In der Türkei schließen sich Frauen im Kampf gegen Femizide zusammen

»Ein Morast aus Bigotterie«

Die türkische Regierung beteuert, Gewalt gegen Frauen bekämpfen zu wollen. Polizei und Justiz gehen diesbezüglich jedoch weiterhin nur zögerlich vor. In einer Kampagne gegen Femizide haben sich nun Frauen aus dem ganzen Land zusammengeschlossen.
Reportage Von

Die Familie Gültekin lebt in einer kleinen Souterrainwohnung im Istanbuler Stadtteil Feriköy. Şefika Gültekin kommt mit einem Tablett aus der Küche und richtet eine kleine Teetafel auf dem Wohnzimmertisch her. Sehr sorgfältig arrangiert sie eine Schale mit Gebäck und hübsche Teegläser mit einer passenden Zuckerdose. Ihr Mann, Sıddık Gültekin, hilft ihr dabei.

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Sie haben in diesem Sommer viel ­Besuch gehabt – und immer wieder über die Ermordung ihrer Tochter Pınar sprechen müssen. Nein, es werde ihm nicht zu viel, beeilt sich Sıddık Gültekin zu betonen. »Ich kann ohnehin Tag und Nacht an nichts anderes denken. Wir huschen hier wie die Geister durch diese Wohnung. Wenn wir allein sind, verstummen alle. Wir sitzen kaum noch zusammen. Jeder geht in sein Zimmer und macht die Tür zu.«

Kameraaufzeichnungen zeigen, dass Zeynep Şenpınar schreiend versuchte, vor dem Angriff zu fliehen. Der Freund konnte sie unbehelligt gewaltsam in die Wohnung zurückbringen.


Şefika Gültekin holt ein Fotoalbum aus dem Regal. Sie schaut sich besonders gern die Bilder aus der Zeit an, als Pınar noch klein war. Da waren sie aus dem ostanatolischen Bitlis nach Istanbul gezogen. Nach drei Söhnen, sagt Şefika Gültekin, sei sie froh über ein Mäd­chen gewesen. Schon als Kind war Pınar besonders hübsch – ein schma­les Gesicht mit großen dunklen Augen. Sie sah der Mutter sehr ähnlich.
Als die Jüngste der Familie, Sibel, ihre ältere Schwester am 16. Juli telefonisch nicht mehr erreichen konnte, machten die Eltern sich sofort Sorgen. Die 27jäh­rige Pınar lebte in Muğla, einer Provinzhauptstadt an der Südküste, sie studierte an der dortigen Universität Wirtschaftswissenschaften. Sie hatten am Morgen noch telefoniert, Pınar wollte in ein Einkaufszentrum fahren. Am Nachmittag war ihr Mobiltelefon nicht mehr zu erreichen.

Frauen mit Transparenten

Studentinnen in Muğla protestieren gegen Femizide und sexuelle Übergriffe an der Universität

Bild:
Sabine Küper-Büsch


Danach überschlugen sich die Ereignisse. Mutter und Tochter fuhren nach Muğla. Pınar war verschwunden. Sie alarmierten die Jandarma, eine Militär­einheit, die auch Polizeibefugnisse hat. Diese begann eine Suchaktion und vernahm Zeugen. Nach der Befragung von Freundinnen Pınar Gültekins stießen die ermittelnden Beamten schnell auf Cemal Metin Avcı, einen 32jährigen Familienvater, der in Muğla eine Bar betrieb und eine Beziehung mit Pınar gehabt hatte. »Als ich hörte, was passiert war, konnte ich es gar nicht glauben«, sagt Sıddık Gültekin leise. Avcı gab bei den Vernehmungen zu, die Studentin getötet zu haben.

