Von Tunis nach Teheran

Wenn dem wirtschaftlich immer tiefer in die Krise geratenden Libanon nicht bald geholfen wird, ist die nächste große Fluchtbewegung nur eine Frage der Zeit.

 

Die Lage im Libanon und internationale Reaktionen auf die andauernde und sich verschärfende Krise fasst Emile Nakhleh in einer Überschrift zusammen: „Die Welt schaut zu, wie der Libanon am Rande des Zusammenbruchs steht“.

Der syrische Oppositionelle Bassam al-Kuwaitili hat heute diesen Beitrag aus seiner FB-Seite geteilt:

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Houthi Milizionäre; Bildquelle: Wikimedia Commons

 

Es scheint, die schlimmsten Befürchtungen israelischer Politiker bewahrheiten sich: Mit dem Amtsantritt Joe Bidens, dessen Administration erneut ein Atomabkommen mit dem Iran aushandeln will, steht der jüdische Staat weitgehend alleine da.

Heute ist der Jemen, was früher die Sahel Zone war: Mit Bildern hungernder Kinder wird um Mitleid und Spenden geworben. Vor zehn Jahren gingen Millionen Jemeniten für eine ganz andere Zukunft auf die Straße.

 

In Deutschland scheinen rechte Kreise die Kritik am Islam für sich gepachtet zu haben. Viele Ex-Muslime scheinen damit keine Probleme zu haben.

 

Canada on Monday blocked military arms exports to NATO ally Turkey after a probe found Canadian drone technology had been misdirected for use in conflicts.

Shipments had been suspended last October pending an investigation into allegations that Canadian imaging and targeting systems on unmanned drones were used by Azerbaijan in clashes with Armenia.

Mit großem Tamtam und Besuch des Präsidenten persönlich gab die Islamische Republik Samstag bekannt, dass sie ihr Anreicherungsprogramm im Reaktor von Nataz hochfahren werde.

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Gräber für Corona Tote im Iran, Quelle: Wikimedia Commons

 

Sowohl im Iran und als auch im Irak steigen seit Tagen die Zahlen von Neuinfektionen an. Aus dem Iran wird berichtet, dass die Regierung von einer neuen "Todeswelle" ausgeht:

Shadi Nawzad vom Menschenrechtsausschuss des Parlaments der Region Kurdistan: Das Vorgehen der Sicherheitskräfte ist ein Verbrechen.

 

Im Rahmen der Normalisierung seiner Beziehung mit Israel ist die sudanesische Interimsregierung einen weiteren Schritt gegangen und ein Gesetz aus dem Jahre 1958 zurückgenommen, dass diplomatische und wirtschaftliche Kontakte mit dem jüdischen Staat verbot:

Seit Jahren streiten Jordaniens König und der ehemalige Thronfolger. Dass der Zwist so weit eskalieren könnte, hat niemand erwartet. Steckte mehr dahinter?

 

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Prinz Hamsa bin Hussein, Bild: Wikimedia Commons

 

Aus dem Hurriya Blog von vor zehn Jahren. Erst noch freute man sich damals in Teheran über die Massendemonstrationen in der arabischen Welt; allerdings nur so lange, wie es gegen so genannte prowestliche Despoten wie die in Tunesien oder Ägypten ging.

Als die Proteste dann auch auf Libyen und vor allem Syrien übergriffen änderte sich das ganz schnell:

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Mitglieder der LGBT-Organisation Rasan in Sulaimaniyah, Bild: Rasan

 

Aus Suleimaniyah, das in Irakisch-Kurdistan bislang als vergelichsweise sicherer Ort für LGBTler in Irakisch-Kurdistan galt (was so viel in der Region nicht bedeutet), wird über eine Welle von Repressionen berichtet: