Das Medium: Dinge ohne Namen

Sind so kleine Dingsies

Kolumne Von

Dingsies, überall Dingsies. Am hübschesten ist das, das keinen Namen hat. Es ist dazu da, dass man es mit jeweils einer Hand zusammendrückt, wobei sich die Kraft, die man dazu aufwenden muss, einstellen lässt. Aber für den Anfang reicht die niedrigste Stufe, zumal man ja nicht dasitzt und dieses Dingsie benutzt, sondern nebenher noch andere Sachen tut, wie telefonieren. Und da macht es sich sehr gut, wenn man Empörung, Freude oder pure Langeweile über das, was man gerade erzählt bekommt, gleich in Bewegung umsetzen kann. Zumal das Ganze ziellos ist, denn außer Tippen, Verpackungen zu öffnen, Sachen zu tragen und hin und wieder Apparate ein- und wieder auszuschalten, hat man eigentlich auch weiterhin nichts Anstrengendes mit den Händen vor. Bis auf Handstand vielleicht, irgendwann mal, wenn jemand nicht glauben will, dass man den ziemlich gut kann. Andererseits, warum sollte man irgendwem was beweisen müssen? Aber es könnte na­türlich sein, dass man mal jemanden sehr feste kneifen muss, und dann würde starke Hände zu haben schon ganz gut sein.

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So oder so, es gibt auch ein Finger-Dingsie, das man zusammenpressen muss. Also nicht muss, sondern kann, aber wo es schon mal da ist, wäre es ja schön blöd, wenn man nicht mal versuchen würde, mit dem kleinen Finger eine Taste herunterzudrücken, was natürlich nicht geht. Kleine Finger sind nämlich nicht stark, im Grunde können sie nix außer da zu sein und bei zu viel Anstrengung wehzutun, jedenfalls meine. Was sich auch beim dritten Dingsie unangenehm bemerkbar macht, einem Gummiteil mit Schlaufen, in die die einzelnen Finger (es scheint übrigens kein Synonym für Finger zu geben) hineinsteckt und dann das Ganze kraftvoll auseinanderzieht. Also außer da, wo der kleine Finger gemütlich und unambitioniert herumhängt. Außerdem gibt es noch eine Art Ei, das auch Wunderdinge bewirkt, vielleicht.