Beiträge von Kazem Moussavi
Isfahan unter dem Galgen der Islamischen Republik
Im Iran werden so viele Menschen hingerichtet wie seit langem nicht mehr. Die geschieht zum Teil, wie etwa jüngst in Isfahan, öffentlich.
„Als ich in den Folterkammern der Mullahs missbraucht wurde, schrie ich – mit verschlossenem Mund. Ich rief nach Hilfe, tränenüberströmt, während meine Peiniger lachten. Doch ich hoffte, dass draußen jemand meinen Schrei hören würde. Dass es jemanden gibt, der nicht wegschaut.“
Iran-Krieg: Die Lage im Golf und die Angriffe auf Nachbarstaaten
Längst hat der Krieg gegen den Iran sich in einem multidimensionalen entwickelt, in den immer mehr Länder und Akteure verwickelt sind.
Die Vereinigten Staaten befinden sich in einem mehrdimensionalen Krieg gegen das Mullah-Regime. Es hat diese Eskalation durch sein aggressives Atomprogramm, die systematische Unterstützung von Terrororganisationen und Milizen, Raketenangriffe auf Nachbarstaaten sowie die Bedrohung internationaler Schifffahrtswege selbst herbeigeführt.
Pride in Berlin – Iran und die vergessenen queeren Stimmen
Mit „No Pride in Antisemitism“ – für „Jin, Jiyan, Azadi“ und universelle queere Freiheit.
Am CSD-Wochenende in Berlin am 25.07.2026 finden mehrere voneinander unabhängige Demonstrationen und Kundgebungen statt. Diese Vielfalt zeigt nicht nur unterschiedliche Formen queerer Selbstorganisation, sondern bildet auch politische Konflikte ab.
Krieg als „göttlicher Segen“ – Khomeinis Doktrin und der Eskalationskurs des Regimes in Khuzestan
Die Doktrin, dass Politik „Krieg ist ein göttlicher Segen“ sei, geht auf die Ideologie von Ayatollah Ruhollah Khomeini, dem Gründer der Islamischen Republik, während des Iran-Irak-Krieges von 1980 bis 1988 zurück.
Khomeini und seine Anhänger betrachteten den Krieg nicht nur als Bedrohung, sondern auch als Möglichkeit, die Revolution zu festigen: die Gesellschaft zu mobilisieren, Oppositionelle und Systemgegner zu unterdrücken, einen Geist der Opferbereitsc
Wollte der Mossad Ahmedinejad als neuen Machthaber des Iran installieren?
Die Behauptung, der israelische Geheimdienst Mossad habe versucht, den Holocaustleugner und Vernichtungsantisemiten Mahmoud Ahmadinejad für die Zeit nach einem möglichen Sturz der Islamischen Republik als politischen Akteur zu gewinnen, erscheint angesichts seiner politischen Vergangenheit äußerst fragwürdig. Im Iran würde man über eine solche Darstellung sagen: „Darüber würde selbst ein gegrilltes Huhn lachen“.
Millionen oder Hunderttausende? Der Propagandakrieg um Khameneis Beerdigung
Das iranische Regime behauptet, Millionen hätten an den Trauerfeiern für Ali al-Khameneis teilgenommen. Doch diese Zahlen scheinen fraglich.
Zunehmende Armut im Iran – Milliarden für staatliche Trauerzeremonien für Khamenei
Der Oberste Führer war einer der Hauptverantwortlichen für schwerste Menschenrechtsverletzungen, staatliche Repression, Terrorpolitik und den eliminatorischen Antisemitismus des iranischen Regimes.
Homosexuelle im Iran: Die staatliche Ermordung der Unsichtbaren
Die Verfolgung und Ermordung Homosexueller ist kein Randaspekt des Teheraner Regimes, sondern zentraler Bestandteil der Ideologie und Herrschaftspraxis der Islamischen Republik Iran.
Aschura in Berlin: Wie Kerbela zur politischen Mobilisierung für das Mullah-Regime instrumentalisiert wird
In Berlin wird Aschura nach den beiden Iran-Kriegen zunehmend zu einem politischen Symbolkonflikt durch die Mullah-Regime-Anhänger:innen um die Deutung schiitisch-islamischer Geschichte und Erinnerung.
Der iranische Staat und seine religiösen Führer inszenieren sich dabei als Erben Husseins, während politische Gegner in die Rolle Yazids gedrängt werden.
Das Memorandum mit den Revolutionsgarden: Sicherheit für das Regime, nichts für die iranische Bevölkerung und Israel
Über die politische Kehrtwende der US-Administration im Rahmen des geplanten Abkommens mit dem Regime in Teheran.
Wenige Monate nachdem Donald Trump die iranische Bevölkerung im Januar 2026 zum Widerstand gegen die islamistische Diktatur aufgerufen hatte und sagte „help is on the air“, erklärte er nun, ein Regimewechsel im Iran sei für ihn „nie ein Thema“ gewesen.
Iran International TV, geopolitische Interessen und die Marginalisierung von „Jin, Jiyan, Azadi“
Spätestens seit den Enthüllungen der Financial Times vom 28. Mai 2026 ist klar: Iran International TV ist weit mehr als ein Exil-Fernsehsender. Der Kanal agiert gemeinsam mit seinen direkt oder indirekt verbundenen Social-Media-Strukturen – tausende als „privat“ auftretende Accounts, die systematisch seine Inhalte verbreiten – als ein Instrument geopolitischer Einflussnahme.
Trumps Iran-Appeasement-Deal ohne Menschenrechte und mit der Revolutionsgarde
Zwei Iran-Kriege, die das Mullah-Regime trotz schwerster und irreparabler Schäden an seinen Strukturen nicht zum Zusammenbruch gebracht haben, verkauft es propagandistisch als vermeintlichen „Sieg“ über die USA und Israel. Diese Umdeutung militärischer Niederlagen in politische Triumphe ist ein zentrales Element der Herrschaftspropaganda.
Reza Pahlavi und die Beschönigung der Schah-Zeit im Iran
Reza Pahlavi wird vielfach als Stimme der Freiheit und als Freund Israels wahrgenommen. Diese Wahrnehmung verdient Aufmerksamkeit, weil sie seinen politischen Kurs sichtbar macht. Zugleich darf sie nicht darüber hinwegtäuschen, dass autoritäre Kontinuitäten der Pahlavi-Dynastie, historische Belastungen und die politische Verwertung jüdischer Geschichte häufig ausgeblendet werden. Reza Pahlavi distanziert sich nicht von dieser Vergangenheit, sondern stellt die Herrschaft seines Vaters und Großvaters positiv dar.
US-Iranpolitik in der Sackgasse
Vom Atomdeal über die Straße von Hormus bis nach Peking erscheint die US-Iran Politik ohne Strategie und perspektivlos.
Der Konflikt um das iranische Atomprogramm spitzt sich zunehmend zu und entwickelt sich zu einer geopolitischen Schlüsselkrise im Spannungsfeld zwischen regionaler Eskalation und globaler Machtkonkurrenz.