Murat Yörük

Das nächste von vielen erwartete Video des Mafiabosses kam nicht. Gibt er gar auf?

Seit Wochen ziehen die Enthüllungsvideos des Mafiapaten Sedat Peker die türkische Gesellschaft in seinen Bann. Auf inzwischen mehr als 150 Millionen Aufrufe kommen seine insgesamt neun Videos. Und Peker setzt unbeeindruckt die Themen, kommentiert fleißig über Twitter, und treibt Politik und Staat vor sich her. Sehr geschickt, könnte man mutmaßen.

In seinem achten Video beschäftigt sich Sedat Peker mit der türkischen Syrienpolitik und kündigt an, sich bald auch mit Präsident Erdogan selbst beschäftigen zu wollen

Brisante Enthüllungen versprach zuletzt der türkische Mafiaboss Sedat Peker.

Wenn es um die Ehre geht, versteht ein Mafioso keinen Spaß. Und Sedat Peker, ein türkischer Mafiaboss, der seit Anfang Mai auf YouTube bislang sieben Enthüllungsvideos veröffentlicht hat und inzwischen mit über 60 Millionen Aufrufen zum aktuell beliebtesten YouTube-Star in der Türkei aufgestiegen ist, ist nach eigenem Verständnis ein Ehrenmann.

 

Der Pate der türkischen Unterwelt wendet sich auf Youtube an die Öffentlichkeit mit pikanten Enthüllungen über die türkische Regierung. 

Es kommt nicht alle Tage vor, dass ein Mafiaboss, der für gewöhnlich die Unterwelt bevorzugt, die virtuelle Öffentlichkeit sucht und innerhalb kürzester Zeit zu einem Youtube-Star aufsteigt. Geht es allein nach Zahlen, sind die in den vergangenen Tagen hochgeladenen sieben Videos des türkischen Paten Sedat Peker mit insgesamt 40 Millionen Klicks nicht zu verachten.

Um die Währungskrise zu meistern, hat sich die türkische Führung nun erneut an den engen Verbündeten Katar gewandt.

 

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Bildquelle: TCCP

 

Während Erdoğan mal wieder einen Kurswechsel andeutet und erklärt, die Zukunft der Türkei liege in Europa, meldet sich die Mafia zurück in der Politik, was an die 1990er Jahre denken lässt.

 

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Erdogan und Bahceli vor einem Jahr, Quelle: Youtube

 

Die zwar widerspruchsvollen, aber letzten Endes doch guten Beziehungen Erdoğan zu US-Präsident Trump haben die Türkei bislang vor Sanktionen bewahrt. Das könnte sich unter dem neuen Präsidenten ändern.

 

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Bild: Anadolu

 

Tod oder Exil: Vor dieser Wahl standen osmanische Schwiegersöhne – auch Damat genannt – einst, denen zwar der Aufstieg in hohe Positionen gelang, deren Abgang im Konkurrenzkampf mit den Söhnen des Sultans um die Thronfolge jedoch meist fatal endete.

 

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Quelle: Haberler

 

Neben geopolitischen Differenzen zwischen den beiden Ländern weiß Erdogan nur zu gut Bescheid, dass der ihm verhasste türkische Laizismus den französischen zum Vorbild genommen hat.

 

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Bild: Karikatur von Maarten Wolterink

 

Nach jedem islamistischen Anschlag melden sie sich umgehend zu Wort: Die Phrasendrescher danach.

 

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Screenshot von T-Online.de

 

Phrasendrescher, die nach jedem islamistischen Anschlag "business as usual" betreiben, sind wieder aktiv, und fordern Abschiebungen, den Kampf gegen den Islam, Rückeroberungen, Feindbestimmungen, etc.

Außerhalb des Gazastreifens wird die Luft für die Hamas im arabischen Raum immer dünner. Springt jetzt Istanbul als neues Auslandshauptquartier ein?

 

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Bildquelle: Anadolu

 

Sowohl im östlichen Mittelmeer als auch in Libyen nehmen die Spannungen zwischen Ägypten und der Türkei in letzter Zeit deutlich zu.

 

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Ägyptischer Panzer, Bild: Wikipedia

 

Angesichts des Währungsabsturzes wären Touristen für die Türkei wichtiger als je zuvor. Ob sie noch kommen werden, steht in den Sternen.

 

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Leer: Ausflugsboote an der türkischen Küste, Bild: Thomas v. der Osten-Sacken

 

Um weniger von russischem Erdgas abhängig zu sein, zelebriert die Türkei ihre Freundschaft zu Aserbaidschan – auch militärisch.

 

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(Bildquelle: Wikipedia)

Die alte Forderung der türkischen Islamisten ist am Freitag, den 24. Juli 2020 wahr geworden: Die Hagia Sophia – die Sophienkirche –, die per Dekret am 24. November 1934 durch den Staatsgründer der modernen Türkei Mustafa Kemal Atatürk von einer Moschee in ein Museum umgewandelt wurde, ist wieder eine islamische Gebetsstätte.

 

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(Coronakonformes Gebet)