Beiträge von Anina Valle Thiele

Ricarda Louk mit ihrer Tochter Shani, die am 7. Oktober 2023 ermordet wurde
2025/40 dschungel Ricarda Louk entsetzt der Antisemitismus in Deutschland nach dem 7. Oktober

Jungle+ Artikel »In Europa hat man schon vergessen, wie es anfing«

Das Video des leblosen Körpers der jungen Deutsch-Israelin Shani Louk auf einem Pickup der Hamas gehörte zur Propaganda, mit der die Terrororganisation das Massaker des 7. Oktober feierte. Ihre Mutter Ricarda Louk setzt sich für die Freilassung der Geiseln ein und warnt davor, dem Kalkül der Hamas auf den Leim zu gehen.
Oxana (Albina Korzh): »Ich werde die Welt verändern«
2025/30 dschungel Charlène Favier porträtiert die Femen-Mitbegründerin Oksana Schatschko

Verlorene Ikone

Mit nacktem Oberkörper und wütendem Gesichtsausdruck gegen Sexismus, Korruption und Polizeigewalt. Charlène Favier porträtiert in einem intensiven Film die ukrainische Aktivistin und Künstlerin Oksana Schatschko. Ohne die Femen-Bewegung zu glorifizieren, würdigt »Oxana« die visionäre Kraft ihrer Mitbegründerin.
Anwaltsgeheimnis. Emilias Vergangenheit (Karla Sofía Gascón) kennt nur die Anwältin Rita (Zoe Saldana)
2024/47 dschungel Jacques Audiard erzählt in der mitreißenden Musical-Filmkomödie »Emilia Perez« von der Transition eines Gangsterbosses

Mamma Mia in Mexiko

Wenn der plastische Chirurg dem Patienten im OP ein Ständchen bringt: In »Emilia Pérez« vermischt Jacques Audiard Filmgenres und Geschlechterbilder zu einer mitreißenden Musical-Komödie. Die Rolle, die Frauen dabei spielen, ist allerdings erstaunlich konventionell.
The Blaze: Territory, 2017
2024/45 dschungel Eine Ausstellung in Luxemburg beschäftigt sich mit dem Verlust des Zuhauses

Kein Platz unter Palmen

Die zweiteilige Werkschau »Dis-placed« in einem ehemaligen Möbelhaus in Esch-sur-Alzette in Luxemburg zeigt Auseinandersetzungen interna­tionaler Kunstschaffender mit dem Verlust des Zuhauses. Von schockierendem Zynismus zeugt die Seifeninstallation eines palästinensischen Künstlers in der ansonsten sehenswerten Ausstellung.
Zion Ashkenazi (l.) und Rakefet Binjamin
2024/39 dschungel Zion Ashkenazi und Rakefet Binjamin sprechen über ihr Theaterstück »Shishi«

»Jeder Israeli hat diesen Herzenswunsch, die Zeit zurück­zudrehen«

Die Gay Community am Vorabend der Katastrophe: Der Schauspieler und Drehbuchautor Zion Ashkenazi und die Regisseurin Rakefet Binjamin bringen in ihrem Theaterstück »Shishi« (Freitag) die letzten Stunden vor dem Überfall der Hamas auf die Bühne. Ein Gespräch über die durch den Angriff zerstörten Gewissheiten, die Kämpfe schwuler und lesbischer Soldaten und die Hoffnung, dass man irgendwann wieder auf dem Sofa sitzen und Pläne für die Zukunft schmieden kann.
René Magritte, The False Mirror [Le Faux Miroir], 1928
2024/13 dschungel Eine Ausstellung untersucht die Beziehung Jacques Lacans zur Kunst

Jetzt mal bloß keine Genitalpanik!

Große konzeptuelle Artikulationen, viele Vulven: Eine Ausstellung in Metz befasst sich mit der Beziehung Jacques Lacans zur Kunst. Die Gedankenwelt des französischen Psychoanalytikers darzustellen, gelingt allerdings nur bedingt. Vielmehr wirkt die Ausstellung wie ein großer Spielpark, in dem der weibliche Körper überrepräsentiert ist.
Ein Werk von Michel Majerus im Stil eines Disney-Comics
2022/45 dschungel Michel Majerus hat ein beeindruckendes malerisches Werk hinterlassen

Jungle+ Artikel »Sei nicht traurig, die Neunziger sind bald vorbei«

Der seinerzeit in Berlin lebende Künstler Michel Majerus galt als einer der wichtigsten Maler der jüngeren Generation, als er mit 35 Jahren aus dem Leben gerissen wurde. Die deutschlandweite Ausstellungsreihe »Michel Majerus 2022« widmet sich 20 Jahre nach seinem Tod den verschiedenen Werkphasen seiner künstlerischen Entwicklung. Der Dokumentarfilm »Michel Majerus – Next Step« zeigt den Bilderstürmer, der das Sampling der Berliner DJ-Szene ins Visuelle übersetzte.
Kay Sage: »Zum vereinbarten Zeitpunkt«, 1942
2020/09 dschungel Der weibliche Beitrag zum Surrealismus in der Kunsthalle Schirn an

Der andere Surrealismus

Neben berühm­ten Namen wie Louise Bour­geois, Frida Kahlo oder Meret Oppen­heim präsentiert die Frankfurter Kunsthalle Schirn in ihrer Ausstellung »Fantastische Frauen« wenig bekannte Künstlerinnen wie Alice Rahon oder Kay Sage aus mehr als drei Jahr­zehn­ten surrea­lis­ti­scher Kunst.
2019/49 dschungel Die Darstellung der Frauen in Woody Allens neuem Film ist ärgerlich

Zum hundertsten Mal Manhattan

Wer sich an einem verregneten Novembertag auf Woody Allens »A Rainy Day in New York« einlässt, braucht starke Nerven, denn sein Film ist so belanglos wie sein Titel und gespickt mit eindimensionalen Frauenfiguren.