Weil man auf Therapieplätze lange warten muss, wenden sich immer mehr Menschen mit ihren psychischen Problemen an Künstliche Intelligenz. Die Sparpläne in der Psychotherapie dürften den Mangel nur noch verstärken. Im Gespräch mit der »Jungle World« warnen Psychotherapeut:innen vor den Konsequenzen für die Betroffenen.
Das Bundesamt für Verfassungsschutz will Berichten zufolge statt der Software des US-Unternehmens Palantir die des französischen Anbieters Chapsvision nutzen, um große Datenmengen auszuwerten. Dafür erntet das Amt Beifall.
Die gesetzlichen Krankenkassen und das Gesundheitsministerium beklagen leere Kassen und legen Pläne vor, deren Verwirklichung die psychotherapeutische Grundversorgung erheblich einschränken würde.
Sport ist nicht nur gut für den Körper, sondern auch für den Kopf, sagt Andreas Ströhle. Mit dem leitenden Oberarzt der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie an der Berliner Charité und Leiter des Referats Sportpsychiatrie der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde sprach die »Jungle World« über Sport als ergänzende Therapie.
Künstliche Intelligenz (KI) hält seit einigen Jahren Einzug in die psychologische Forschung und Praxis. Der Berater und Psychologieprofessor Marc Schreiber sieht den Nutzen der KI für die Psychotherapie vor allem in der Fähigkeit, Interaktion zu erzeugen, nicht in der Analyse von Patienten.
Die Schriften Sigmund Freuds zogen schon immer Kritik auf sich, heutzutage kommt diese vor allem aus antirassistischen und feministischen Kreisen. Der Geschlechterforscher und Schauspieler Thiemo Strutzenberger hat in seinem Buch »Verwendung von Freud« die Psychoanalyse wissenshistorisch eingeordnet und untersucht, inwiefern diese Vorwürfe auch auf Fehllektüren beruhen. Dabei betont er die Offenheit von und die Ambivalenzen in Freuds Text.
Der Herausgeber eines Sammelbands über Psychotherapie und Gesellschaftskritik klagt gegen die Gruppe Kritische Psychotherapie Köln/Bonn, weil sie den Band in einer Rezension als in Teilen rechtsextrem bezeichnet hat. Die Gruppe spricht von einem Einschüchterungsversuch.
Unter dem Stichwort »Mental Health« wird heute aufgeklärter denn je über psychische Erkrankungen informiert und diskutiert. Diejenigen, die am häufigsten betroffen sind, erreicht Hilfe aber nur schwer. Und so manche Erkenntnis soll lieber verborgen bleiben.
Menschen, die psychisch schwer krank sind und eine Langzeittherapie benötigen, werden es künftig noch schwerer haben, einen Therapeuten zu finden. Denn das neue Psychotherapeutengesetz folgt einer rein ökonomischen Logik.