Beiträge zu Wiedervereinigung

Deutscher Wald
2025/40 Hintergrund Ein normales Land? Autorinnen und Autoren über die Situation, 35 Jahre nach der Osterweiterung der BRD

Großdeutsches Jubiläum: Frieden mit Deutschland? Ist Deutschland normal geworden?

Es ist, als hätte ein gütiger Weltgeist dafür gesorgt, dass den Deutschen genug Zeit bleibt, ihre postnazistischen Konflikte auszutragen, durchzuwalken und zu kurieren, um sich dann, stinknormal geworden, unauffällig in den weltweiten Reigen einer allgemeinen Faschisierung einzureihen. Deutsche Nazis bestechen noch nicht mal mehr mit Originalität und die ordinären Antisemiten haben es hierzulande sogar vergleichsweise schwer. Wolfgang Schäuble durfte als Finanzminister zwar Griechen­land drangsalieren, aber die EU-Integration scheint bislang nicht wie befürchtet zum Sprungbrett neuer deutscher Weltmachtphantasien zu werden. Friedrich Merz will zwar die »stärkste Armee Europas«, macht aber auf internationalem und euro­päischem Parkett doch nur eine blasse Figur. Gibt es also 35 Jahre nach dem Beitritt der DDR zur BRD jenseits der allgemeinen Kritik an Staat und Nation wenig Grund dafür, dem deutschen Michel am Zeug zu flicken? Das wollte die »Jungle World« anlässlich der Feierlichkeiten am 3. Oktober zu 35 Jahren Deutsche Einheit wissen.
Im Land der bösen Traditionen. Der AfD-Co-Vorsitzende Tino Chrupalla präsentiert bei einer Kundgebung ein vielsagendes T-Shirt, Görlitz, 30. August
2024/38 Hintergrund Die Kontinuität deutscher Ideologie in der DDR und der Erfolg der AfD in Ostdeutschland

Jungle+ Artikel Antipolitik für Zurückgebliebene

Das Phänomen des besonderen Erfolgs der AfD in der ostdeutschen Fläche hat eine Vergangenheit, die nicht zu erklären ist, ohne die DDR in der Kontinuität deutscher Ideologie zu begreifen. Dass dieses Phänomen aber Zukunft hat, liegt nicht zuletzt am Niedergang des ländlichen Raums.
Berlin Brandenburger Tor
2018/51 Thema Über rechte Vereinnahmungsversuche des ostdeutschen Wendeherbstes und warum die Linke daran nicht ganz unschuldig ist

Aufbruch und Einverleibung

Die extreme Rechte reklamiert immer wieder die Tradition des ost­deutschen Wendeherbstes für sich. Wie kann eine ursprünglich von linken Oppositionellen inspirierte Bewegung so von Reaktionären und Nationalisten vereinnahmt werden?