Artikel von Kathrin Zeiske

08.02.2018
Ausland US-Präsident Trump hat den Temporären Schutzstatus für Geflüchtete aus mehreren Ländern aufgehoben

Überleben ohne Schutz

US-Präsident Donald Trump hat den Temporären Schutzstatus für Geflüchtete aus verschiedenen Ländern aufgehoben. Die größte Gruppe der nun von Abschiebung Bedrohten bilden die rund 262 000 Geflüchteten aus El Salvador.

07.12.2017
Ausland Proteste gegen manipulierte Präsidentschaftswahl in Honduras

Raus, Hernández

In Honduras finden Massenproteste gegen eine offenbar manipulierte Präsidentschaftswahl und den autoritären Amtsträger Juan Orlando Hernández statt.

Kommentar von Kathrin Zeiske
23.11.2017
Ausland In Honduras wird der autokratische Präsident höchstwahrscheinlich wiedergewählt

Sieg der Resignation

Bei den am Sonntag in Honduras stattfindenden Präsidentschafts­wahlen scheint der Sieger schon festzustehen: der autokratische Amtsinhaber Juan Orlando Hernández.

28.09.2017
Reportage Gewalt und Morde an Frauen in Mexiko

Vom Maisfeld zur Todeszone

Nirgendwo in Mexiko gibt es so viele Fälle von Gewalt und Morden an Frauen und Mädchen wie im Bundesstaat México. Machismo und Misogynie reichen hier von der Straße bis ins Staatsamt.

13.07.2017
Ausland In Honduras wird gegen Machismo, Bandengewalt und Morde an Frauen protestiert

Tödlicher Machismo

In Honduras haben zahlreiche Frauengruppen gegen die vielen Morde an Frauen protestiert. Ursachen sind Machismo und Bandengewalt, die Täter gehen fast immer straffrei aus.

04.05.2017
Reportage Die Situation von mexikanischen Arbeitsmigranten in den Grenzstädten Ciudad Juárez und El Paso

Auf der falschen Seite

US-Präsident Donald Trump will seine Mauer zu Mexiko als Erstes zwischen Ciudad Juárez und El Paso hochziehen. Da steht aber schon eine. Für die Grenzstädte ist die Arbeitsmigration aus Mexiko in die USA und auch deren Kontrolle Teil ihrer Geschichte. Die geplante Verschärfung der Grenzkontrollen erzeugt dennoch Unsicherheit.

23.03.2017
Ausland Der jüngste Fund von Massengräbern offenbart das Fehlen des Rechtsstaats in Mexiko

Hügel des Todes

Im mexikanischen Bundesstaat Veracruz haben Angehörige gewaltsam Verschleppter 125 Massengräber gefunden. Sie gelten als Vermächtnis des mafiösen ehemaligen Gouverneurs Javier Duarte und offenbaren einmal mehr die Abwesenheit eines Rechtsstaats in Mexiko.

16.06.2016
Ausland Die mexikanische Regierungspartei verliert Rückhalt der Wähler

Die institutionalisierte Gewalt

Bei den Regionalwahlen in zwölf Bundesstaaten Mexikos hat die langjährige Regierungspartei PRI eine Niederlage einstecken müssen. Die mexikanische Bevölkerung ist der ausufernden Korruption und Gewalt überdrüssig.

24.03.2016
Ausland In Honduras wurden zwei Umweltschützer ermordet

Chronik eines angekündigten Todes

In Honduras wurden im März mit Berta Cáceres und Nelson García bereits zwei Mitglieder der Menschenrechtsorganisation COPINH ermordet. Diese setzt sich unter anderem gegen ein internationales Staudammprojekt ein. Doch der honduranische Staat ermittelt nicht wegen politischen Mordes und versucht stattdessen, die Organisation zu kriminalisieren.

23.12.2015
Reportage Zwischen Mexiko und den USA liegt die militarisierteste Grenze der Welt

Jenseits des Tortillavorhangs

Ciudad Juárez und El Paso trennt die hochmilitarisierte Grenze zwischen Mexiko und den USA. Die beiden Städte, die unterschiedlicher nicht sein könnten, verbindet jedoch eine gemeinsame Geschichte und ein gemeinsamer Alltag. Für viele Menschen aus Mexiko und Mittelamerika stellt die Wirtschaftsmetropole Ciudad Juárez ein Tor in die USA dar. Täglich passieren Waren, Geld, Drogen, Waffen, US-amerikanische Staatsbürger und auch die Auftragsmörder der Drogenkartelle die Grenze weitgehend unkontrolliert. Für diejenigen Bewohner von Ciudad Juárez, die ein US-Visum besitzen und die Familie in den USA haben, stehen einer Fahrt nach El Paso lediglich die Wartezeiten auf den Grenzbrücken im Wege.

