Huggy Bear waren die wohl radikalste Band der Riot-Grrrl-Bewegung – spielen in deren Geschichtsschreibung aber dennoch keine besonders große Rolle. Mehr als 30 Jahre nach ihrer Auflösung haben die fünf Mitglieder nun ein Buch über ihre Zeit als Gruppe veröffentlicht.
Kathleen Hanna hat ihre Autobiographie vorgelegt. Die Musikerin, vor allem bekannt wegen ihrer Bands Bikini Kill und Le Tigre, hat aber keine Chronik der Riot-Grrrl-Bewegung geschrieben, sondern erzählt vor allem Tratsch aus ihrem Privatleben – und knickt vor vielen pseudoemanzipatorischen Ideen der Gegenwart ein.
In der Kleinstadt Salaspils spielten die lettischen Undergroundbands ŠŅK, Nikotīņi und DJ Krankenwagen auf dem Festival Kartupeļpalma. Im Interview erzählt ŠŅKs Leadsängerin und Gitarristin Lauma die Geschichte der Band und wirft einen kritischen Blick auf die lettischen Verhältnisse.
Riot Grrrls, die feministischen Vernetzerinnen im Pop-Raum, hatten ihre Hochphase gleich zu Beginn ihres Auftauchens, 1991, und stellen dennoch weiterhin eine politische Praxis dar, die zu promoten und zu kritisieren sich lohnt.