­haben noch nie das Internet benutzt. Frauen in Hosen oder engen Kleidern werden in ihren Stadtteilen ungern gesehen. Männer widmen ihr Leben ausschließlich dem Torastudium, während die Frauen viele Kinder bekommen und daneben noch arbeiten gehen und das Geld verdienen. Die Scheidungs­rate unter den Ultraorthodoxen steigt.

Veganismus. Prozentual gesehen besitzt Israel weltweit die meisten Veganer.

Weed. Obwohl es in Tel Aviv überall nach Gras riecht und Eingeweihte auch von gutem medizinischem Marihuana berichteten, konnten wir es nicht im Selbstversuch erproben.

Yehuda Street. Kreuzt die Dizengoff.

X. Ein überflüssiger Buchstabe, den es im Hebräischen folglich nicht gibt.

Zuckerwasser. Wirksames Hausmittel gegen Mückenstiche.