Die Jandarma fand ihre Leiche schließlich in einem Fass verborgen in einem Waldstück. Avcı sagte aus, sie ­bewusstlos geschlagen und dann erwürgt zu haben. Anschließend hatte er versucht, die Leiche in dem Fass zu ­verbrennen, und danach Beton auf die sterblichen Überreste der jungen Frau geschüttet. Seine Aussagen deckten sich mit den Ergebnissen der Obduktion.

Şefika Gültekin nippt an ihrem Tee. Sie war so stolz auf die Tochter gewesen, die als einziges ihrer Kinder studiert hatte. Als Fotomodell hatte sie sich ­etwas dazuverdient. Die Eltern hatten gebilligt, dass sie allein wohnte, und sie gegenüber der konservativen Verwandtschaft in Bitlis verteidigt, die das nie gutgeheißen hatte. »Von meiner Mutter durfte ich mir dann bei der ­Beerdigung in Bitlis anhören, dass es nicht schade um sie sei. Sie habe sich mit einem verheirateten Mann eingelassen.«

Sıddık Gültekin ist zornig und furchtbar müde. Er kann seit Monaten nicht richtig schlafen und macht sich Vorwürfe. Seine Frau zweifelt daran, dass es vor Gericht eine faire Verhandlung geben wird. Avcı stammt aus einer wohlhabenden Familie mit guten Verbindungen zu einflussreichen Kreisen in Politik und Wirtschaft in Muğla. »Sie werden Lügen beim Prozess verbreiten, um mildernde Umstände zu erwirken.«

»Wir werden nicht schweigen«
Der Fall Pınar Gültekin löste im Sommer Massenproteste in der Türkei aus. Die Brutalität des Mords und die Kaltblütigkeit des Versuchs, die Leiche verschwinden zu lassen, lösten landesweit Empörung aus. Präsident Recep Tayyip Erdoğan verkündete auf Twitter, dass er persönlich den Fall verfolgen werde und der Täter die höchstmögliche Strafe erhalten werde. Die Regierung werde alles tun, um gegen Frauenmorde vorzugehen.

Sogenannte Ehrenmorde stünden nicht mehr im Vordergrund, sagt die Anwältin Evrim İnan. »In 90 Pro­zent der Fälle morden die Partner, weil die Frauen sich trennen wollen.«

Die Realität sieht anders aus. Innenminister Süleyman Soylu gab am 25. November, dem Internationalen Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen, zu, dass bis zum 20. November in diesem Jahr bereits 234 Frauen in der Türkei ermordet wurden. Er ließ es sich aber auch nicht nehmen, zu erwähnen, dass es im Vorjahr noch 308 gewesen seien und somit immerhin ein Rückgang von 24 Prozent zu verzeichnen sei. Diese Feststellung finden Frauenrechtlerinnen zynisch; den von Soylu genannten offiziellen Zahlen vertrauen sie auch nicht. Auf Demons­trationen werden Frauen immer wieder von Polizeikräften angegriffen und festgenommen.

Leyla Kalın studiert an der Universität Muğla, wie es die ermordete Pınar Gültekin tat. Sie steht zusammen mit einer Gruppe von Kommilitoninnen im Menteşe-Park in der Nähe des Campus der Universität. Die jungen Frauen tragen Transparente. »Wir werden nicht schweigen« und »Zeynep und Pınar sind nicht allein« steht darauf. »Wir wissen, dass die Dunkelziffer bei Frauenmorden hoch ist, es sind mindestens dreimal so viele wie offiziell an­gegeben«, sagt Leyla. Am Straßenrand stehen Zivilpolizisten und machen ­Fotos und Kameraaufzeichnungen von den Demonstrantinnen. »Den ganzen Sommer über haben sie immer wieder versucht, uns wegzuschicken, sie haben uns angepöbelt und behauptet, wir machten hier Krawall.«

Die Studentinnen hatten im Juni eine Gruppe gegründet, nachdem Ende Mai die Studentin Zeynep Şenpınar von ihrem Freund erstochen worden war. Das Paar hatte in einer gemein­samen Wohnung im Studentenviertel Menteşe gewohnt. Aufzeichnungen ­einer Überwachungskamera zeigen, dass die junge Frau schreiend versuchte, vor dem Angriff zu fliehen. Der Freund konnte sie unbehelligt gewaltsam in die Wohnung zurückbringen.

