Die US-Regierung spricht offen davon, dass es ihr bei dem Krieg gegen die Islamische Republik Iran nicht um Demokratie geht, und übt sich in brachialer Kriegsrhetorik. Doch der Verweis auf die Übermacht des US-Militärs kann nicht darüber hinwegtäuschen, wie unklar Ziele und Strategie der USA sind.
Saif al-Islam al-Gaddafi, der Sohn des 2011 gestürzten libyschen Diktators, ist einem Mordanschlag zum Opfer gefallen. Sein Tod könnte den rivalisierenden Machthabern im de facto zweigeteilten Land nützen.
Verhandlungen zwischen dem iranischen Regime und der US-Regierung sind ohne Ergebnis zu Ende gegangen. Hinter den Kulissen versuchen insbesondere die Golfstaaten, darunter selbst Gegner der Islamischen Republik wie Saudi-Arabien, US-Präsident Trump von einem Angriff auf den Iran abzuhalten.
Die in den RSF zusammengeschlossenen sudanesischen Milizen haben die belagerte Stadt al-Fashir erobert und an der Zivil-bevölkerung blutige Massaker mit mutmaßlich Tausenden Toten angerichtet.
Der libanesische Staat versucht unter westlichem und israelischem Druck, das staatliche Gewaltmonopol zu erlangen. Das Vorhaben, die Hizbollah zu entwaffnen, erscheint jedoch kaum realistisch.
Regionale Mächte fachen den Bürgerkrieg im Sudan von außen an und unterstützen Konfliktparteien, allen voran die Vereinigten Arabischen Emirate. Während Millionen Zivilisten auf der Flucht sind und sich die Hungersnot verschärft, verringern westliche Staaten die humanitäre Hilfe.
Seit der Aufhebung der Wirtschaftssanktionen umwirbt die syrische Übergangsregierung ausländische Investoren – und trifft heimliche Vereinbarungen mit ehemals dem Assad-Regime nahestehenden Unternehmern.
Israels Regierung will ab Oktober Gaza-Stadt erobern lassen. Dagegen gab es am Wochenende großen Protest in Israel, zahlreiche Geschäfte blieben am Sonntag geschlossen.
Im sudanesischen Bürgerkrieg verzeichnet die Armee mehr und mehr Erfolge – als Reaktion darauf etablieren die geschwächten RSF-Milizen eine Gegenregierung. Unterdessen herrscht in Teilen des Landes eine international weitgehend ignorierte Hungersnot.
Israel unterstützt die privat organisierte Hilfsstruktur der Gaza Humanitarian Foundation. Deren Probleme sind zahlreich, ihre Versorgung der Hilfsbedürftigen im Gaza-Streifen gelingt daher kaum.
Bei eskalierten Auseinandersetzungen zwischen Beduinenmilizen und Regierungstruppen einerseits, und Drusenmilizen auf der anderen Seite sind in Südsyrien mehr als 550 Menschen ums Leben gekommen. Israel griff militärisch auf drusischer Seite ein.
Die israelische Regierung bewaffnet Clans in Gaza, mit Unterstützung einiger Fatah-Kreise. Das Ziel ist es, die Hamas zu schwächen und sie dadurch zu Zugeständnissen in den Verhandlungen zu zwingen. Die Taktik ist jedoch umstritten.
Benjamin Netanyahu und Donald Trump berieten in Washington, D.C., über ihre Ziele für den Nahen Osten nach dem Ende der Angriffe auf den Iran. Dessen Schwächung hat die Chancen für weitere Normalisierungsabkommen Israels mit arabischen Staaten verbessert, doch es bleiben Hindernisse, nicht zuletzt der Krieg im Gaza-Streifen.
An einem Anschlag auf die Damaszener Sankt-Elias-Kirche im Juni waren nach Medienberichten frühere islamistische Weggefährten des Übergangspräsidenten Ahmed al-Sharaa beteiligt, die ihm Verrat vorwerfen. Mittlerweile finden direkte Verhandlungen zwischen Israel und Syrien statt.
Israel und die USA haben das iranische Atomprogramm mit ihren Militärschlägen vielleicht um viele Jahre zurückgeworfen. Nach wechselseitigem Beschuss haben Israel und der Iran am Dienstag einen Waffenstillstand zugestimmt, jedoch kam es im Laufe des Dienstag weiterhin zu Angriffen von beiden Seiten. Trotz israelischer Luftangriffe auf Repressionsorgane des iranischen Regimes und seiner Schwächung deutet sich die von vielen im Iran gewünschte Revolution im Augenblick nicht an.