Der IS reklamiert die Selbstmordanschläge in Uganda für sich

Anschläge ruinieren den Ruf

Die jüngsten Terroranschläge in Ugandas Hauptstadt Kampala schreibt die Regierung einer angeblich mit dem »Islamischen Staat« verbundenen ugandischen Rebellengruppe zu.
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Die Anschläge galten dem Zentrum der staatlichen Macht: Am Dienstag vergangener Woche zündeten Selbstmordattentäter zwei Bomben im Viertel ­Nakasero der ugandischen Hauptstadt Kampala. Dieses beherbergt mehrere Regierungseinrichtungen. Einer der Anschläge galt vermutlich dem nationalen Polizeihauptquartier, die Attentäter zündeten ihre Bombe aber bereits an einem vorgelagerten Kontrollpunkt. Der zweite Anschlag ereignete sich an der Zufahrtsstraße zum Parlamentsgebäude. Außer den drei Attentätern kamen mindestens vier Zivilisten und Polizisten ums Leben, mehrere Dutzend wurden verletzt. Die relativ geringe Zahl an Todesopfern – bei Bombenattentaten in einem Stadion und in einem Restaurant in Kampala im Jahr 2010 kamen insgesamt 74 Menschen ums Leben – spricht dafür, dass die Täter vor allem auf eine symbolische Wirkung abzielten. Im Regierungsviertel halten sich vergleichsweise wenige Menschen auf den Straßen auf, doch Anschläge auf zentrale staatliche Institutionen zeigen, dass auch höchste Staatsvertreter vor Anschlägen nicht sicher sind.

Seit 2019 beansprucht die isla­­mis­­tische Gruppe »Islamischer Staat« (IS), dass die Rebellengruppe ADF zu ihrem Netzwerk gehört. Seither treten die ADF in Uganda immer stärker in Erscheinung.

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