Beiträge zu Debatte

In Chile zerstört die Regierung seit Jahren systematisch Zehntausende Gewehre, die abgegeben oder kriminellen Banden abgenommen wurden
2025/41 Disko ‍Kritik des Krieges – am Ziel des Friedens ist festzuhalten, auch wenn er derzeit unmöglich ist

Der wirkliche Ausnahmezustand

Soll das Ziel einer friedlichen Welt nicht zu einem leeren linken Dogma verkommen oder resigniert aufgegeben werden, müssen die Gründe ihrer derzeitigen Unmöglichkeit in den Blick genommen werden.
Durchgestrichenes Z
2025/40 Disko Der Widerstand gegen den russischen Autoritarismus bedarf militärischer Stärke

Aux armes, citoyens!

Die deutsche Linke ruft nach Frieden und ergreift damit Partei für den russischen Autoritarismus und seinen Versuch, die Ukraine zu zerstören. Ein Kampf gegen die autoritäre Formierung im Inland ist unmöglich, ohne außenpolitisch Stellung gegen die Achse Russland–China–Iran zu beziehen.
Israelischer Kampfpanzer vom Typ Merkava IV
2025/37 Disko Die antisemitismuskritische ­Bildungsarbeit hat ihren einstigen Gegenstand aus dem Blick verloren

Hauptsache praktisch anschluss­fähig und einfach zu vermitteln

Antisemitismus­kritische Bildungsarbeit entstand Anfang der nuller Jahre, als sich zur Kritik des islamischen Antisemitismus die postmodern geprägte ­antirassistische Pädagogik gesellte. Seither beschäftigt sich die Kritik des Antisemitismus kaum noch mit ihrem Gegenstand als vielmehr mit der Frage nach Anschlussfähigkeit und Vermittelbarkeit.
Trauernde Frauen in Beirut
2025/35 Disko Selektive Solidarität im israelisch-palästinensischen Konflikt macht Antisemitismuskritik unglaubwürdig

Beißreflexe der Hundertprozentigen

Eine Haltung zu Israel, die lediglich als Identitätsmarker für das antideutsche oder antiimperialistische Ticket herhält, degradiert die Menschen, um die es dabei dem Anspruch nach geht, zu einer reinen Projektionsfläche. Den komplexen Verhältnissen in Israel, dem Gaza-Streifen und im Westjordanland wird das nicht gerecht.
Nicht ohne meine Flagge. Feierliches Schwimmen zum Tag der Kriegsmarine in der Region Moskau, 27. Juli
2025/31 Disko Linke, die Frieden mit Russland fordern, wollen sich meist mit den realen Verhältnissen nicht auseinandersetzen

Nostalgie trifft auf Schematismus

Linke Friedensforderungen in Bezug auf die Ukraine sind meist illusionär und gehen einer Auseinandersetzung mit den heutigen Verhältnissen aus dem Weg.
Fahnenschwingender Aktionismus. Junge Menschen mit einschlägigen Utensilien am 1. Mai in Hamburg
2025/30 Disko ML-Gruppen treten in Hamburg wieder vermehrt in Erscheinung

Rotes Reenactment

Es war lange ruhig um sie, doch auch in Hamburg werden die roten Gruppen merkbar reger. Sie kommen mit Hammer und Sichel, viel Fahnenstoff und einfachen Antworten auf die Herausforderungen einer deregulierten, von Vereinzelung und Konkurrenz geprägten Gesellschaft.
»Die Hausfrau« von Abraham van Strij, gemalt zwischen 1800 und 1811
2025/28 dschungel Braucht das Patriarchat wirklich zwingend den Kapitalismus?

Das Geschlecht des Kapitalismus

Seit den siebziger Jahren begegnet einem in der feministischen Debatte, vor allem in der über sogenannte Care-Arbeit, immer wieder die Annahme, der Kapitalismus könne ohne Frauenunterdrückung nicht existieren. Was aber wäre, wenn Kapitalismus und Patriarchat gar nicht so kausal aufeinander bezogen sind, wie immer behauptet wird? Über das unmarxistische Arbeitsverständnis, den Hass auf Fortschritt, das Steckenbleiben in Rollenklischees und den Revolutionsfetisch in der feministischen Theorie.
Die stationäre Polizeiwache vor der Neuen Synagoge in Berlin
2025/26 Disko Gruppen wie KES, Tacheles oder Punks Against Antisemitism üben sich in Äquidistanz

Antisemitismus­kritische Ausweich­manöver

Wer Haltung gegen Antisemitismus zeigt, findet sich meist in einer Minderheitenposition wieder. In dem Versuch, für die eigene Sache zu werben und Bündnisse zu schließen, verzichten antisemitismuskritische Gruppen wie KES, Tacheles oder Punks Against Antisemitism auf Kritik an Genozidvorwürfen und üben sich in Äquidistanz.