27.08.2015
Interview

»Die Kartelle halten Sklaven«

In den letzten Augusttagen des Jahres 2010 gingen Meldungen über das Massaker von San Fernando in Tamaulipas um die Welt und machten das Ausmaß der Gewalt gegen Migranten in Mexiko deutlich. 72 Menschen aus Mittel- und Südamerika wurden vom Drogenkartell der Zetas ermordet. Fünf Jahre später gelten illegalisierte Migranten weiter als eine Haupteinnahmequelle des organisierten Verbrechens. In der Migrantenherberge von Saltillo, eine Tagesreise von der Grenze zu den USA entfernt, berichten Menschen aus den südlichen Nachbarländern täglich über das, was sie auf der Transitroute durch Mexiko erleben. Die Jungle World befragte den Leiter der Herberge, Alberto Xicoténcatl Carrasco, was sich an den Gewaltszenarien geändert hat.

06.08.2015
Ausland Frauenmörder in Ciudad Juárez wurden erstmals verurteilt

Frauenmorde mit System

Im mexikanischen Ciudad Juárez wurden erstmals drakonische Strafen gegen Frauenmörder verhängt. Die Verflechtung krimineller Strukturen in Polizei, Militär, Justiz und Politik vereitelte bislang die Aufklärung von Verbrechen gegen Frauen.

04.06.2015
Ausland Korruption in Guatemala

Guatemaltekischer Frühling

In Guatemala wurde ein Korruptionsnetz aufgedeckt, das bis in die Regierungsspitze reicht. Proteste erzwangen bereits den Rücktritt der Vizepräsidentin. Auch in anderen Ländern der Region begehrt die ­Bevölkerung auf.

09.04.2015
Ausland Menschenversuche in Guatemala während des Kalten Krieges

Gezielte Infizierung

Zu Beginn des Kalten Kriegs ließ die US-Regierung Menschenversuche in Guatemala durchführen. Gegen die daran beteiligte John Hopkins University wird nun geklagt.

12.03.2015
Ausland Die Regierung in El Salvador bricht Friedensverhandlungen mit den »Maras« ab

Experiment beendet

In El Salvador hat die Regierung die umstrittenen Friedensverhandlungen mit den kriminellen Jugendbanden, den Maras, abgebrochen.

19.02.2015
Ausland Guatemala ist zum »Narco-Staat« geworden

Lukrativer Rausch

Mit dem Drogenkrieg in Mexiko verschieben sich Routen und Präsenz internationaler Drogenkartelle nach Mittelamerika. Vor allen Dingen Guatemala konnte sich in den vergangenen Jahren den Ruf als »Narco-Staat« sichern.

28.08.2014
Ausland Die Drogenkartelle haben Honduras fest im Griff

Die Macht der Kartelle

Seit dem Putsch im Jahr 2009 hat der Drogenhandel zwischen den Anbaugebieten in Südamerika und dem Markt in den USA in Honduras an Bedeutung gewonnen. Die Drogenkartelle konnten sich zwischen korrumpierten Staatsinstitutionen und einer Wirtschaftsoligarchie, die über Leichen geht, etablieren.

24.07.2014
Ausland Immer mehr Minderjährige aus Mittelamerika fliehen allein in die USA

Hinter den Vorhängen

Immer mehr Kinder und Jugendliche aus Mittelamerika fliehen vor Gewalt und Armut in Richtung USA. Oft landen sie auf sich allein gestellt in Abschiebegefängnissen. Doch die Abschottung der Aufnahmeländer kann die Ursachen für die Migra­tion nicht beseitigen und die Flucht bleibt lebensgefährlich.

24.07.2014
Interview Sara García im Gespräch über das Abtreibungsverbot in El Salvador

»Die Reiche reist aus, die Arme verblutet«

El Salvador zählt zu den Ländern, in denen ein Schwangerschaftsabbruch unter allen Umständen verboten ist. Das absolute Abtreibungsverbot hat in dem mittelamerikanischen Land sogar die Kriminalisierung von Frauen zur Folge, die eine Fehlgeburt erlitten haben. Die Kampagne »Die 17« fordert nun die Begnadigung von 17 Frauen, die deswegen zu Gefängnisstrafen zwischen 30 und 40 Jahren verurteilt wurden. Die Initiatorinnen wollen außerdem eine allgemeine Debatte um die Legalisierung des Schwangerschaftsabbruchs anstoßen. Mit der Feministin und Aktivistin Sara García, die jeden Mittwoch ein Radioprogramm zum Thema moderiert, sprach die Jungle World über die rigide Gesetzgebung in El Salvador und deren Folgen für betroffene Frauen.

24.10.2013
Reportage Auf den Spuren von »Diana«, der Rächerin der ermordeten Frauen im mexikanischen Ciudad Juárez

Mythen und Morde

Ciudad Juárez erlangte schon in den neunziger Jahren traurige Berühmtheit. Damals war die nicht abreißende Reihe von Morden an Frauen in der mexikanischen Grenzstadt Anlass für die Entstehung des Begriffs »Femizid«. Nach dem scheinbaren Rückgang der Gewalt ist es still um Juárez geworden. Doch Frauen werden weiterhin ermordet – in einer Situation absoluter Straflosigkeit. »Diana, Jägerin der Busfahrer« nennt sich eine Rächerin misogyner Übergriffe.