Die Organisation Labournet TV stellt internationale Filme über Arbeitskonflikte zur Verfügung und produziert auch selbst welche. Die »Jungle World« sprach mit Johanna Schellhagen, die für Labournet TV Videos und Dokumentarfilme dreht, produziert und schneidet, über das Filmarchiv und die Arbeit im Produktionskollektiv.
Vor zwei Jahren starb Mario Tronti, der entschiedenste Vertreter des Operaismus, jener neomarxistischen Theorie und sozialen Bewegung, die zu Beginn der sechziger Jahre im hochindustrialisierten Norditalien entstand.
Donald Trumps Wahlsieg sei auch als Votum gegen die Macht der »professional-managerial class« zu verstehen, heißt es in Teilen der US-Linken. Diese habe mit ihrem Moralismus das liberale Establishment gekapert und die Arbeiterklasse abgestoßen.
Die höchst erfolgreiche K-Drama-Serie »Hierarchy« macht sich an Klassenunterschieden in einer elitären Privatschule fest, verliert sich dabei aber im Voyeurismus.
Der Schriftsteller John Niven hat eine Autobiographie geschrieben – über sich und seinen Bruder Gary, der sich 2010 das Leben nahm. Das Buch ist ein mit vielen Anekdoten gespicktes Porträt der Arbeiterklasse in Schottland, des Punk und der Rave-Zeiten der neunziger Jahre.
Die US-Amerikanerin Cynthia Cruz beschreibt in »The Melancholia of Class« sich und andere Trauerarbeiter aus der Arbeiterklasse von Amy Winehouse bis Clarice Lispector.