13.05.2017 / 18:31 Uhr

Wenn die Hizbollah die PKK lobt

Von
Thomas von der Osten-Sacken

Langsam wird klar, wie die Befreiung Raqqas vom IS aussehen wird. Unterstützt und bewaffnet von der US-Army soll die SDF, jene von der syrischen Schwesterpartei der PKK angeführte Miliz, die Stadt erstürmen und dann an irgendwelche ominösen arabischen Stämme übergeben. In Wirklichkeit heißt das, Raqqa soll von Assad kontrolliert werden. Daraus wird auch gar kein Hehl mehr gemacht:

Western officials say the SDF operation that unfolded in the northern Syrian city of Manbij last year could serve as a blueprint for Raqqa’s eventual handover to Damascus. The Kurdish-led force took Manbij from Islamic State in August and handed over some surrounding towns to the Syrian and allied Russian armies in March.

Weil die kurdische YPG bei der Aktion heftige Verluste erleiden wird und schon erleidet,soll sie mit einem Korridor nach Afrin und vielleicht sogar bis ans Meer entlohnt werden.

So machen sie nun alle gemeinsame Sache: die USA, der Iran, Russland, die PKK-PYD, Hizbollah und Shia-Milizen. So hatte es sich Obama erträumt, seinen Kampf gegen den IS.

Und entsprechedes Lob für die PYD kommt dann auch von der Hizbollah:

An official from the Lebanese militant group Hezbollah, which is fighting for the Syrian regime, recently described increasing Kurdish cooperation with the Syrian government as a win for both sides. With Damascus poised to retake much of the country with help from Iran, Russia, Hezbollah and other Shiite foreign fighters, the official said the Syrian Kurds realize they can gain from cooperating with Mr. Assad’s government.