Detlef zum Winkel

Am 6. Januar unternahmen die Unterstützer des amtierenden US-Präsidenten Donald Trump ihren programmatischen Versuch, Amerika wieder groß zu machen. In Erwartung des Ereignisses – "be there, will be wild", hatte ihr Idol getwittert – versammelten sie sich in Washington, um sich zunächst bei den Worten der Trump-Söhne Eric und Donald jr. sowie seiner Schwiegertochter Lara Trump aufzuwärmen. Auch Anwalt Rudy Giuliani durfte ein paar Sätze sagen, um ein "trial by combat" anzukündigen, was man wohl mit Kriegsgericht übersetzen muss.

Unter den aktuellen Rückblicken auf die Amtszeit Donald Trumps sticht der irische Autor Fintan O'Toole hervor, weil er sich nicht damit begnügt, den rasch hingeschriebenen Porträts einer gestörten Persönlichkeit ein weiteres hinzuzufügen. O'Toole hat bereits in seinem Buch "Heroic Failure: Brexit and the Politics of Pain" (Heroisches Scheitern: Brexit und die Politik der Schmerzen) versucht, das Phänomen soziopathischer Politikdarsteller zu ergründen.

"In this country, things are coming to a head"

(Keith Richards, Oktober 2020)

Über den am 3. Januar von einer US-Drohne getöteten Revolutionsgardisten Qassem Soleimani sagte das iranische Staatsoberhaupt Ayatollah Khamenei, er habe sein Leben dem heiligen Krieg gewidmet. Wie so ein Dschihad-Leben aussah, beschrieb der General ein Vierteljahr zuvor…

 

 

Vor fünfundzwanzig Jahren, am 18. Juli 1994, explodierte eine Autobombe vor dem jüdischen Gemeindezentrum AMIA (Asociación Mutual Israelita Argentina) in Buenos Aires. Sie riss 85 Menschen in den Tod, 300 weitere wurden verletzt. Zwei Jahre zuvor, am 17. März 1992, hatte ein Anschlag der israelischen Botschaft in der Stadt gegolten. Dabei wurden 29 Menschen getötet und 242 verletzt. Zu dieser Tat bekannte sich der Islamische Dschihad, eine dem Iran nahestehende palästinensische Organisation.

Irans Staatsoberhaupt Ali Khamenei, auch geistlicher Führer, oberster Führer, Revolutionsführer oder einfach leader genannt, hat sich erstmals als Imam bezeichnet. In einem Eintrag auf seiner englisch-sprachigen Webseite vom 12.5.2018 heißt es: „To answer questions of youth everywhere, scientific mouvement of Islamic World must progress: Imam Khamenei“.

Das Bundesverfassungsgericht hat einen Termin angesetzt. Am 17. Januar wollen die Richter ihr Urteil über den Verbotsantrag des Bundesrats gegen die NPD verkünden. Die Länderkammer hatte den Antrag im Dezember 2013 gestellt. Anders als im ersten Verfahren gegen die Partei, das zehn Jahre zuvor gescheitert war, schlossen sich Bundesregierung und Bundestag dem Vorgehen nicht an.