Bei seiner Verhaftung sagte er aus, er habe die Beherrschung verloren, weil Şenpınar sich habe trennen wollen. »Das Problem ist, dass diese Ausreden immer wieder auf Verständnis stoßen«, kritisiert Leyla Kalın. Einen Tag nach der Ermordung Şenpınars hatte etwa Hamdullah Arvas, ein Abgeordneter von Erdoğans Partei AKP im Istanbuler Stadtparlament, unter dem Hashtag »Anstand« getwittert, Şenpınar sei »süchtig nach Freiheit und außerehelichen Erlebnissen« gewesen.

Leyla Kalın und ihre Mitstreiterinnen gehen nach der Demonstration in ­eines der Cafés in Menteşe. Eine junge Frau serviert Toast und Tee, Leyla begrüßt sie, es ist eine Kommilitonin. Die Atmosphäre ist entspannt, hier sind die jungen Frauen unter ihresgleichen, sie fühlen sich sicher. Auf der Straße fahren Autos vorbei, immer wieder werden junge Passantinnen angehupt. »Das ist hier jeden Tag so, achten Sie mal auf die Autokennzeichen. Die kommen teilweise von weit her, um Studentinnen aufzureißen«, erzählt Leyla Kalın. Sie ist Anfang zwanzig, ihre Familie lebt in İzmir, stammt aber, wie die Pınar Gültekins, aus den vor allem von Kurden bewohnten Provinzen im Osten. Die Familien zogen in den Westen, um den politischen Konflikten und dem Entwicklungsrückstand zu entgehen.

Untätige Polizei
Die Hochschulen im Westen gelten als besser, der Lebensstil gilt als liberaler. »Das ist zumindest die Oberfläche«, sagt die junge Kurdin. »Darunter befindet sich ein Morast aus Bigotterie und Akzeptanz von sexueller Gewalt.« Die Frauen beklagen sich über eine Vielzahl von Übergriffen und sexuellen Belästigungen in der Universitätsstadt. Nicht nur auf den Straßen: Eine ihrer Forderungen ist eine sichere Universität ohne sexuelle Erpressung und Übergriffe konservativer Lehrkräfte. »Sie nutzen ihre Macht und Autorität dort aus, wir wissen sogar von Vergewaltigungen. Die Opfer haben Angst oder können ihre Vorwürfe nicht beweisen«, sagt Leyla Kalın. Anzeigen bei der Polizei liefen immer wieder ins Leere, weil verlangt werde, dass die Frauen Beweise wie Videoaufnahmen von Übergriffen liefern. »Das ist dieselbe Polizei, die dann nicht eingreift, wenn Frauen wie Zeynep Şenpınar Anzeige wegen häus­licher Gewalt erstatten.«

Das widerspricht geltendem türkischen Recht, betont Evrim İnan vom ­feministischen Verein Frauensolidarität Bodrum (BKD). Die 45jährige ist Anwältin in der Küstenstadt, die 100 Kilometer westlich von Muğla liegt, und unterstützt Gewaltopfer bei der Suche nach juristischem Beistand. Frauen finden bei der BKD kostenlose Beratung. İnan hat ihre Robe über den Arm gelegt und geht zum Gerichtshof, einem imposanten Gebäude im Stadtteil ­Bitez. Auf einer Gedenktafel für Mustafa Kemal Atatürk wird der Staatsgründer zitiert: »Ein Patriot ist der, der seine Pflicht erfüllt.«

