Jungleblog

Abschied von Helmut Kohl. Beispiellos ist die Häme, die in den letzten Tagen über den Tod Kohls, den Kohltod, aber auch die Person des Altkanzlers, Helmut Kohl selbst also, ausgegossen wurde.

Sie haben sich wirklich Mühe gegeben. Im positiven Sinne. Ehrlich. Aber am Ende bleibt nach dem Humanistentag in Nürnberg vom letzten Wochenende dann eben doch ein schales Gefühl zurück.

Israel hat keinen existierenden, souveränen palästinensisch-arabischen Staat besetzt. Das gilt für das Territorium des Staates Israel nach der Staatsgründung 1948, wie auch für die im Sechstagekrieg eroberten Territorien, die Westbank und den Gazastreifen. Bis 1967 stand der Gazastreifen unter ägyptischer Verwaltung, die Westbank wurde 1950 von Jordanien annektiert. Israel hat nach seinem Erfolg im Krieg von 1967 den arabischen Staaten sofortige Friedensverhandlungen angeboten. 

„Angst essen Zukunft auf“ – unter diesem Titel veranstaltet die Gruppe42 am 16. und 17. Juni in Wien eine Konferenz. Auf ihr sollen „Strategien und Ideen für eine freie und offene Gesellschaft“ ausgearbeitet werden. Der Gastgeber ist kein Unbekannter: Der Schauspieler Stephan Bartunek wirkte noch vor 3 Jahren als Veranstalter der sogenannten „Montagsmahnwachen“ in Wien.

Tuvia Tenenbom diskutierte in Leipzig über sein Buch »Allein unter Flüchtlingen«

 

10 Thesen zu einer Leitkultur in Deutschland

  1. Gesundheit: In die Armbeuge niesen, wie das in zivilisierten Regionen der Welt üblich ist.

  2. Infrastruktur: Leute wie Otto Wiesheu (CSU) oder Alexander Dobrindt (Clown) nicht zu Verkehrsministern machen.

In der FR, die das auch so wegdruckt, erklärt Sigmar Gabriel am Tag nachdem in Israel dem Yom HaShoa gedacht wurde und Netanjahu ihn nicht empfangen wollte, ein wenig deutsche Geschichte:

"Sozialdemokraten waren wie Juden die ersten Opfer des Holocaustes."

In Israel sagt Netanjahu ein Treffen mit Sigmar Gabriel ab? Weil der unbedingt zwei sog. genannte regeirungskritische NGO, nämlich "Breaking the Silence" (zu denen schrieb Alex Feuerherd vor einiher Zeit, was zu ihnen zu sagen ist) und B'tselem treffen wollte?

Ein Beitrag des verurteilten Mörders Marwan Barghouti in der New York Times (NYT), in welchem er den Hungerstreik begründet, den er zusammen mit ebenfalls in Israel inhaftierten palästinensischen Mitterroristen begonnen hat, sorgt für

"Der Krieg ist nie vorbei. Die Kollegen an der Front erzählen jeden Tag von neuen Massakern. Ich verfolge ihre Berichte, während ich mich im Schatten bewege, am äußeren Rand des asiatischen Teils von Istanbul. Hier, in einem Industrieviertel, zwei Stunden Busfahrt vom lebhaften Taksim-Platz entfernt, lebt im Untergrund ein syrischer Maurer, einer, der die Geheimnisse des IS in Raqqa hütet. Monatelang habe ich nach ihm gesucht, jetzt habe ich ihn gefunden und dazu gebracht, sich vor meiner Kamera zu zeigen.

Das Autonome InterTrans*-Referat der Universität Marburg sagt einen Vortrag mit dem feministischen  Transaktivisten und Autor Till Amelung kurzfristig ab. Weil er sich kritisch mit dem Begriff der Definitionsmacht auseinandersetzt, wird ihm vorgeworfen, er sei transmisogyn. Der Vorfall sagt einiges aus über den Umgang mit Selbstreflexion in bestimmten queerpolitischen Kreisen.

 

Es war ein herzlicher und zugleich informativer Abend im Roten Salon der Volksbühne in Berlin. Bei gedämmten Rotlicht und gelöster Atmosphäre wurden die für den diesjährigen Sachbuchpreis der Leipziger Buchmesse nominierten Bücher von den Autorinnen und Autoren vorgestellt. Im jeweils 20minütigen Gespräch unterhielten sich Svenja Faßpöhler vom Deutschlandradio Kultur und Christian Rabhansl vom Deutschlandfunk mit ihren Gästen.

Wer sich bei Facebook herumtreibt, hat vermutlich schon etwas vom „Ordnungsversuch für die deutsche Medienlandschaft“ gehört, den der fake think tank polisphere veröffentlicht hat. Dass dort gedacht wird, erscheint als eine allzu wagemutige Behauptung, für die keinerlei Belege vorliegen.

Als ein Freund von Deniz am vergangenen Samstag die zündende Idee hatte, ging alles ganz schnell. Natürlich muss es ein Autokorso sein. Natürlich muss gehupt werden. Denn der Korso zeigt nicht das Scheitern der Integration, sondern ist Ausdruck einer türkischen Vorliebe: „Der Türke fährt für sein Leben gern hupend, jauchzend und fahnenschwenkend durch die Stadt. Kein Anlass ist ihm zu gering,“ schrieb Deniz 2006 anläßlich der Fußball WM in der Jungle World

Es folgen Spoiler. Allerdings ist der Film keineswegs sehenswert, insofern kann man ruhig weiterlesen.