Beim ersten Parteitag der neuen britischen Partei namens Your Party, die Jeremy Corbyn und Zarah Sultana ins Leben gerufen haben, kam es in Liverpool zu vielen Auseinandersetzungen und heftigen Vorwürfen.
Bereits vor der offiziellen Parteigründung scheint sich in Großbritannien das Projekt »Your Party« zu zerlegen. Hinter den Machtkämpfen stecken auch inhaltliche Widersprüche, in erster Linie zwischen konservativen muslimischen Wählern und linken Aktivisten.
In Großbritannien steht Jeremy Corbyn kurz davor, eine linkspopulistische Partei zu gründen. Sie soll basisdemokratisch organisiert sein und fordert soziale Gerechtigkeit – dreht sich aber hauptsächlich um ihn als Person und seine Obsessionen.
In Berlin ist ein internationaler »Palästina-Kongress« geplant. Die angekündigten Redner lassen keinen Zweifel aufkommen: Um Frieden geht es den Veranstaltern nicht.
Am Samstag demonstrierten erneut Hunderttausende Menschen in London gegen Israel. Insbesondere in der Labour-Partei führt der Krieg im Gaza-Streifen zu schweren Konflikten.
Ein offizieller Untersuchungsbericht wirft der Labour-Partei vor, nicht ausreichend gegen Antisemitismus in den eigenen Reihen vorgegangen zu sein und rechtswidrig gehandelt zu haben. Die Parteimitgliedschaft des ehemaligen Parteivorsitzenden Jeremy Corbyn wurde suspendiert.
Der Hoffnungsträger des linken Flügels der Labour-Partei, Jeremy Corbyn, kann als klassischer britischer Sozialist bezeichnet werden, mit allem, was dazugehört: Er ist gegen Neoliberalismus, Fuchsjagd, die EU und Israel.