»Wenn doch alle in diesen Hallen echte Patrioten wären«, schmunzelt die Anwältin. Sie kontrolliert an diesem Tag, ob die Polizei einer Anzeige einer Mandantin nachgegangen ist. Diese wurde von ihrem Ehemann auf der Straße vor einer Bank bedroht – sie solle ihre Scheidungsabsicht überdenken. Dort gibt es Überwachungskameras, die Ordnungskräfte sind eigentlich verpflichtet, die Videoaufnahmen sicherzustellen und der Staatsanwaltschaft zu übergeben. Nach einer halben Stunde verlässt Evrim İnan kopfschüttelnd das Gerichtsgebäude. »Die haben noch nichts unternommen. Der Vorfall ist bereits einige Tage her, wenn wir Pech haben, sind die Aufnahmen dann irgendwann gelöscht.«

Solche Versäumnisse sind keine Einzelfälle. Bei Anzeigen wegen häuslicher Gewalt ist die Polizei verpflichtet, den Vorwürfen nachzugehen. Zeynep Şenpınar hatte in Muğla zwei Wochen vor ihrer Ermordung Anzeige gegen ihren Freund erstattet. Sie wollte sich von ihm trennen, fürchtete aber den Jähzorn des Berufssportlers, der seine Körperkraft nicht nur im Ring, son­dern immer wieder auch gegen seine Partnerin einsetzte. »Unser größtes Problem ist die Kluft zwischen juristischer und gesellschaftlicher Realität«, sagt Evrim İnan.

Sie beruft sich im Umgang mit Polizei und Justiz immer wieder auf die Istanbul-Konvention, das »Übereinkommen des Europarats zur Verhütung und Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und häuslicher Gewalt«. Es wurde 2011 in Istanbul ratifiziert, in der Türkei trat es bereits 2014 in Kraft, vier Jahre früher als in Deutschland. Auf die Rechtspraxis habe der Vertrag aber kaum Einfluss, beklagt Evrim İnan. In Fällen häuslicher Gewalt etwa habe eine einfache Vorladung der Beschuldigten oft erstaunliche Wirkung. »Wenn Männer außerhalb ­ihrer Komfortzone bei der Polizei eine Aussage machen und Stellung beziehen müssen, dann schafft das bereits eine juristische Grundlage. Die Rechtspraxis schützt aber die Täter, nicht die Opfer, und folgt einer patriarchalischen Doktrin, die von Politikern und staat­lichen Institutionen vertreten wird.«

Aufklärung auf dem Markt
In den vergangenen 30 Jahren haben sich die Lebenswelten verändert, betonen Frauenrechtlerinnen. Die Binnenmigration habe die Großfamilienstrukturen unterhöhlt. Früher lebten 80 Prozent der Menschen auf dem Land und 20 Prozent in der Stadt, heutzutage ist es umgekehrt. Sogenannte Ehrenmorde gebe es immer noch, aber sie stünden nicht mehr im Vordergrund, sagt Evrim İnan. »In 90 Prozent der Fälle morden die Partner, weil die Frauen sich trennen wollen.«

Die Frauenrechtlerinnen in der ­Türkei haben den Sommer über trotz der Pandemie effiziente politische ­Arbeit geleistet – ganz im Gegensatz zu den Parteien. Der regierenden AKP und ihrem Koalitionspartner, der ultranationalistischen MHP, steht die Opposition meist hilflos gegenüber. Die Repub­li­kanische Volkspartei (CHP) und die prokurdische HDP scheitern immer wieder an inhaltlichen Kontroversen über Minderheitenrechte und ­Fragen der nationalen Sicherheit. In Bodrum aber haben Frauenrechtler­innen eine überparteiliche Plattform gegründet. Den Sommer über drohte Präsident Erdoğan damit, die Istanbul-Konvention außer Kraft setzen zu ­lassen. »Als ob die jemals zur Anwendung gekommen wäre«, spottet Figan Erozan, die Vorsitzende der BKD, im Marktplatzcafé in der Innenstadt. Sie begrüßt İnan herzlich und drückt ihr ein T-Shirt in die Hand. Überall an den ­Tischen malen Frauenrechtlerinnen aus allen Parteien Slogans auf die weiße Oberbekleidung.

