Charlotte Malterre-Barthes will mit ihrem neuen Buch »A Moratorium on New Construction« der Architektur das Bauen austreiben. Mit überzogenen Forderungen nach postextraktiven Praktiken schadet sie der notwendigen Bauwende ebenso wie mit ihren antiisraelischen Positionen.
Nach langem Hin und Her hat sich die Bundesregierung darauf geeinigt, bei der EU-Kommission für eine Lockerung des Verbots von Verbrennungsmotoren einzutreten. Das ist ein weiteres Beispiel dafür, wie klimapolitische Ziele aufgegeben werden.
Der Plan von Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU), den Ausbau erneuerbarer Energien zu verteuern, ist ein weiterer Vorstoß der Bundesregierung, um Klimaschutzmaßnahmen zu verzögern.
Die Bundesregierung hat sich in der EU durchgesetzt: Autos mit Verbrennermotoren dürfen nun doch länger verkauft werden. Der deutschen Autoindustrie hilft das wenig.
Die Weltklimakonferenz in Brasilien endet mit einem Minimalkompromiss und ohne ein verbindliches Abkommen zum Ausstieg aus Kohle, Erdgas und Öl. Die Nachfrage nach fossilen Energieträgern steigt derweil weiter, genauso wie die durchschnittliche Temperatur auf der Erde.
Am 10. November beginnt in der brasilianische Stadt Belém die UN-Klimakonferenz COP 30. Während sich die Klimakrise weiter verschärft, hält sich die mediale Aufmerksamkeit für die Tagung in Grenzen – das öffentliche Interesse scheint dürftig.
Waldbrände, Dürre, Extremhitze in Städten – in Frankreich wird darüber diskutiert, wie mit den Folgen der Erderwärmung umzugehen ist. Während die extreme Rechte den Einbau von Klimaanlagen in möglichst viele Gebäude fordert, bemühen sich zahlreiche Großstädte um eine kühlende Begrünung.
Vier Monate nach der Bundestagswahl befinden sich die Grünen mal wieder in einer Selbstfindungsphase. Manche wollen die Partei deutlicher als linke Kraft profilieren. Das kollidiert jedoch mit dem Wunsch, 2026 die Landtagswahl in Baden-Württemberg zu gewinnen.
Ein neuer Name ersetzt keine politische Analyse: Die Letzte Generation heißt jetzt Neue Generation. Von ihren Forderungen scheinen die Klimaschützer selbst nur so halb überzeugt zu sein.
Über Monate hat es kaum geregnet, dafür droht ein Hitzesommer. Der Zusammenhang mit der Erderwärmung ist deutlich, aber echter Umwelt- und Klimaschutz ist von der neuen Bundesregierung nicht zu erwarten.
Mit seiner Schadensersatzklage gegen den Energiekonzern RWE hat der peruanische Kleinbauer Saúl Luciano Lliuya weltweite Bekanntheit erlangt. Dass derzeit vor dem Oberlandesgericht Hamm verhandelt wird, ob ein einzelnes Unternehmen für Folgen der Klimakrise verantwortlich gemacht werden kann, ist ein Novum und könnte einen Präzedenzfall schaffen.
Eine Klimaschützerin soll wegen ihres politischen Engagements in München nicht zum Referendariat zugelassen werden. Dagegen geht sie juristisch vor. Sie ist nicht die einzige Betroffene: Wiederholt wurde in jüngster Vergangenheit Linken der Zugang zu staatlichen Stellen verwehrt.
Die Erderwärmung ist ein Nebenprodukt der kapitalistischen Produktionsweise und entsprechend widersprüchlich fallen die Versuche aus, sie im Rahmen dieser zu bekämpfen. Derweil gewinnen Rechtspopulisten an Einfluss, die mit internationalen Klimaabkommen ganz Schluss machen wollen.