Thomas von der Osten-Sacken

Es scheint inzwischen zur Normalität geworden zu sein, dass internationale Syrien-Konferenzen ohne Beteiligung von Syrern stattfinden. Ob bei den berüchtigten russisch-iranisch-türkischen Gipfeln, auf denen die Zukunft des Landes entschieden wird oder anderswo: Syrerinnen und Syrer – egal ob von Seiten des Regimes oder aus der Opposition – werden entweder gar nicht mehr eingeladen oder dürfen bestenfalls als Statisten am Rande herumstehen.

Wie jedes Jahr demonstrieren auch in diesem Ramadam einige Tunesier gegen den auferlegten zwang, sich selbst, wenn man nicht fastet, öffentlicht an die Regeln zu halten. Sie fordern etwa, dass Cafés tagsüber öffnen sollen.

Hier ein kurzes Video über eine Kundgebung der "Libre Penseurs", einer Gruppe bekennender Atheisten und Agnostiker.

 

 

Die Kollegen von der taz gazete haben mich über Ursachen und Folgen des türkischen Einmarsches in Afrin interviewt.

Ein Auszug:

Ist es so, dass die kurdische PYD bisher die erfolgreichste der Bürgerkriegsparteien war?

Die Provinz Idlib in Nordwestsyrien ist eine der letzten größeren von syrischen Rebellen gehaltenen Gebiete. Zugleich haben dort Hunderttausende von Binnenvertriebenen Zuflucht gesucht, zuletzt etwa viele jener Bewohner Ostaleppos, die 2016 aus der Stadt evakuiert wurden. Eigentlich gehört Idlib zu den Deeskalationszonen in Syrien, die von Russland, der Türkei und dem Iran vereinbart wurden, und in denen nicht weiter gekämpft werden soll.

Der türkische Präisident hat ein verheerendes neues Dekret erlassen, das jeder Privatperson, die im Zusammenhang mit dem Putsch des letzten Jahres Gewalt angewendet hat, Straffreiheit gewährt:

“If a citizen takes action to suppress terror activities or anything following up to it, then they cannot be put on trial.”

Gestern hat Mena-Watch mich zur Lage in Kirkuk interviewt:

Mena Watch: Was angesichts deren Übernahme von Kirkuk durch irakische Truppen und schiitische Milizen und auffällt, ist, wie rasant und vor allem auch wie – nicht nur für nahöstliche Verhältnisse – relativ unblutig dieser Vormarsch ausfällt. Wie sind diese Beobachtungen Deiner Meinung nach einzuschätzen?

Nach jahrelangen Kämpfen haben die Truppen von Khalifa Haftar die libysche Hafenstadt Benghazi eingenommen, die 2011 auch die Hauptstadt der Rebellen war. Haftar wird von Saudi Arabien, Ägypten und den Emiraten unterstützt und kämpft gegen die von Islamisten dominierte, aber von der UN anerkannte Regierung in Tripolis.

Anlässlich des heutigen Al Quds Tages hat der oberste Revolutionsführer des Iran einmal mehr Klartext gesprochen:

"There is no doubt that we will witness the demise of the Zionist entity [Israel]," read a post on his Twitter account Thursday.

Die iranischen Tasnimnews berichten über das Ereignis:

Wie "sichere Orte" in Afghanistan aussehen, wo die "normale Zivilbevölkerung" laut deutschen Innenminister von Taliban ja nicht gezielt angegriffen wird, konnte man heute einmal mehr sehen, als es selbst die deutsche Botschaft traf.

Da musste ein Abschiebeflieger in Deutschland sogar auf dem Boden bleiben:

Nachdem es heute erneut zu einem islamistischen Massacker an ägyptischen Kopten ka, dem mindestens 28 Menschen zum Opfer fielen, bombardierte die ägyptische Luftwaffe Ausbildungslager in Libyen, aus denen die Täter stammen sollten:

Muslimische Gelehrte behaupten die „Sunnat“-Beschneidung von Mädchen sei keine Genitalverstümmelung (FGM) und müsse aus religiösen Gründen erlaubt bleiben.

Bild entfernt.

 

Brendan O'Neill, Herausgeber des linken Spiked-Magazines, über die Reaktionen auf die jüngste Terrorattacke in Manchester:

Im Iran hat Hassan Rohani die Wahl gewonnen. Und in deutschen Medien, allen voran im Spiegel, wird gefeiert. Und zwar so:

Bild entfernt.

Auf seiner Facebookseite geht Hasnain Kazim sogar noch etwas weiter:

 

Heute morgen verstarb in Suleymaniah der Mitbegründer der Patriotischen Union Kurdistans (PUK), der später die oppositionelle Gorran Bewegung anführte. Er gehörte zu den wichtigsten Politikern in Irakisch-Kurdistan. Ein Nachruf:

The leader of the Change Movement Nawshirwan Mustafa died at the age of 73 in Sulaimani Friday morning just a week after he returned to Kurdistan from the UK where he received treatment for his illness.