Frauen beschriften T-Shirts

Vorbereitung auf die Aufklärungskampagne in Bodrum

Bild:
Sabine Küper-Büsch

»Die Istanbul-Konvention kann Leben retten«, heißt es auf dem Shirt, das İnan überstreift. Die Frauen gehen auf den Basar. Zwischen Gemüseständen verteilen sie Broschüren, die über den Inhalt der Konvention aufklären. »Bitte lesen Sie das«, sagt Erozan den einkaufenden Frauen. Die meisten bleiben stehen und lassen sich auf ein Gespräch ein. Plötzlich stürzen drei junge Frauen auf die resolute 56jährige zu: »Figan, wie schön, dich zu sehen.« Die Angesprochene blickt erstaunt auf und strahlt dann über das ganze Gesicht. Sie hat in den vergangenen 30 Jahren vielen Frauen geholfen. Die vollen Einkaufs­taschen gehören drei Schwestern, sie kaufen Lebensmittel für ihre kleine Pension in der Innenstadt ein.

Noch vor vier Jahren hätten sie sich nicht allein hierher getraut. Die älteste Schwester hatte den Schwager damals dabei ertappt, wie er die zu dem Zeitpunkt dreijährige Nichte sexuell missbrauchte. Die jüngere Schwester reichte die Scheidung ein und erstattete Anzeige wegen Kindesmissbrauchs. Daraufhin begann eine Eskalation der Gewalt. Der Ehemann war Mitglied einer religiösen Sekte, er zerschoss mit seinen Glaubensbrüdern die Fenster der Wohnung und versuchte sogar, die Terrasse vor dem Kinderzimmer in Brand zu stecken, um die Frau zu zwingen, die Anzeige zurückzuziehen. Die junge Frau Anfang dreißig blieb standhaft. Mit Hilfe der BKD schaffte sie es, eine Unterlassungsklage durchsetzen zu lassen. »Du hast uns gerettet«, sagt sie zu Figan Erozan. Heutzutage traut der Ehemann sich nicht mehr in ihre Nähe. Die kleine Pension dient nun immer wieder Frauen als Unterschlupf, die untertauchen müssen, um sich vor Gewalt zu schützen.

Ein neues Netzwerk
»Das ist das Prinzip unserer Arbeit.« Erozans Augen blitzen: »Solidarität schafft Netzwerke aktiver Unterstützung. Mittlerweile rufen Frauen aus dem ganzen Land unseren Notruf an. Heute war es eine junge Frau aus Van. Die fundamentalistische Verwandtschaft bedroht sie, weil sie ihr Kopftuch abgelegt hat. Sie ist jetzt auf dem Weg hierher. Wir werden ihr helfen, unterzutauchen und eigene Wege zu suchen.«
In der gesamten Türkei hat sich ein Netzwerk aus nichtstaatlichen Hilfs­organisationen gebildet. Den Sommer über trafen sich regelmäßig über 300 Frauenrechtlerinnen aus dem ganzen Land zu Videokonferenzen, um an gemeinsamen Strategien zu arbeiten. Sie demonstrieren gegen Gewalt und beobachten unter anderem die Prozesse wegen der Frauenmorde in Muğla.

In der zweiten Novemberwoche begann die Verhandlung gegen den Mordverdächtigen im Fall Pınar Gültekin und dessen Bruder, der der Mitwisserschaft und Beihilfe zur Vertuschung der Tat beschuldigt wird. Figan Erozan nahm als Prozessbeobachterin teil. Die Befürchtung von Pınars Mutter war nicht unbegründet. Der Angeklagte, der im Juli die Tat umfassend gestanden hat, behauptet nun, er sei von dem Mordopfer erpresst worden und habe die Studentin aus Verzweiflung getötet, um seine Familie zu beschützen.